Lenneper Altstadt

LKG plant für Rosenmontag keinen Umzug

Bunte Bilder wie diese wird es am Rosenmontag 2021 wohl nicht geben.
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Bunte Bilder wie diese wird es am Rosenmontag 2021 wohl nicht geben.

Närrische Flaute wird am 15. Februar 2021 in der Lenneper Altstadt herrschen.

Remscheid. Der Rosenmontagszug wird wohl nicht stattfinden. Stadtsprecherin Viola Juric erklärt: „Uns liegen keine Anträge für den Rosenmontagszug vor.“ Dieser wird sonst von derLenneper Karnevalsgesellschaft (LKG) ausgerichtet. Der Verein werde die offizielle Entscheidung zwar erst bei seiner nächsten Mitgliederversammlung treffen, doch seien die Würfel im Grunde gefallen, lässt LKG-Vorsitzender Gunther Brockmann keinen Zweifel, dass die Jecken nicht an der Pandemie vorbeikommen: „Es macht zurzeit keinen Sinn, sich über Kostüme und Wagenbau zu unterhalten.“

Auch in der Nachbarstadt Solingen hat der Festausschuss Solinger Karneval (FSK) einstimmig die Bremse für den Höhepunkt des Straßenkarnevals gezogen. In Remscheid wie in der Nachbarstadt gilt aber auch Kreativität: Kleinere, abstandskonforme Karnevalsangebote wird es wohl geben. KDow

Kein Risiko: Lenneper Oktoberfest wird abgesagt. Das Fest hätte Anfang Oktober stattfinden sollen. Geplant wird dennoch weiter.

Standpunkt: Raum für neue Formate

Von Manuel Böhnke

manuel.boehnke@rga.de

Es ist eine bittere Erkenntnis, doch der Schritt scheint alternativlos: Der klassische Karneval ist unter Pandemiebedingungen schlicht nicht denkbar. Die sich anbahnende Entscheidung, dass es 2021 in Lennep keinen Rosenmontagszug geben wird, ist deshalb folgerichtig. Wozu das Zusammentreffen dicht an dicht schunkelnder Jecken das Infektionsgeschehen führen kann, hat das Beispiel des Kreises Heinsberg im Frühjahr eindrücklich gezeigt. Eine einzige Karnevalssitzung im Februar dieses Jahres war dafür verantwortlich, dass die Region nahe der niederländischen Grenze zum Corona-Hotspot wurde. Und damit traurige nationale wie internationale Bekanntheit erlangte. Nein, so ein Vorfall darf sich keinesfalls wiederholen, schon gar nicht in Remscheid. Vielleicht hat die Absage sogar gute Seiten: Statt in den Wagenbau und die Vorbereitungen des Umzugs könnten die Jecken ihre Zeit und Energie in kleinere, dezentrale, vielleicht digitale Formate stecken. Und damit das ohnehin vielfältige Brauchtum in der Stadt zusätzlich bereichern.

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