Einsatz

Höhenrettung: Streit endet auf einem Dach

Streit in einem Wohnhaus an der Rosenhügeler Straße: Einer der Kontrahenten kletterte danach aufs Dach. Foto: Tim Oelbermann
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Streit in einem Wohnhaus an der Rosenhügeler Straße: Einer der Kontrahenten kletterte danach aufs Dach.

Mann balancierte Samstagabend in der Rosenhügeler Straße auf Mehrfamilienhaus.

Von Tim Oelbermann und Andreas Weber

Remscheid. Feuerwehr und Polizei wurden am Samstagabend zu einem etwas mehr als einstündigen Einsatz in die Rosenhügeler Straße gerufen, bei dem Drehleiter und Sprungkissen eingesetzt wurden. Die Polizei schilderte, dass gegen 19.45 Uhr zwei Männer in einem Wohnhaus in Streit geraten seien. In dessen Folge kam es zu einer vorsätzlichen, aber nicht allzu schweren Körperverletzung eines der beiden Kontrahenten, der im Gesicht getroffen wurde.

Als die alarmierten Ordnungshüter eintrafen, flüchtete der Täter im nächtlichen Regen auf das Dach des Mehrfamilienhauses. Er soll betrunken gewesen sein und balancierte dort oberkörperfrei über mehrere Dächer, auch von angrenzenden Gebäuden.

Wie die Polizei mitteilte, habe sich der Mann trotz mehrfacher Aufforderung zunächst nicht aus der gefährlichen Lage entfernt. Nach ersten Erkenntnissen soll die Sprachbarriere der Grund gewesen sein, warum der Mann nicht reagierte. Die Polizei rief die Feuerwehr zur Hilfeleistung hinzu.

Drehleiter für die Höhe, Sprungpolster für den Boden

Diese rückte mit Verstärkung aus Wuppertal mit einer Höhenrettungsgruppe in den Südbezirk aus. Eine Drehleiter wurde aufgerichtet, ein 3,50 x 3,50 Meter großes und 1,70 Meter hohes Sprungpolster, das SP 16, vor dem Objekt mit einer Druckluftflasche schnell aufgeblasen, um bei einem Sturz oder Sprung von oben den Aufprall zu bremsen. Dieses kleinere Modell eines pneumatischen Sprungrettungsgeräts zum Auffangen frei fallender Personen ist bis zu einer Rettungshöhe von 16 Metern zugelassen.

Polizeipersonal, das Polnisch sprach, wurde hinzugerufen, um den Mann zu beruhigen und zu vermitteln. Nach weiterem Einwirken sei erdurch ein Dachfenster zurück geklettert, erlitt dabei am Fensterrahmen oberflächliche Blessuren. Er wurde schließlich von Polizisten überwältigt und zunächst in Gewahrsam genommen. Zur Abklärung weiterer Hintergründe wurde der Tatverdächtige in eine Spezialklinik nach Lüttringhausen gebracht. Sein verletzter Nachbar wurde vom Rettungsdienst behandelt und anschließend mit leichten Verletzungen zur Behandlung ins Sana-Klinikum gefahren.

Für die Dauer der Rettungsmaßnahmen wurde die Rosenhügeler Straße von den Einsatzkräften komplett gesperrt. Der Einsatz war kurz vor 21 Uhr beendet. Einige Schaulustige hatten sich vor der Absperrung versammelt, verharrten mit Regenschirmen und beobachteten die Arbeit der Einsatzkräfte.

Der Anlass der Auseinandersetzung zwischen den beiden Männern wird nun von der Kripo ermittelt.

Weitere Blaulicht-Meldungen aus Remscheid lesen Sie hier.

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