Rockerkriminalität

Illegaler Waffenhandel: Polizei findet Waffenteile in Betrieb

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Die Polizei durchsuchte am Mittwoch 12 Objekte wegen illegalen Waffenhandels. Darunter war auch eine Firma in Remscheid. 

Die Durchsuchung der Polizei am Mittwoch hat Folgen für einen Radevormwalder. Sein metallverarbeitender Kleinbetrieb in Remscheid gehörte zu zwölf Objekten, die wegen illegalen Waffenhandels durchsucht wurden. „In Remscheid haben wir jede Menge Waffenteile gefunden“, erklärte Thomas Schmelzer von der Staatsanwaltschaft Arnsberg. Auch fertige Waffen und Munition seien sichergestellt worden. 

Schussspuren im Betrieb deuteten daraufhin, dass der 52-Jährige dort Waffen ausprobiert habe. Er soll Waffen von einem Händler aus Unna gekauft haben. „Zudem legt Chat-Verkehr nahe, dass er auch Waffenteile zurückverkauft hat“, sagt Schmelzer. Der polizeilich bislang Unbekannte wurde festgenommen, ist aber wieder frei. Ihn erwarten Ermittlungen wegen illegalem Waffenbesitz. 

Außergewöhnliche Ermittlungsverfahren führten zum Verkäufer

Durchsucht wurden auch Wohnungen, Häuser, Werkstätten und eine Firma in Dortmund, Lünen, Radevormwald, Menden, Duisburg und Wilhelmshaven (Niedersachsen). Bei den Durchsuchungen, gesteuert vom Polizeipräsidium Hagen, wurden zum Teil Spezialeinheiten eingesetzt. Der Einsatz war Teil eines außergewöhnlichen Ermittlungsverfahrens, bei dem Ermittler ausgehend von versuchten Tötungsdelikten mit Schusswaffen im Rockerbereich den Weg der Tatwaffe bis zum illegalen Verkäufer in monatelanger Arbeit zurückverfolgt hatten. böh

Hier gibt es weitere Blaulicht-Meldungen aus Remscheid und Umgebung.

Anm. d. Red.: Zuerst hatten wir berichtet, dass eine Spur die Ermittler auch nach Remscheid und Radevormwald geführt, sich der Verdacht jedoch nicht erhärtetet habe. Da sind wir falsch von der Staatsanwaltschaft informiert worden. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.

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