Corona-Schutzverordnung

Corona: Diese Regeln gelten speziell in Remscheid

Niklas Bergmann, Chef des Saxos an der Alten Bismarckstraße (r.), und Marvin Schneider, Vorsitzender des Vereins MyViertel, hatten sich mit den Regeln arrangiert. Die drohende Sperrstunde betrachten sie mit Sorge. Dabei gilt die Remscheider Kneipenszene nicht als Pandemietreiber. Foto: Roland Keusch
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Niklas Bergmann, Chef des Saxos an der Alten Bismarckstraße (r.), und Marvin Schneider, Vorsitzender des Vereins MyViertel, hatten sich mit den Regeln arrangiert. Die drohende Sperrstunde betrachten sie mit Sorge. Dabei gilt die Remscheider Kneipenszene nicht als Pandemietreiber.
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Die Stadt wollte keine neue Sperrstunde – Nimmt das Infektionsgeschehen wieder zu, ist um 23 Uhr Schluss.

Von Axel Richter

Remscheid. Bleibt Remscheid auch Freitag und Samstag unter dem kritischen Wert von 50 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner, gilt die Stadt nicht länger als Risikogebiet. Weil sich das jedoch schon bald wieder ändern kann, hat der Corona-Krisenstab eine neue Allgemeinverfügung erlassen. Sie beruht auf einem Erlass der Landesregierung und auf den Ergebnissen des Corona-Gipfels zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten. Zum Teil sind die Vorschriften strenger als auf Landesebene.

Ab Freitag (16.Oktober) gilt dies:

In der Gastronomie: Die Stadt wollte keine neue Sperrstunde. Remscheids kleine Kneipenszene gilt nicht als Pandemietreiber. Kommen wird die Sperrstunde nun doch. Wenn der Wert der Neuinfektionen binnen sieben Tagen die Grenze von 50 überschreitet, müssen auch die Gaststätten in Remscheid um 23 Uhr schließen. Niklas Bergmann, Chef der Kultkneipe Saxo, zeigt auf der einen Seite Verständnis: „Wir wollen ja auch, dass die Zahlen runter gehen.“ Auf der anderen Seite empfindet er die Sperrstunde als ungerecht: „Wir Gastronomen halten uns penibel genau an alle Regeln.“ Eine Gefahr gehe doch eher von privaten Feiern aus.

In den eigenen vier Wänden: Tatsächlich gelten private Feiern, bei denen reichlich Alkohol fließt, als Spreader-Events. Doch die private Wohnung genießt besonderen Schutz, zudem sieht sich das Ordnungsamt außerstande, die Einhaltung der Regeln dort zu kontrollieren.

Außerhalb der Wohnung: Egal wie hoch der 7-Tage-Inzidenz-Wert ist: Wer außerhalb der eigenen Wohnung aus herausragendem Anlass (Hochzeit etc.) eine Feier plant, muss sie drei Tage zuvor bei der Stadt anzeigen. Ab elf Gästen bedarf es einer Genehmigung. Maximal erlaubt sind 25 Feiernde.

Bei Hochzeit und Begräbnis: An standesamtlichen Trauungen und Beerdigungen dürfen vor Ort nicht mehr als 50 Gäste teilnehmen. Bei mehr als 25 Personen müssen alle eine Maske tragen.

In der Kultur: Bei Konzerten und Aufführungen im Theater sind maximal 200 Zuschauer erlaubt. Es muss durchgehend Maske getragen werden – auch auf dem Sitzplatz.

In der Öffentlichkeit: In Geschäften, auf Straßen und Plätzen dürfen maximal fünf Personen beieinanderstehen oder sitzen. Hier ist die Stadt Remscheid deutlich strenger als das Land, wonach sich bis zu zehn Personen treffen dürfen.

Bei Versammlungen: Zusammenkünfte, die einem Satzungszweck dienen, müssen weder angezeigt noch genehmigt werden. Das gilt zum Beispiel für Vorstandssitzungen, Mitglieder- oder Eigentümerversammlungen. Hier gibt es Grauzonen. Dient die Versammlung ausschließlich Vereinszwecken oder auch der Geselligkeit? Im Zweifel sagt das Ordnungsamt, was geht und was nicht. „Wir sind jederzeit ansprechbar“, sagt Behördenleiter Jürgen Beckmann.

Im Sport: Maximal sind auf dem Platz und in der Halle 150 Zuschauer erlaubt. Es ist Maske zu tragen – auch auf dem Sitzplatz.

In der Schule: An allen weiterführenden und berufsbildenden Schulen gilt Maskenpflicht – auch im Unterricht. An den Grundschulen dürfen die Kinder die Maske absetzen, solange sie auf ihrem Platz sitzen.

Geltungsdauer

Die neuen Regeln und Beschränkungen, die die Stadt gestern in Form einer neuen Allgemeinverfügung veröffentlicht hat, gilt ab heute und zunächst bis einschließlich 29. Oktober.

Der Krisenstab rät allen Remscheidern von der Reise in ein ausländisches Krisengebiet ab. Für Reiserückkehrer vereinfacht die Stadt die Meldepflicht. Unter www.remscheid.de wurde ein entsprechendes Online-Formular hinterlegt.

Aktuelle Informationen zur Corona-Situation in Remscheid erhalten Sie in unserem Corona-Blog.

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