Einsatz

Weggeworfene Kippe entfacht ein Waldfeuer im Eschbachtal

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Oberhalb von Schlepenpohl: Waldbrand am Wanderweg.

25 Feuerwehrleute löschten Brand schnell. Förster Markus Wolff ist erbost.

+++Update, 18.25+++

Von Andreas Weber

Remscheid. Der Waldbrand, zu dem die Feuerwehr am Mittwoch um 14.56 Uhr zur Wermelskirchener Straße oberhalb der Preyersmühle ausrückte, war schnell unter Kontrolle. Für die Ursache jedoch fand ein erboster Stadtförster Markus Wolff klare Worte: „Was hier jemand angerichtet hat, ist unverantwortlich. Im Wald gilt vom 1. März bis 31. Oktober striktes Rauchverbot.“ Die Vermutung liegt nahe, dass eine weggeworfene Kippe das Feuer ausgelöst hat.

Ein Kamerad der Freiwilligen Feuerwehr, der den Rauch beobachtet hatte, informierte die hauptamtlichen Kollegen. Kurz hinter einer Panorama-Sitzbank an dem Wanderweg, der von der Wermelskirchener Straße bis Altenhammer durch das Eschbachtal führt, hatten sich Flammen die Böschung durch Reisig hoch Richtung Straße gefressen. Ausgelöst durch ideale Bedingungen: ausgetrockneter Oberboden, geringe Luftfeuchte und starker Wind. Wolff taxierte den gestern offiziell mit dem mittleren Wert (3) angegebenen Waldbrand-Gefahrenindex für Remscheid höher, zwischen 4 und 5.

Die 25 Feuerwehrleute der Einheiten Lennep, Morsbach, Bergisch Born und die Berufsfeuerwehr nahmen das Bodenfeuer an dem sonnendurchfluteten Südwesthang von drei Seiten in die Zange.

Markus Wolff: „Es hätte zur Katastrophe kommen können.“

Zurück blieben laut Feuerwehr 4500 Quadratmeter verkohlte Natur, vor allem Eichen, deren Stümpfe verbrannt sind und die wohl absterben werden, wie Markus Wolff befürchtet. „Wir haben aber ungeheures Glück gehabt“, stellte er auch fest: „Hundert Meter weiter hätte ein trockener Fichtenbestand begonnen. Danach wäre das Feuer nicht ohne weiteres zu stoppen gewesen. Es hätte zur Katastrophe kommen können.“ Wolff geht„mit Sicherheit von fahrlässiger Brandstiftung“ aus und hofft, dass sich Zeugen finden, die den Übeltäter überführen. Den Schaden beziffert er auf rund 10 000 Euro. Ärgerlich ist dieser auch deshalb, weil es sich um eine Kyrill-Fläche handelt, die nach dem Orkan vor 13 Jahren aufgeforstet worden war.

Anderthalb Stunden nach der Alarmierung rückte Einsatzleiter Sebastian Huß mit seinen Leuten wieder ein. Zurückgelassen wurde eine Brandwache, um aufkeimende Glutnester zu erkennen.

Unser Artikel vom 8. März, 17.50 Uhr: 4500 Quadratmeter Wald brennen

Die Feuerwehr wurde nach Bliedinghausen alarmiert. Der Brand wurde schnell unter Kontrolle gebracht. Aktuell besteht eine mittlere Waldbrandgefahrenlage.

Ein Waldbrand an der Wermelskirchener Straße in Richtung Preyersmühle hat am Mittwochnachmittag die Remscheider Feuerwehr beschäftigt. Gegen 15 Uhr war aus dem Waldgebiet unterhalb der Wermelskirchener Straße Rauch aufgestiegen. Ein Augenzeuge alarmierte die Einsatzkräfte, die bei Eintreffen eine stärkere Rauchentwicklung im Unterholz feststellten und weitere Einsatzkräfte nachalarmierten. Insgesamt waren 35 Feuerwehrleute und 11 Feuerwerhfahrzeuge im Einsatz.

Wie der städtische Fachdienst Feuerschutz und Rettungsdienst mitteilt, brannten etwa 4500 Quadratmeter Unterholz zwischen der Wermelskirchener Straße und dem Waldweg, der zu dem Bereich Schlepenpohl führt. 

Der Brand konnte schnellunter Kontrolle gebracht werden. "Zur Waldbrandbekämpfung hält die Feuerwehr Remscheid bei einigen Löscheinheiten der Freiwilligen Feuerwehr Tanklöschfahrzeuge vor, die geländegängig sind und für eine solche Einsatzsituation das benötigte Material und vor allen Dingen genügend Wasser mitführen", heißt es vom Fachdienst. Das Forstamt sei ebenfalls vor Ort gewesen. 

Der Einsatz war gegen 17.30 Uhr beendet. Für die Dauer des Einsatzes war die Wermelskirchener Straße komplett gesperrt. In den Abendstunden wird der Bereich durch die Freiwillige Feuerwehr Nord nochmals kontrolliert. Derzeit besteht eine mittlere Waldbrandgefahrenlage. red

An der L74 hat sich am Mittwoch gegen 14.15 Uhr ein schwerer Verkehrsunfall mit mehreren Verletzten ereignet.

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