RGA-Adventskalender

Das Kinderrecht auf gewaltfreie Erziehung wird 20

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  • Melissa Wienzek
    VonMelissa Wienzek
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Heute öffnen wir das Türchen mit der Nummer 20.

Remscheid. Das Recht des Kindes auf gewaltfreie Erziehung feierte in diesem Jahr 20-jähriges Bestehen. Die Bilanz des Kinderschutzbundes Remscheid fällt durchwachsen aus. "Die große Mehrheit der Eltern sagt heute: Wir wollen unsere Kinder gewaltfrei erziehen – und bemüht sich auch darum", sagt Karl-Richard Ponsar, Vorsitzender des Kinderschutzbundes Remscheid. 

Auch die Kinder wüssten darum: Kinderrechte sind bereits in der Schule Thema. Dennoch gebe es heute noch eine Gruppe von 5 bis 10 Prozent der Eltern, die man nicht erreiche, sagt Ponsar. "Man muss aber auch berücksichtigen: Wir reden hier von einer Generationenaufgabe. Es ist gerade mal 20 Jahre her, dass das Gesetz eingeführt wurde. Wenn ich an meine Schulzeit in den 50er/60er Jahren zurückdenke, war es selbstverständlich und normal, mit dem Rohrstock und dem Lineal geschlagen zu werden – auf die Hände, ins Gesicht, aufs Hinterteil." 

In den Schulen wurde durch das Gesetz als erstes gewaltfreie Erziehung umgesetzt, danach in der Lehre – aber man hatte immer noch nicht die Umsetzung bei den Eltern. Sie nahmen sich das Recht auf eine Tracht Prügel noch raus. Alle im Kinderschutz tätigen Stellen in Remscheid haben vor 20 Jahren mit einer Zeitungsanzeige darauf hingewiesen, dass sie sich für den Kinderschutz einsetzen. "Eine Gesetzesänderung funktioniert nicht von jetzt auf gleich. Aber wir sind schon gut vorangekommen. Was allerdings nicht heißt, dass wir schon alle erreicht haben. Wir machen weiterhin nicht die Augen vor Gewalt an Kindern zu. Und dazu zählt auch verbale Gewalt wie Anschreien oder Erniedrigen", betont Ponsar. -mw-

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