Seit Januar 2000 unter Denkmalschutz

Das Teo Otto Theater ist ein Schmuckstück im Herzen von Remscheid

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Das Teo Otto Theater ist ein echter Hingucker.

Die Remscheider lieben ihr Theater an der Konrad-Adenauer-Straße.

Seit 1954 steht das Remscheider Theater an der Konrad-Adenauer-Straße.

Als Jan Josef Liefers ins Teo Otto Theater eingeladen wurde, um vor Radiomikrofonen aus seinem Leben zu erzählen, galten die ersten Worte dem Remscheider Kulturtempel. „Ich hätte nie erwartet, dass es in Remscheid so ein schönes Theater gibt.“ Damit sprach er dem Publikum natürlich voll aus der Seele, denn die Remscheider lieben ihr Theater. Nicht ohne Grund gehörte das eindrucksvolle Gebäude zu den ersten großen Bauprojekten der Stadt nach ihrer Zerstörung im zweiten Weltkrieg. Im Gegensatz zu vielen anderen Dingen, die in der Nachkriegszeit im Zentrum der Stadt gebaut wurden, gibt es an der architektonischen Qualität des Remscheider Theaters keine Zweifel.

Eng verbunden mit dem größten der drei Theater im Stadtgebiet, ist die Gründung des Remscheider Schauspielhauses im Jahr 1918, damals noch mit eigenem Ensemble. Als Spielstätte diente die Konzerthalle Germania in der Brüderstraße. Sie war zwar als Konzerthalle gedacht, wurde aber später umgebaut, um den Ansprüchen eines Theaters zu genügen. 1931 kam dann das vorläufige Ende des Schauspielhauses: das Geld ging aus. Erst 1933 wurde der Theaterbetrieb wieder aufgenommen, als Bergische Bühne Remscheid-Solingen.

Zu Anfang ganz im Stil der 30er Jahre

Platz für 620 Zuschauer.

Fünf Jahre später wurde ein umfangreicher Umbau notwendig. Das gesamte Gebäude bekam ein schlichteres Aussehen, ganz im Stil der 30er Jahre. Der Spielplan lockte mit einem Dreispartentheater und symphonischen Konzerten. Auch ein Name hatte sich mittlerweile in der Bevölkerung durchgesetzt: Stadttheater Remscheid. Dann das Ende: In der Nacht zum 31. Juli 1943 fiel das Theater einem Bombenangriff zum Opfer. Mit ihm wurden große Teile der Remscheider Innenstadt innerhalb von nur einer Stunde komplett zerstört.

Bereits kurz nach dem Kriegsende, im August 1945, gab es in Remscheid wieder eine Eröffnung der Theatersaison. Die als Privatinitiative gegründete Spielgemeinschaft Bergischer Künstler veranstaltete einen Opern- und Operettenabend. Da in Remscheid fast alles in Schutt und Asche versunken war, musste in provisorischen Räumen gespielt werden. Doch damit gaben sich die Kulturfreudigen nicht zufrieden. Schnell wurde die Forderung nach einem Theaterwiederaufbau oder Neubau laut.

