Neue Corona-Verordnung

Feiern über 25 Personen sind in Remscheid ab Montag verboten

Hochzeiten gelten als „herausragende Anlässe“, bleibt die Inzidenz über 50, sind aber auch sie nur mit 25 Gästen erlaubt. Symbolfoto: Christian Beier
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Hochzeiten gelten als „herausragende Anlässe“, bleibt die Inzidenz über 50, sind aber auch sie nur mit 25 Gästen erlaubt.

Aktuell sind 133 Remscheider erkrankt. Es gibt weitere Fälle an Schulen und Kitas.

  • Angepasste Coronaschutzverordnung des Landes NRW hat direkte Auswirkungen auf Remscheid.
  • Jedes größere Fest ist anzeigepflichtig.
  • Bleibt Inzidenz über 50, sind Feste mit mehr als 25 Personen grundsätzlich verboten.

Von Sven Schlickowey

Remscheid. Die am Donnerstag angepasste Coronaschutzverordnung des Landes NRW hat direkte Auswirkungen auf Remscheid. Weil die Sieben-Tage-Inzidenz immer noch über dem kritischen Wert von 50 liegt, sind private Feste außerhalb der eigenen Wohnung ab Montag nur noch zu „herausragenden Anlässen“ erlaubt. Und dann auch nur mit maximal 25 Teilnehmern. Das teilt die Stadtverwaltung mit.

Demnach gelten als „herausragende“ Ereignisse zum Beispiel Hochzeit, Taufe oder runde Geburtstage. Jedes dieser Feste ist anzeigepflichtig, bei mehr als elf Teilnehmern auch genehmigungspflichtig. Bleibt die Inzidenz über 50, seien Feste mit mehr als 25 Personen grundsätzlich verboten, so die Stadt: „Sofern die Inzidenz auf eine 7-Tages-Wert unter 50 gesunken ist, können Feste bis zu 50 Teilnehmern genehmigt werden.“

Dabei gelte eine Frist von mindestens drei Werktagen für die Anmeldung, betont die Stadt. Verantwortlich dafür ist der Veranstalter. Aber auch der Inhaber von entsprechenden Räumlichkeiten ist verpflichtet es anzuzeigen, wenn er die Räume für Feiern anderen überlässt. „Veranstaltungen bis einschließlich 4. Oktober 2020, die dem Ordnungsamt bereits gemeldet, beziehungsweise genehmigt sind, sind von diesen Regelungen nicht betroffen“, teilt die Stadt mit. Für alle andere ist eine Anmeldungen per Mail möglich: leitstelle.ordnungsamt@remscheid.de.

Remscheid: Weitere Corona-Fälle an Schulen und Kindertageseinrichtungen

Derweil meldet das Gesundheitsamt weitere Corona-Fälle an Remscheider Schulen und Kindertageseinrichtungen. Sowohl in der Kita Kremenholler Straße und der Kita Hölterfeld als auch in zwei Klassen der Alexander-von-Humboldt-Realschule wurde je ein Kind positiv getestet. In Folge dessen wurden die 5d und die 6b der Realschule samt ihrer Lehrer sowie alle Kinder und Betreuungspersonen der beiden Kindergärten in Quarantäne geschickt.

Remscheid: Abschlusstestungen an zwei Schulen alle negativ

Die Quarantäne bald verlassen dürfen hingegen die Klasse 9a der Sophie-Scholl-Gesamtschule und der Klasse E2-4C und eine Teilgruppe der OGS der Heinrich-Neumann-Schule. Die Ergebnisse ihrer Abschlusstestungen lägen zwischenzeitlich vor, so die Stadt: „Alle Befunde sind negativ.“

Insgesamt gibt es aktuell 133 Remscheiderinnen und Remscheider, die an Covid-19 erkrankt sind und sich deswegen in angeordneter Quarantäne befinden. Zuletzt kamen laut Robert-Koch-Institut 13 neue positive Tests dazu. Die Sieben-Tage-Inzidenz, die die Zahl der Neuinfektionen der vergangenen Woche pro 100.000 Einwohner angibt, ist auf 50,5 gefallen.

Zudem gibt es 759 Personen, die als Verdachtsfälle unter häuslicher Quarantäne stehen, darunter fünf Reiserückkehrer. Die Remscheider Krankenhäuser vermelden fünf positive Fälle in stationärer, aber nicht intensivpflichtiger Behandlung. Dabei muss es sich aber nicht um Remscheider Bürger handeln.

Aktuelle Informationen zur Corona-Situation in Remscheid erhalten Sie in unserem Corona-Blog.

Bundeswehr entsendet zehn Kräfte nach Remscheid – Uniformierte nehmen Abstriche und verfolgen Infektionswege.

Die „Abteilung Attacke“, die Jens Nettekoven nachgesagt wird, hat noch einmal zugeschlagen. Der von Markus Kötter abgelöste CDU-Fraktionschef unterstellt der Stadt in einer am Dienstag veröffentlichten Pressemitteilung zur hiesigen Corona-Lage „eine Krise mit Ansage“. Versehen ist der Vorwurf mit einem Fragezeichen, aber Nettekoven lässt in seinem einseitigen Brandschreiben deutlich anklingen, dass die Stadt mehr hätte tun können, um die extrem gestiegene Zahl der Neuinfektionen in den Griff zu bekommen.

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