Öffentlich zugängliche Toiletten

„Nette Toilette“ soll im Februar in Remscheid starten

Die öffentliche Toilette auf de Alleestraße ist Geschichte. Mit der Aktion „Nette Toilette“ soll der Wegfall kompensiert werden. Foto: Roland Keusch
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Die öffentliche Toilette auf der Alleestraße ist Geschichte. Mit der Aktion „Nette Toilette“ soll der Wegfall kompensiert werden. 

Erste Zusagen – Verträge werden geprüft.

  • Nette Toilette“ kommt jetzt auch nach Remscheid.
  • Remscheid schließt sich einem bundesweiten Programm an.
  • Aufkleber an der Tür des Geschäfts oder Lokals weist darauf hin.

Von Sven Schlickowey

Remscheid. Die öffentlichen Toilettenhäuschen auf der Alleestraße und am Zentralpunkt sind bereits außer Betrieb – dafür kommt nun die „Nette Toilette“ nach Remscheid. „Ich hoffe, dass wir noch im Februar damit starten können“, sagt Andreas Meike vom Stadtmarketing, der das Projekt betreut. Mündliche Zusagen gebe es bereits, noch seien vertragliche Details zu klären.

Auch in Remscheid werden Sanitäranlagen Passanten zur Verfügung gestellt

Damit schließt sich die Stadt Remscheid einem bundesweiten Programm an. Unter der geschützten Marke „Die nette Toilette“ stellen in rund 270 Kommunen in Deutschland Gastronomen, Einzelhändler und andere ihre Sanitäranlagen Passanten zur Verfügung. Das ersetzt öffentliche WCs, spart den Kommunen so Investitionen und Unterhaltskosten und erweitert gleichzeitig das Netz an öffentlich zugänglichen Toiletten. Ein Aufkleber an der Tür des Geschäfts oder Lokals weist darauf hin.

Eine entsprechende Vereinbarung mit dem Lizenzgeber, einer Agentur aus Aalen in Baden-Württemberg, gebe es bereits, so Meike: „Ich habe die Aufkleber schon hier liegen.“ Zudem habe er in den letzten Wochen zahlreiche Gespräche geführt. Zusagen gebe es derzeit vier in Alt-Remscheid, zwei in Lennep und Lüttringhausen sowie eine im Südbezirk, heißt es in einer Mitteilungsvorlage der Stadt. Darin sind allerdings auch öffentliche Gebäude berücksichtigt.

Was bis zum Start der „Netten Toilette“ noch fehlt, seien die schriftlichen Vereinbarungen mit den Betrieben, die ihre Sanitäranlagen zugänglich machen, sagt Andreas Meike: „Im Moment wird der Vertrag von der Stadt geprüft, ob wir den so abschließen dürfen.“ Sei das erledigt, könne es losgehen.

Remscheid: Vertrag mit Berliner Firma ist Ende Dezember ausgelaufen

Derweil rückt das endgültige Ende der beiden Toilettenhäuschen näher. „Die werden Stück für Stück abgerissen“, sagt Andreas Meike. Dafür zuständig sei die bisherige Betreiberfirma, die Wall AG aus Berlin, deren Vertrag mit der Stadt zum Jahresende auslief. Eine Frist dafür gebe es nicht, so Meike: „Wir wollen denen auch nicht wehtun, die waren ja ein guter Vertragspartner.“ Vom Strom und vom Wasser sind beide Häuschen bereits abgeklemmt, nun soll eine Baufirma mit dem Abriss beauftragt werden. „Danach machen die die Oberfläche zu und gut ist“, sagt Meike.

Die Toilettenhäuschen waren Teil eines Vertrags, der auch die großen Werbetafeln an einigen Hauptverkehrsstraßen in Remscheid beinhaltete. Während ein Teil der Tafeln von der Kölner Firma Ströer übernommen wurden, war dies bei den Klo-Häuschen nicht möglich: Ein Gerichtsurteil hatte die Kombination aus öffentlicher Toilette und Werbefläche für unzulässig erklärt.

Die Stadt hat bislang neun Partner ausgemacht, die für das Konzept der „Netten Toilette“ zur Verfügung stehen.

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