Die Remscheider lieben ihr Teo Otto Theater

 © Michael Sieber/Roland Keusch
 © Michael Sieber/Roland Keusch
 © Michael Sieber/Roland Keusch
Immer wieder ein gern gesehener Gast im Teo Otto Theater: Götz Alsmann. © Michael Sieber/Roland Keusch
 © Michael Sieber/Roland Keusch
Der Remscheider Schauspieler Karl-Michael Vogler sorgte mit seinen Lesungen immer wieder für volle Ränge.   © Michael Sieber/Roland Keusch
Die 1950er Jahre Architektur des Remscheider Stadttheaters ist ein herausragendes Beispiel für die frühe Nachkriegsarchitektur. © Michael Sieber/Roland Keusch
Radiomann Horst Kläuser ist mit seiner Talkrunde bereits Kult.  © Michael Sieber/Roland Keusch
Die 1950er Jahre Architektur des Remscheider Stadttheaters ist ein herausragendes Beispiel für die frühe Nachkriegsarchitektur. © Michael Sieber/Roland Keusch
Volle Ränge im Theater sind keine Seltenheit. © Michael Sieber/Roland Keusch
Mitten in der Stadt gelegen, ist das Teo Otto Theater immer wieder Anziehungspunkt für Remscheider Freunde der Kultur.  © Michael Sieber/Roland Keusch
 © Michael Sieber/Roland Keusch
Die 1950er Jahre Architektur des Remscheider Stadttheaters ist ein herausragendes Beispiel für die frühe Nachkriegsarchitektur. © Michael Sieber/Roland Keusch
Rund 100.000 Euro haben sich die Remscheider die Reparaturen an ihrem Stadttheater kosten lassen. Die völlig überholte Technik der 1950er Jahre musste auf den neuesten Stand gebracht werden. © Michael Sieber/Roland Keusch
Rund 100.000 Euro haben sich die Remscheider die Reparaturen an ihrem Stadttheater kosten lassen. Die völlig überholte Technik der 1950er Jahre musste auf den neuesten Stand gebracht werden. © Michael Sieber/Roland Keusch
Die 1950er Jahre Architektur des Remscheider Stadttheaters ist ein herausragendes Beispiel für die frühe Nachkriegsarchitektur. © Michael Sieber/Roland Keusch
Theaterleiter Dr. Christian Henkelmann stellt stolz das Theater-Programm vor. © Michael Sieber/Roland Keusch
Rund 100.000 Euro haben sich die Remscheider die Reparaturen an ihrem Stadttheater kosten lassen. Die völlig überholte Technik der 1950er Jahre musste auf den neuesten Stand gebracht werden. © Michael Sieber/Roland Keusch
Rund 100.000 Euro haben sich die Remscheider die Reparaturen an ihrem Stadttheater kosten lassen. Die völlig überholte Technik der 1950er Jahre musste auf den neuesten Stand gebracht werden. © Michael Sieber/Roland Keusch
Rund 100.000 Euro haben sich die Remscheider die Reparaturen an ihrem Stadttheater kosten lassen. Die völlig überholte Technik der 1950er Jahre musste auf den neuesten Stand gebracht werden. © Michael Sieber/Roland Keusch
Poetry Slam der Schüler des Berufskolleg Technik im Teo Otto Theater: Slammer Kevin Wollowski philosophierte übers Kiffen. © Michael Sieber/Roland Keusch
Die Bergischen Symphoniker sind beliebte Dauergäste im Teo Otto Theater. © Michael Sieber/Roland Keusch
Rund 100.000 Euro haben sich die Remscheider die Reparaturen an ihrem Stadttheater kosten lassen. Die völlig überholte Technik der 1950er Jahre musste auf den neuesten Stand gebracht werden. © Michael Sieber/Roland Keusch
Die 1950er Jahre Architektur des Remscheider Stadttheaters ist ein herausragendes Beispiel für die frühe Nachkriegsarchitektur. © Michael Sieber/Roland Keusch
Rund 100.000 Euro haben sich die Remscheider die Reparaturen an ihrem Stadttheater kosten lassen. Die völlig überholte Technik der 1950er Jahre musste auf den neuesten Stand gebracht werden. © Michael Sieber/Roland Keusch
Rund 100.000 Euro haben sich die Remscheider die Reparaturen an ihrem Stadttheater kosten lassen. Die völlig überholte Technik der 1950er Jahre musste auf den neuesten Stand gebracht werden. © Michael Sieber/Roland Keusch
Rund 100.000 Euro haben sich die Remscheider die Reparaturen an ihrem Stadttheater kosten lassen. Die völlig überholte Technik der 1950er Jahre musste auf den neuesten Stand gebracht werden. © Michael Sieber/Roland Keusch
Rund 100.000 Euro haben sich die Remscheider die Reparaturen an ihrem Stadttheater kosten lassen. Die völlig überholte Technik der 1950er Jahre musste auf den neuesten Stand gebracht werden. © Michael Sieber/Roland Keusch
Die 1950er Jahre Architektur des Remscheider Stadttheaters ist ein herausragendes Beispiel für die frühe Nachkriegsarchitektur. © Michael Sieber/Roland Keusch
Die 1950er Jahre Architektur des Remscheider Stadttheaters ist ein herausragendes Beispiel für die frühe Nachkriegsarchitektur. © Michael Sieber/Roland Keusch
Die 1950er Jahre Architektur des Remscheider Stadttheaters ist ein herausragendes Beispiel für die frühe Nachkriegsarchitektur. © Michael Sieber/Roland Keusch
Die 1950er Jahre Architektur des Remscheider Stadttheaters ist ein herausragendes Beispiel für die frühe Nachkriegsarchitektur. © Michael Sieber/Rolan d Keusch
Die 1950er Jahre Architektur des Remscheider Stadttheaters ist ein herausragendes Beispiel für die frühe Nachkriegsarchitektur. © Michael Sieber/Roland Keusch
Rund 100.000 Euro haben sich die Remscheider die Reparaturen an ihrem Stadttheater kosten lassen. Die völlig überholte Technik der 1950er Jahre musste auf den neuesten Stand gebracht werden. © Michael Sieber/Roland Keusch
 © Michael Sieber/Roland Keusch
 © Michael Sieber/Roland Keusch
Rund 100.000 Euro haben sich die Remscheider die Reparaturen an ihrem Stadttheater kosten lassen. Die völlig überholte Technik der 1950er Jahre musste auf den neuesten Stand gebracht werden. © Michael Sieber/Roland Keusch
Rund 100.000 Euro haben sich die Remscheider die Reparaturen an ihrem Stadttheater kosten lassen. Die völlig überholte Technik der 1950er Jahre musste auf den neuesten Stand gebracht werden. © Michael Sieber/Roland Keusch
Rund 100.000 Euro haben sich die Remscheider die Reparaturen an ihrem Stadttheater kosten lassen. Die völlig überholte Technik der 1950er Jahre musste auf den neuesten Stand gebracht werden. © Michael Sieber/Roland Keusch
Rund 100.000 Euro haben sich die Remscheider die Reparaturen an ihrem Stadttheater kosten lassen. Die völlig überholte Technik der 1950er Jahre musste auf den neuesten Stand gebracht werden. © Michael Sieber/Roland Keusch
Rund 100.000 Euro haben sich die Remscheider die Reparaturen an ihrem Stadttheater kosten lassen. Die völlig überholte Technik der 1950er Jahre musste auf den neuesten Stand gebracht werden. © Michael Sieber/Roland Keusch

