Interview der Woche

Psychiater im Interview: „ADHS kann auch viele Vorteile haben“

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Dr. Gerhard Hapfelmeier ist Kinder- und Jugendpsychiater am Sana-Klinikum Remscheid.

Dr. Gerhard Hapfelmeier erinnert daran, dass auch Einstein und Edison hyperaktiv waren.

Von Axel Richter 

Herr Dr. Hapfelmeier, ADHS. Gibt es das überhaupt?

Dr. Gerhard Hapfelmeier: Ja, natürlich gibt es das.

Und es handelt sich nicht etwa nur um unerzogene Kinder?

Hapfelmeier: Nein. Das scheint oft nur so. Erziehung ist immer schwierig, vor allem, da oft die Eltern von sogenannten ADHS-Kindern diesen nicht unähnlich sind und sich erst recht schwer tun, ihren Kindern Grenzen zu setzen und Vorbild für vermeintlich angepasstes Verhalten zu sein. Aber eine weniger erfolgreiche Erziehungsleistung allein produziert kein ADHS. Die Merkmale, die ADHS bedingen können, sind vielmehr vererbt.

Worüber reden wir eigentlich?

Hapfelmeier: Wir haben es bei dem Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätssyndrom gewissermaßen mit einem anders arbeitenden Arbeitsprozessor im Gehirn zu tun. Bei den Betroffenen mangelt es dadurch etwas an der Filterung eintreffender Reize. Die Folge sind mangelnde Konzentrationsfähigkeit und erhöhte Ablenkbarkeit. Eine weniger gebremste Steuerung von Impulsen wiederum kann zu Hyperaktivität bis hin zu erhöhter Neigung zu Aggressivität führen.

Wie viele Kinder und Jugendliche leiden darunter?


Das komplette Interview lesen Sie hier.

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