Prozess

Aus Eifersucht auf Opfer eingeprügelt

Die Strafe für den 47-Jährigen beträgt acht Monate, ausgesetzt zur Bewährung. 
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Die Strafe für den 47-Jährigen beträgt acht Monate, ausgesetzt zur Bewährung. 

Das Landgericht bestätigt die Strafen gegen zwei Männer.

Von Dirk Lotze

Remscheid. Nach einer Eifersuchtsprügelei in der Wohnung einer 44-jährigen Remscheiderin am Steinberg hat das Landgericht Bewährungsstrafen gegen ihren getrennt lebenden Mann (47) und einen erwachsenen Sohn (23) bestätigt: Sie hatten die Tür aufgebrochen und einen Mann angegriffen, der sich dort befand. Das Urteil ist bereits rechtskräftig. Der vorsitzende Richter verdeutlichte dem 47-Jährigen in der Urteilsbegründung: „Sie wollten mal zeigen, wer Herr im Haus ist.“ Geschehen sei das am ersten Tag, an dem die Frau wieder eine eigene Wohnung hatte. Sie hatte vorübergehend bei ihren Eltern gelebt.

Der 47-Jährige ist Facharbeiter, der Sohn ist in Ausbildung; beide sind ohne Vorstrafen und hatten Berufung eingelegt. Der Geschädigte (53) gab an, er sei auf dem Balkon gewesen, als die Angeklagten einbrachen. Sie hätten ihn sofort angegriffen: „Der Sohn hat mich festgehalten und der Senior hat mich geschlagen. Auf einmal hat er gesagt, dass er mich am liebsten vom Balkon werfen würde.“

47-Jähriger erhält 8 Monate auf Bewährung

Der 53-Jährige entkam aus der Wohnung und floh. Er hatte eine Beule am Kopf erlitten. Der angeklagte Vater lief noch hinter ihm her, als er schon in seinem Auto saß. Zu diesem Zeitpunkt erschien die Polizei: Die Frau hatte den Notruf gewählt. Auslöser der Tat soll gewesen sein, dass sich der 47-Jährige über die Situation in der Wohnung „vergewissern“ wollte. Sie seien aus seiner Sicht „eine super Familie“. Auf Klingeln der Angeklagten hatten die Frau und der Geschädigte nicht geantwortet. Der Richter stellte dem 47-Jährigen klar: „Das geht nicht. Sie haben kein Recht, da rein zu gehen, und Sie haben kein Recht auf Ihre Frau.“ Den Sohn habe er in seine Tat hineingezogen.

Die Strafe für den 47-Jährigen beträgt acht Monate, ausgesetzt zur Bewährung. Der Sohn kommt mit sechs Monaten etwas günstiger weg als beim Amtsgericht. Grund ist, dass die Mutter bei ihm keine Strafe für Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung will. Die Verurteilten müssen zusammen 1400 Euro an eine gemeinnützige Einrichtung zahlen, um in Freiheit zu bleiben.

Zuletzt musste sich ein 70-Jähriger Mann vor dem Landgericht Wuppertal wegen Hetze verantworten.

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