Neuartiger Erreger

Coronavirus: Bisher kein Verdachtsfall in Remscheid

Prof. Dr. Winfried Randerath, Chefarzt des Krankenhauses Bethanien, hat viele Influenzafälle in Behandlung. Foto: Bethanien
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Prof. Dr. Winfried Randerath, Chefarzt des Solinger Krankenhauses Bethanien, hat viele Influenzafälle in Behandlung. 

Remscheider machen sich Sorgen über Ausbreitung der Lungenkrankheit.

  • Bisher gab es in Remscheid noch keinen Verdachtsfall einer Infektion mit dem Coronavirus.
  • Betroffene Remscheider werden im Solinger Lungenfachkrankenhaus Bethanien behandelt.
  • Untersuchte Patienten gehörten keiner der bekannten Risikogruppen an.

Von Anja Kriskofski

Remscheid. Bislang gab es in Remscheid weder einen Verdachtsfall noch eine Infektion mit dem Coronavirus Covid-19. Im Solinger Lungenfachkrankenhaus Bethanien, in dem auch Remscheider behandelt werden, sei jedoch bereits ein Dutzend Patienten auf den neuartigen Erreger getestet worden, berichtet Chefarzt Dr. Winfried Randerath auf RGA-Anfrage. So hätten sich unter anderem Menschen vorsorglich untersuchen lassen, die aus China zurückgekehrt seien. Die Tests seien alle negativ ausgefallen, der Erreger wurde bei keinem nachgewiesen.

Stadt Remscheid rät: So schützen Sie sich vor SARS-CoV-2

Noch kein Verdachtsfall in Remscheid

Die in Bethanien auf das Coronavirus untersuchten Patienten gehörten laut Randerath keiner der beiden Risikogruppen an. Zu diesen zählt das Robert-Koch-Institut zum einen Menschen, die Kontakt mit einem Patienten mit nachgewiesener Corona-Infektion hatten. Zum anderen fallen darunter Personen, die aus den beiden am stärksten betroffenen Provinzen in China eingereist sind und die Symptome der Lungenkrankheit zeigen. „Bislang hatten wir aber keine Patienten, auf die das zutraf“, erklärt Randerath.

Im Fachkrankenhaus Bethanien würden zudem Menschen auf Covid-19 getestet, bei denen es nach Einschätzung der Ärzte einen medizinischen Grund gebe, wie eine Rückkehr aus China. „Wir können aber nur da testen, wo ein Grund besteht“, betont der Lungenspezialist. „Schließlich gibt es nicht unbegrenzt Laborkapazitäten.“

Nicht nur in Bethanien, auch die AOK Rheinland/Hamburg sieht großen Informationsbedarf bei der Bevölkerung. Die Krankenkasse hat für ihre Versicherten ein kostenloses Beratungstelefon ( 08 00/1 26 52 65) zum Thema Coronavirus eingerichtet. Bereits mehr als 250 Menschen hätten die bundesweite Hotline genutzt. „Viele Menschen, die uns anrufen, sind sehr besorgt und haben große Angst davor, sich mit dem Virus zu infizieren“, berichtet Dr. Thomas Wollersheim, Leiter des Servicecenters Medizin der AOK Rheinland/Hamburg.

Remscheid: Zahl der Grippefälle ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen

Im Krankenhaus Bethanien sind die Ärzte derzeit vor allem mit der saisonalen Grippe beschäftigt. „Wir haben viele Influenzafälle in Behandlung. Die ist hier in Deutschland das viel größere Problem als das Coronavirus“, erklärt Prof. Randerath. Er rät, sich auch jetzt noch gegen Influenza impfen zu lassen. „Der Höhepunkt ist noch nicht erreicht.“

Landesweit gab es bislang 6039 Influenzafälle (2019 waren es 3674). Trotz des Anstiegs, sei die Situation nach Einschätzung der Gesundheitsämter normal. Die Zahlen seien begrenzt aussagefähig, da sie nur die Influenzafälle enthalten, die durch einen Labortest bestätigt wurden. Wer nicht zum Arzt geht und seine Grippe zu Hause kuriert, taucht in der Statistik nicht auf.

Bin ich erkrankt? Coronavirus/Covid19: Mit diesen Symptomen sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

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