Teo Otto Theater

Konrad-Adenauer-Straße 31-33
42853 Remscheid
Telefon: 02191-162650

Programm unter: www.teo-otto-theater.de

Im Stadtrat entbrannte eine Debatte über einen möglichen Theaterneubau. Um den Bau finanzieren zu können, wurde eine Lotterie ausgeschrieben. Im Laufe eines Jahres brachten die klammen Remscheider 150.000 DM für den Bau des Theaters auf. Ein Kredit der Bayerischen Versicherungskammer erbrachte die restlichen 500.000 DM. 1952 wurde dann beschlossen, nicht mehr an der Brüderstraße zu bauen, sondern auf dem Gelände des kriegszerstörten Gesellschaftshauses Concordia an der heutigen Konrad-Adenauer-Straße.

Das größte Remscheider Theater ist noch immer ganz im Stil der 50er Jahre gestaltet.

Bereits im selben Jahr wurde nach den Entwürfen des Düsseldorfer Architekten Ernst Huhn mit dem Bau begonnen. Gemeinsam mit Paul Bonatz und Julius Schulte-Frohlinde entwarf dieser später auch die Deutsche Oper am Rhein in Düsseldorf, mittlerweile eines der wichtigsten Musiktheater Deutschlands. In vielen Details sind die Übereinstimmungen mit dem Remscheider Erstlingswerk des Architekten nicht zu übersehen. Die Eröffnung des Theaters fand am 3.10.1954 statt. Seit dem finden dort regelmäßig bis zu 620 Kulturinteressierte ihren Platz.

Nach bedeutendem deutschen Bühnenbildner benannt

Seinen jetzigen Namen erhielt das Theater im September 2001 nach dem aus Remscheid stammenden, bedeutenden deutschen Bühnenbildner Teo Otto. Bereits im Jahr zuvor hatte die Stadt das Theater unter Denkmalschutz gestellt und umfangreiche Renovierungsarbeiten beschlossen. Bis 2003 dauerte es, bis es wieder in vollem Glanz erstrahlte. Heute fühlen sich vor allem die Bergischen Symphoniker heimisch auf der Bühne des Teo Otto Theaters. Ansonsten stehen neben unterschiedlichen Theateraufführungen, Tanz, Oper und Musicals auf dem jährlichen Spielplan und natürlich regelmäßig Horst Kläusers Talkrunde "Kall nit - talk!". Manchmal aber auch Schauspielprominenz wie Jan Josef Liefers. kaz

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