Bilanz der Ausgangssperre

Ausgangssperre: Polizei und Ordnungsdienst stellen 14 Verstöße fest

In Remscheid sind wieder dubiose Personen unterwegs.
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Die Polizei stellte zwölf Verstöße gegen die Ausgangssperre fest.

Die Remscheider waren unter anderem in der Martin-Luther-Straße oder in der Hastener Straße unterwegs.

Von Axel Richter und Sven Schlickowey

Remscheid. Von einer „insgesamt tendenziell eher ruhigen“ ersten Nacht mit Ausgangssperre berichtete Jürgen Beckmann, Leiter des Remscheider Ordnungsamtes, auf RGA-Anfrage. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kommunalen Ordnungsdienst (KOD) seien in den Straßen und Parks der Stadt unterwegs gewesen – und hätten dabei vier Anzeigen erstattet. „Davon hatten aber nur zwei mit der Ausgangssperre zu tun.“ Festgestellt habe der KOD je einen Verstoß gegen die Ausgangssperre in Hasten und einen in Güldenwerth, so Beckmann. Der Passant in Güldenwerth habe sich dabei als „hartnäckiger Verweigerer und Leugner“ erwiesen. Zudem kontrollierte der KOD 35 Personen, die aus beruflichen Gründen zwischen 21 und 5 Uhr unterwegs waren und eine entsprechende Bescheinigung vorweisen konnten.

Die Polizei hatte im gleichen Zeitraum zwölf Verstöße festgestellt. Unter anderem waren Remscheider in der Martin-Luther-Straße, an der Schüttendelle, in der Hastener Straße und in der Hochstraße unterwegs. Die Polizei-Beamten stellten Ordnungswidrigkeiten-Anzeigen gegen die Menschen aus.

Menschen entschuldigen sich mit Unwissen

Die entschuldigen sich zum Teil damit, von der Ausgangssperre nichts gewusst zu haben, an der Tankstelle noch etwas einkaufen zu müssen. Einer wollte beim Arbeitsamt noch etwas abzugeben haben. Größere Diskussionen gab es nicht. Die Menschen müssen, egal ob vom KOD oder der Polizei erwischt, mit einem Bußgeld von jeweils 250 Euro rechnen.

In den letzten Tagen seien beim Ordnungsamt vermehrt Hinweise zu Einzelhandelsgeschäften eingegangen, weiß Jürgen Beckmann zudem zu berichten. Anrufer würden zu viele Kunden und nicht eingehaltenen Abständen in den Läden melden, so der Ordnungsamtsleiter. „Und das ist natürlich richtig, dass die Leute sich auch an der Fleischtheke nicht knubbeln sollen.“ Darauf zu achten sei allerdings in erster Linie Sache des Geschäftsinhabers.

Deswegen seien die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des KOD am gestrigen Mittwoch verstärkt in den Innenstadtbereichen unterwegs gewesen, um Aufklärungsarbeit zu leisten. Beckmann: „Damit den Inhabern klar ist, wie viele Kunden sie in ihre Geschäfte lassen dürfen.“

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