Großprojekt

B 229: Baustelle führt zu einer Sperrung

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Der Ausbau der Kreuzung Ring-/Rader- Straße hat ein weiteres Etappenziel erreicht: Die TBR-Mitarbeiter Andre Rösseler, Gerald Hein und Frank Schubert (v. l.) machen sich ein Bild. 

Die Arbeiten an der Ring-/Rader Straße haben Folgen für den Verkehr zwischen Radevormwald und Lennep. Die Empfehlung: In den kommenden Tagen mehr Zeit einplanen.

  • Die Großraum-Umleitung in Remscheid wurde neu organisiert.
  • Eine Insel soll Überquerung der viel befahrenen Straße erleichtern.
  • Der Verkehrsknoten in Remscheid war schon immer überbelastet.

Von Sabine Naber

Remscheid. Beim Ausbau der Kreuzung Ring-/Rader Straße müssen sich die Autofahrer auf eine neue Situation einstellen. Am Samstag wurde die Ampelanlage umgebaut, die Großraum-Umleitung neu organisiert. Ein halbes Dutzend Mitarbeiter der GVA (Gesellschaft für Verkehrstechnische Anlagen) waren im Einsatz, stellten Schilder und Barken auf. „Das müssen Fachleute übernehmen, sonst klappt das nicht“, betont Gerald Hein von den Technischen Betrieben Remscheid.

Remscheid: Aus Richtung Radevormwald ist die Bundesstraße 229 nach Lennep gesperrt

Aus Richtung Radevormwald ist jetzt die Bundesstraße 229 nach Lennep gesperrt. Wer von dort kommt und nach Remscheid fahren will, der kann die Umleitung Heidersteg-Engelsburg-Bergisch Born nehmen oder über Beyenburg fahren. In Richtung Rade gibt es eine Einbahnstraße. Die Autofahrer können im Bereich Neuenteich noch nach rechts abbiegen, allerdings nur noch für kurze Zeit, laut Plan soll am 22. Februar die Einfahrt gesperrt werden. Bereits jetzt können Autofahrer aus Richtung Hasenberg hier nicht mehr auf die B 229 fahren.

Schon am Freitag war kurz hinter der Kreuzung in Richtung Radevormwald eine Insel eingebaut worden, die später den Fußgängern die Überquerung der viel befahrenen Straße erleichtern wird. Voraussichtlich in acht bis zehn Wochen wird dieser Bauabschnitt fertig sein. „Wir müssen den Bereich großräumig absperren, denn die Arbeitssicherheitsvorschriften haben sich in den vergangenen Jahren verschärft. Wir brauchen Platz für den Ausbau, die Autofahrer müssen größere Einschränkungen in Kauf nehmen, dafür dauert es aber auch nicht so lange“, fasst es Gerald Hein zusammen.

Ziel des Ausbaus in Remscheid ist es, die Kreuzung zu erweitern

Ziel des Ausbaus ist es, die Kreuzung zu erweitern. „Dieser Knoten war schon immer überbelastet. Lange Rückstaus in den verkehrsintensiven Stunden sind der Beweis dafür, dass wir dem größeren Verkehrsaufkommen gerecht werden müssen“, erklärt Bauleiter Frank Schubert.

Von Remscheid kommend kann man im Moment geradeaus fahren und rechts abbiegen. Am Ende der Bauarbeiten wird es hier eine Links-, eine Rechtsabbiegerspur und zwei Geradeausspuren geben. „An der Trecknase sehen wir ja inzwischen, wie gut das geht. Ein Kreisverkehr wäre dort und auch hier nicht möglich. Das würde nicht funktionieren, für den Verkehr nicht ausreichen“, macht Schubert deutlich.

Wer aus Richtung Hackenberg kommt, kann zurzeit geradeaus fahren und nach links abbiegen. Auf diesem Stück ist zum Teil schon lärmmindernder Asphalt aufgebracht worden. „Durch die Offenporigkeit des Materials lässt sich das erreichen“, macht Hein deutlich.

Remscheid: In den nächsten Tagen besser etwas mehr Zeit einplanen

Er empfiehlt, in den kommenden Tagen ein bisschen mehr Zeit einzuplanen. Denn nach seiner Erfahrung dauert es, bis sich die Autofahrer an die neue Verkehrsführung gewöhnt haben. „Da wird in den ersten Tagen doch immer mal wieder versucht, die Umleitungen zu umgehen. Und bei uns werden die Telefone wohl nicht stillstehen“, befürchtet er.

Die Rader Straße Richtung Altstadt Lennep ist fertiggestellt. Hier ist die Bushaltestelle ein Stück in Richtung Lennep verlegt worden. Bei all diesen Umbauten ist berücksichtigt worden, dass in dem Bereich das Designer Outlet Center (DOC) entstehen soll. Der Investor habe sich deshalb an den Kosten von rund 4,5 Millionen Euro beteiligt.

STANDPUNKT: Hoffnung für Pendler

Von Frank Michalczak 

Die Baustelle am Knotenpunkt Ring-/Rader Straße wird in den nächsten Monaten noch für so manche Geduldsprobe sorgen. Vor allem die Radevormwalder sind betroffen, denen die Bundesstraße 229 nach Lennep in den nächsten acht bis zehn Wochen nicht zur Verfügung steht. Sie müssen Umleitungsregeln beachten. Aber: Der Ausbau ist schon seit langem überfällig, quälen sich im Berufsverkehr doch Tausende durch das Nadelöhr, das freie Fahrt nicht mehr gewährleistete. 

Am Ende des Ausbaus stehen den Pendlern zusätzliche Abbiegespuren zur Verfügung, die dazu beitragen, die Not zumindest zu lindern. Und: Immerhin gibt es die Hoffnung, dass der Spuk schneller vorbei sein könnte als geplant. Der bisher milde Winter spielte der Baufirma Dohrmann in die Karten, so dass sie die Arbeiten womöglich schon im Spätsommer und nicht erst im Oktober abschließen kann. Das wäre ein Grund zur Freude für die leidgeprüften Auto- fahrer.

Der bislang milde Winter spielt der Remscheider Firma Dohrmann in die Karten: Wie Gunter Breidbach von den Technischen Betrieben Remscheid (TBR) mitteilt, liege die Baustelle an der Ring-/Rader Straße (B229), mit der das Unternehmen betraut ist, voll im Zeitplan.

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