Interview der Woche

Wölfe könnten auch im Bergischen Land auftauchen

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Experte Frank Sonnenburg sagt: „Ich wünsche den Wölfen, dass sie nicht versuchen, im bergischen Raum Fuß zu fassen. Hier würden sie nicht glücklich, weil das Gebiet zu dicht besiedelt ist.“

Frank Sonnenburg von der Biologischen Station über die Rückkehr der Tiere – und wie sich Bürger verhalten sollen.

Von Simone Theyßen-Speich 

Herr Sonnenburg, im Oberbergischen Kreis hat ein Wolf Schafe gerissen. Wann kommt der Wolf hierher?

Frank Sonnenburg: Mit umherstreifenden Einzeltieren kann man heute in allen Teilen des Landes rechnen. Die Tiere sollen mehr als 70 Kilometer pro Tag laufen und sehr große Strecken überwinden können. Oft ist es eher ziellos und dem Zufall überlassen, wo sie dann aufkreuzen. Auf diese Weise geraten Wölfe auch in Areale, in denen man sie noch nicht vermutet hat. Das können auch besiedelte Gebiete sein. Meist geschieht es unbemerkt, wenn ein Wolf möglicherweise auch das Bergische durchstreift. Man merkt es oft erst, wenn ein Tier gerissen wird. Der Wolf ist sowohl tag- als auch nachtaktiv und sehr scheu.

Gibt es Zahlen darüber, wie viele Wölfe es in NRW gibt?

Sonnenburg: In NRW haben sich einzelne Tiere angesiedelt, die offenbar sesshaft geworden sind. In diesem Fall werden sogenannte „Wolfsgebiete“ offiziell ausgewiesen, so etwa bei Schermbeck und im Bereich Eifel/Hohes Venn. Die Tierhalter vor Ort bekommen dort deshalb mehr finanzielle Unterstützung, etwa um wolfsichere Zäune zu bauen. Bei den Wölfen, bei denen man an Genmaterial kommt, zeigt sich, dass fast alle Wölfe genetisch bekannt und registriert sind. Wenn ein Beutetier gerissen wird, kann man an der Bisswunde manchmal Speichelreste finden, die die genetischen Informationen tragen.

Das komplette Interview lesen Sie hier.

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