Amtsgericht

59-Jähriger muss für sieben Monate ins Gefängnis

Vorwurf im Amtsgericht Remscheid: Unerlaubter Besitz von Betäubungsmitteln.
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Fahren ohne Führerschein und Urkundenfälschung – Angeklagter hat ein langes Vorstrafenregister

Von Jana Peuckert

Remscheid. Als „massive Vorbelastung“ bezeichnete die Richterin im Amtsgericht Remscheid das bisherige strafrechtliche Leben des Angeklagten. Zurecht, wie ein Blick ins Vorstrafenregister des 59-jährigen Wuppertalers zeigte: 37 Eintragung. Diesem umfangreichen Katalog hatte es der Mann letztlich auch zu verdanken, dass er wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und Urkundenfälschung zu sieben Monaten Haft verurteilt wurde. Eine Bewährung gab es nicht mehr. Zudem sprach sich die Richterin für eine zweijährige Sperre zur Wiedererlangung der Fahrerlaubnis aus.

Blitzerfoto brachte die verbotene Autofahrt ans Licht

Was den Tatvorwurf anging, zeigte sich der Angeklagte sofort geständig. Am 24. September vergangenen Jahres habe ihn ein Freund angerufen, der zu Hause „raus geflogen“ war, erklärte der 59-Jährige. Der Mann musste aus Rönsahl abgeholt werden. „Er wusste nicht, wo er hin sollte. Ich wusste nicht, was ich machen sollte.“

Also hatte er das abgemeldete Auto seiner Frau genommen, bei der Autowerkstatt seines Schwiegersohns Kennzeichen geklaut, sie an den Wagen montiert und war losgefahren – und zwar zu schnell, wie ein Blitzerfoto aus einer Anlage in Remscheid zeigte. Das Foto brachte die verbotene Fahrt ans Licht. Inzwischen habe er das Auto verkauft.

Angeklagter hat 37 Vorstrafen

„Aber Sie wussten doch, dass Sie nicht fahren durften“, bemerkte die Richterin mit Blick darauf, dass der Angeklagte keine Fahrerlaubnis hatte. „Mir war es in dem Moment wichtiger, ihm zu helfen“, so der 59-Jährige. Er wisse natürlich, dass das falsch war. Zumal ihm der Freund auf ganz besondere Weise dankte: „Am nächsten Tag war er weg und mit ihm 700 Euro.“

Wie sich herausstellte, hat der Angeklagte nicht nur 37 Vorstrafen gesammelt. Zusätzlich laufen noch einige Verfahren gegen ihn. Bei den Vorstrafen handelt es sich übrigens in den meisten Fällen um Fahren ohne Fahrerlaubnis. Aber auch Trunkenheitsfahrten, gefährliche Körperverletzung, Vergewaltigung, Diebstahl und Betrug reihen sich in die Schlange der Straftaten ein. Das Ganze brachte dem Mann schon einige Zeit im Gefängnis ein – so auch dieses Mal.

Erst kürzlich musste sich ein 21-Jähriger vor dem Amtsgericht in Remscheid wegen Marihuana-Besitzes verantworten.

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