Nachruf

Holger Battefeld gestorben: Jetzt knipst Du im Himmel

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So sah sich Holger Battefeld am liebsten: Mit dem Kamera in der Hand und einem lohnenden fotografischen Ziel vor Augen.

Trauer: Der langjährige RGA-Fotograf Holger Battefeld stirbt im Alter von 60 Jahren. Wir verlieren einen Freund und Kollegen.

Von Andreas Dach

Holger Battefeld ist tot. Der langjährige freie Mitarbeiter des Remscheider General-Anzeigers ist in der Nacht von Samstag auf Sonntag in einer Wuppertaler Klinik gestorben. Für den nur 60 Jahre alt gewordenen „Batte“, wie ihn alle nannten, wird es eine Erlösung gewesen sein. Er war schwer krank und ist in den vergangenen Wochen und Monaten immer wieder zwischen dem Kranken- und dem Elternhaus gependelt. Der Krebs hatte ihn geschwächt, am Ende erlahmten die Kräfte. Er ist friedlich eingeschlafen.

Dabei hätte der Kollege und Freund so gerne noch gelebt. Hätte sich seine Fototasche über die Schultern geworfen, um Termine zu besetzen. Überwiegend für die Lokalsportredaktion des RGA, für die er mehr als 30 Jahre lang exzellente Arbeit geleistet hat. Holger Battefeld hat nicht einfach nur auf den Auslöser gedrückt. Für ihn war das Fotografieren wie ein Lebenselixier. Er sah Dinge, die andere selbst unter dem Vergrößerungsglas nicht wahrgenommen hätten.

Seine Sektduschen sind ungezählt

„Batte“ identifizierte sich mit seiner Tätigkeit, mit dem Verlag und mit den Menschen in der bergischen Region. Er fieberte mit, wenn es um Auf- und Abstiege ging. Bekam ungezählte Sektduschen ab, wenn Mannschaften ihre Titel feierten. Er war immer hautnah dabei. Da durfte die Kleidung ruhig schon einmal ein wenig leiden.

Das Beste an Batte: Er war ein Typ. Einer mit Ecken und Kanten. Unverbiegbar. Anders. Einer, von denen es heute viel zu wenige gibt. Man konnte stundenlang mit ihm über den Sport diskutieren. Über politische Entwicklungen, über das Leben. Battefeld war ein schlauer Kopf. Stets bestens informiert.

Seine langjährige Tätigkeit als Bankkaufmann bei der Sparkasse Wuppertal hatte er aufgegeben, um sich ausschließlich seiner großen Leidenschaft zu widmen – der Fotografie. Blaulichtfotos von Dönberg bis Gräfrath, Partybilder von Hückeswagen bis Unterburg, Sportfotos von Pohlhausen bis ins Westfalenstadion – wir wussten immer: Was er abliefert, hat Qualität. Auf ihn konnte man sich verlassen.

Vor einigen Jahren ist Holger Battefeld in der Kategorie Foto in Berlin mit dem Veltins-Lokalsportpreis ausgezeichnet worden. Auch bundesweit hatte man sehr genau registriert, welche Talente in ihm schlummern. Er verkaufte seine Bilder an viele Medien im Bergischen Land und auch überregional. Aber hinaus in die weite Welt wollte er nicht. Er war ein Mann des RGA-Lokalsports.

Legendär waren auch die Saisonabschlusstouren nach Mallorca. Dort, am Ballermann, schnappte sich „Batte“ gerne das Mikro und imitierte karaokemäßig Wolfgang Petry: „Verlieben, verloren, vergessen, verzeihen“.

Wir werden Dich und Deine Arbeit nicht vergessen

Passt irgendwie: Verliebt haben wir uns in Deine Fotos, Holger. Verloren haben wir Dich. Vergessen werden wir Dich nie. Und verzeihen? Brauchen wir Dir nichts. Du warst gut so, wie Du warst. Jetzt knipst Du im Himmel. Es gibt bestimmt ein paar feine Motive.

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