Statistik

Die Arbeitslosenzahl sinkt überraschend

Das Jobcenter in Remscheid.
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Das Jobcenter in Remscheid.

Der Arbeitsmarkt im Juni.

Von Sven Schlickowey

Remscheid. Die Zahl der Arbeitslosen in Remscheid ist im Juni überraschend leicht gesunken. Laut Agentur für Arbeit gibt es aktuell 4965 arbeitslos gemeldete Remscheider – das sind 21 weniger als im Mai. Allerdings auch 835 mehr als im Juni 2019. 554 Menschen meldeten sich im Juni in Remscheid arbeitslos, 568 konnten hingegen ihre Arbeitslosigkeit beenden. Die Arbeitslosenquote liegt derzeit bei 8,3 Prozent, nach 7,0 vor einem Jahr.

Damit hat sich der Arbeitsmarkt in Remscheid besser entwickelt als im restlichen Gebiet der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal, das aus dem bergischen Städtedreieck besteht. In Wuppertal, Solingen und Remscheid gab es im Juni zusammen 31 959 Arbeitslose, fast 1000 mehr als im Vormonat und über 7000 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote stieg von 7,6 Prozent im Juni 2019 auf nun 9,7 Prozent.

Trotzdem sieht die Arbeitsagentur eine insgesamt positive Entwicklung: „Der Druck der Corona-Krise auf den heimischen Arbeitsmarkt hat sich im Juni erkennbar abgeschwächt“, sagt Martin Klebe, Leiter der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal. „Im Vergleich zu den Vormonaten ist die Zahl der neuen Arbeitslosmeldungen rückläufig.“

Das sei auch dem Instrument der Kurzarbeit zu verdanken, sagt Klebe: „Kurzarbeit trägt also auch weiterhin und unterstützt die Unternehmen, ihre Mitarbeitenden zu behalten.“ Bis zum 25. Juni wurde im Städtedreieck für mehr als 94 000 Beschäftigte Kurzarbeit angezeigt, darunter 20 575 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Remscheid. Ob und in welchem Umfang diese realisiert wird, kann die Agentur erst in einigen Wochen sagen.

Ebenfalls positiv bewertet Klebe den leicht gestiegenen Bedarf an Arbeitskräften. Bei der Arbeitsagentur im Städtedreieck wurden im Juni 693 freie Stellen gemeldet, 152 mehr als im Vormonat. „Neben den Arbeitnehmerüberlassungsfirmen suchen hauptsächlich Wach- und Sicherheitsdienste, Arzt- und Zahnarztpraxen, Unternehmensberatungen neue Kräfte“, heißt es in einer Mitteilung. Aber auch im Gesundheitswesen und im verarbeitenden Gewerbe würden Stellengesuche gemeldet.

„Wir sind natürlich auch weiterhin für unsere Kundinnen und Kunden da“, betont Klebe. „Telefonisch und online beraten und beantworten wir Fragen rund um Arbeit und Ausbildung.“ Persönliche Vorsprachen seien allerdings nur auf Einladung möglich.

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