RGA-Adventskalender

Hinter der 1 verbirgt sich eine Weltgeschichte

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Bei seinem Adventskalender öffnet der RGA ab heute jeden Tag ein Türchen – und schont dabei die Figur.

Von Melissa Wienzek

Denn statt Schokolade gibt es Futter für das Allgemeinwissen. Hinter dem ersten Türchen verbirgt sich auch gleich eine wahre Sensation: Denn in Hausnummer 1 wurde der spätere Entdecker der alles verändernden Röntgenstrahlen geboren, Wilhelm Conrad Röntgen.

In einem bergischen Fachwerkhaus mit der Adresse Gänsemarkt 1 wurde am 27. März 1845 Weltgeschichte geschrieben: Wilhelm Conrad wurde als einziges Kind des Tuchfabrikanten Friedrich Conrad Röntgen und seiner Frau Charlotte Constanze, geborene Frowein, in Lennep geboren. Bis er knapp drei Jahre alt war, lebte der spätere Physiker und erste Nobelpreisträger überhaupt in dem Haus am Gänsemarkt.

Dann zog die Familie in die Niederlande zu Verwandten. Denn Röntgens Mutter stammte aus Amsterdam. Am 8. November 1895 entdeckte Wilhelm Conrad Röntgen in seinem Labor am Physikalischen Institut Würzburg die X-Strahlen. Im Juni 1896 kam Röntgen übrigens noch einmal nach Lennep – als er die Ehrenurkunde der Stadt erhielt. Damals flanierte er das letzte Mal durch seine Geburtsstadt, die heute den Beinamen „Röntgenstadt“ trägt.

Wilhelm Conrad Röntgens Geburtshaus selbst hat eine bewegte Geschichte. Nach dem letzten Stadtbrand Lenneps 1785 wiederaufgebaut, ging das Haus in den Besitz der Tuchmacherfamilie von Polheim über. Sie verkaufte es 1811 an den Großvater von Wilhelm Conrad Röntgen, 1846 verkauften sein Vater und Onkel das Haus. Zwei Metzgereien gab es hier bis 1963 – und einer der Metzger war berüchtigt. Als Scherzkeks und als Verkäufer der besten Würstchen weit und breit. 1964 ging die Immobilie in den Besitz der Stadt über.

Bis 2011 beherbergte es die Bibliothek des Deutschen Röntgen-Museums, ehe es die Deutsche Röntgengesellschaft für einen Euro erwarb. Sie sanierte das Gebäude, das gerade erst offiziell eröffnet wurde, für einen Millionenbetrag. Im unteren Bereich gibt es eine interaktive Ausstellung samt Schatzkammer für jedermann. Zu sehen gibt es hier unter anderem originale Briefdokumente, die originale Ehrenbürgerurkunde und bedeutende Bilder für die Radiologie.

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