Coronavirus

Stadt Remscheid schließt neuen Lockdown derzeit aus

Thomas Neuhaus leitet den Corona-Krisenstab der Stadt. Der dehnte gestern die Maskenpflicht auf die Innenstadt aus.Foto: Roland Keusch
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Thomas Neuhaus leitet den Corona-Krisenstab der Stadt. Der dehnte am Dienstag die Maskenpflicht auf die Innenstadt aus.

Infektionszahlen steigen weiter – Schulen öffnen dennoch wieder – Altenheime bleiben offen.

Von Axel Richter

Remscheid. Mit einem Inzidenzwert von 80,8 hat Remscheid einen neuen Höchststand bei den Corona-Neuinfektionen erreicht. Er dürfte in den nächsten Tagen weiter steigen. Die 100 – in Solingen und Wuppertal wurde sie bereits gerissen – stellt für den Remscheider Krisenstab eine Schallmauer für weitere Schritte im Kampf gegen das Virus dar. Am Dienstag beließ er es bei den vom RGA bereits angekündigten Maßnahmen und dehnte die Pflicht zum Tragen einer Maske auf den Remscheider Innenstadtbereich aus. Die Regel gilt ab heute. Wer sich nicht daran hält und auf der Alleestraße ohne unterwegs ist, riskiert ein Bußgeld von 50 Euro.

Von einem neuerlichen Lockdown sieht Krisenstabsleiter Thomas Neuhaus die Stadt weit entfernt. „Das schließen wir gegenwärtig völlig aus. Wir wollen Remscheid ja am Laufen halten, das heißt Schulen, Kitas, Unternehmen, Geschäfte bis hin zur Gastronomie sollen weiter geöffnet bleiben.“

Das gilt ebenso für die Altenheime. Nach Infektionen in der ersten Welle haben sie die Lage heute im Griff. Dafür sprechen die Zahlen: Unter annähernd 8000 Tests, die unter anderem mit Hilfe der Bundeswehr in den Alten- und Pflegeeinrichtungen vorgenommen wurden, war lediglich einer positiv. Eine neuerliche Schließung mit einhergehender Isolierung der Bewohner stehe im Krisenstab deshalb gegenwärtig nicht zur Debatte, sagt Neuhaus. Alles andere wäre mit Blick auf Weihnachten freilich auch eine sich abzeichnende menschliche Katastrophe.

Auch die Schulen gelten nicht als Pandemietreiber. Zwar waren vor den Herbstferien nach Coronafällen zahlreiche Klassen in Quarantäne geschickt worden. Unter den 600 Tests, die danach bei den in Quarantäne geschickten Kindern und Jugendlichen vorgenommen worden waren, zeigten jedoch lediglich zwei ein positives Ergebnis. Die nächsten Maßnahmen, die die Stadt bei weiter steigenden Infektionswerten ergreifen wird, dürften dennoch als erste die Schulen und dann die Vereine treffen.

Nach einer weiteren Ausdehnung der Maskenpflicht würden die Sporthallen geschlossen, wie es in Wuppertal teilweise bereits der Fall ist. Kontaktsport würde verboten und der Ausschank von Alkohol weiter eingeschränkt. Noch sieht der Krisenstab dafür keinen Anlass.

Das gilt auch für einen Wiederaufbau des Notkrankenhauses, das die Feuerwehr in der ersten Welle in der Sporthalle Neuenkamp errichtet hatte. Damals hatte sich die Stadt an den Bildern mit vielen Toten aus Italien orientiert und wollte für eine zunehmende Zahl schwerer Krankheitsverläufe Platz in den Kliniken schaffen.

Die Befürchtungen von damals sind nicht eingetreten. Derzeit befinden 22 Patienten mit Covid-19 im Krankenhaus, davon liegen fünf auf der Intensivstation. Von 721 Remscheidern, die positiv auf das Virus getestet wurden, gelten 567 als genesen. 20 Menschen sind gestorben. Sie litten an verschiedenen Krankheiten, unter anderem an Covid-19.

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