Pandemie

Coronavirus: Remscheider Krisenstab nimmt seine Arbeit auf

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Die Leitstelle der Feuerwehr Auf dem Knapp ist Dreh- und Angelpunkt für den Krisenstab, der sich an diesem Freitag formiert hat.

Expertenrunde traf sich an diesem Freitag in der Feuerwehr-Leitstelle. Noch gibt es keine Verdachtsfälle.

  • Coronavirus: Nach wie vor gibt es in Remscheid keinen Verdachtsfall.
  • Dennoch gibt es nun einen Krisenstab, um im Fall der Fälle gewappnet zu sein.
  • Auch im Remscheider Stadtrat war das Coronavirus bereits Thema.

Von Frank Michalczak

Remscheid. An diesem Freitag trat erstmals der Krisenstab zusammen, der sich in Remscheid mit der Ausbreitung des Coronavirus befasst. Konkrete Maßnahmen für die Öffentlichkeit wurden noch nicht beschlossen. „Denn wir haben aktuell keinen Verdachtsfall in Remscheid“, berichtete am Nachmittag Stadtsprecherin Viola Juric, die im Krisenstab mit Bevölkerungsinformation und Medienarbeit (BuMA) betraut wurde.

Der Expertenkreis bilde in Remscheid „ein kleines Rathaus“ ab, berichtet sie. Es gebe ständige Vertreter – etwa aus den Abteilungen Bürger, Sicherheit und Ordnung und dem Gesundheitswesen – und Fachleute, die anlassbezogen dem Gremium mit Rat zur Seite stehen. Gemeinsam gelte es, „Schutzmaßnahmen für die gesamte Stadt abzustimmen und einzuleiten“.

Derzeit aber habe der Krisenstab in Remscheid keinerlei Entscheidungen getroffen, die über die allgemeinen Verhaltenstipps für die Bevölkerung hinausgehen. Das gelte auch für Sportveranstaltungen oder für Angebote im Teo Otto Theater, die einstweilen wie gewohnt stattfinden können. „Wir werden aber die Menschen möglichst schnell informieren, wenn es zu relevanten Entwicklungen kommt. Es geht zunächst lediglich darum, dafür gewappnet zu sein“, kündigt Viola Juric an.

Unterdessen sorgte das Coronavirus auch für Gesprächsstoff im Remscheider Stadtrat. Alexander Schmidt (CDU) mahnte an, dass die Schulen mit Desinfektionsmitteln versorgt werden müssten. Auch Einwegpapiertücher seien häufig auf den Toiletten nicht anzutreffen.

Björn Gottschalk (SPD) erklärte ihm, dass Desinfektionsmittel nicht immer das geeignete Mittel darstellten. Im Gegenteil:Drogerie-Präparate seien vielfach kaum wirksam. Zudem wies er auf die Gefahren alkoholischer Substanzen hin, die wie Gift wirken könnten.

Abwägungsfragen wie diese seien ein Beispiel für die Arbeit, die nun im Krisenstab geleistet werde, erläutert Viola Juric. „Mehrere Experten sind mit ihrer Einschätzung zu diesem Thema betraut worden. Sie holen fachlich fundierte Informationen ein“, berichtet dieSprecherin der Stadt Remscheid.

Im Fall des Coronavirus mahnen die Behörden in Remscheid zur Ruhe. Die Stadt Remscheid rät: So schützen Sie sich vor SARS-CoV-2. Bereits vor zwei Tagen hatte der RGA berichtet, dass es wegen des Coronavirus bisher keinen Verdachtsfall in Remscheid gibt.

Remscheid: Feuerwehrleitstelle ist Treffpunkt für den Krisenstab

Treffpunkt für den Krisenstab ist die Leitstelle der Feuerwehr Auf dem Knapp. Einmal pro Woche werde der Kreis zusammentreten, der unter der Leitung von Sozialdezernent Thomas Neuhaus steht. „Wenn nötig wird er aber innerhalb kürzester Zeit einberufen“, erklärt Viola Juric. 

Standpunkt: Panik hilft nicht

frank.michalczak@rga-online.de

Ein Kommentar von Frank Michalczak

Ja, das Coronavirus ist in Nordrhein-Westfalen angekommen und damit näher an Remscheid herangerückt. Besteht deshalb Grund zur Panik? Nein. Der Krisenstab, der sich mit Vertretern der Stadtverwaltung, Feuerwehr und Polizei gebildet hat, erfüllt zunächst eine Hauptaufgabe: Remscheid soll sich für den Fall des Falles wappnen. Aber hundertprozentige Sicherheit können auch die Experten nicht gewähren. Denn es bleibt allen Vorsichtsmaßnahmen zum Trotz ein Risiko, sich mit dem hochansteckenden Virus zu infizieren. 

In den meisten Fällen verläuft aber nach Auskunft der Mediziner, die Krankheit eher milde. Und: Auch eine „normale“ Grippewelle kann Todesopfer mit sich bringen. Dringend zu empfehlen sind aber Vorsichtsmaßnahmen – vor allem bei der Handhygiene. Das heißt: Besser einmal mehr die Hände waschen als einmal zu wenig.

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