Ehrung

Bürgerpreis: Wir suchen wieder Alltagshelden

Elisabeth Erbe (Mitte) gewann 2020 den Bürgerpreis. Ebenfalls nominiert waren: Ulrich Dettmar, Dr. Volker Peinke, Marvin Schneider und Sabine Schmittkamp (v. l.). Archivfoto: Roland Keusch
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Elisabeth Erbe (Mitte) gewann 2020 den Bürgerpreis. Ebenfalls nominiert waren: Ulrich Dettmar, Dr. Volker Peinke, Marvin Schneider und Sabine Schmittkamp (v. l.). Archivfoto: Roland Keusch
  • Frank Michalczak
    VonFrank Michalczak
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Ab heute können Remscheider ihre Vorschläge für die Auszeichnung einreichen – Sie wird zum siebten Mal verliehen.

Remscheid. Das Ehrenamt hat in Remscheid viele Gesichter: von der guten Seele im Verein über den Helfer in der Kirchengemeinde bis hin zur hilfsbereiten Nachbarin, die in Corona-Zeiten für Senioren einkauft. Dies sind nur drei Beispiele für Alltagshelden, die erneut mit dem Bürgerpreis gewürdigt werden. Zum siebten Mal suchen Stadtsparkasse, Remscheider General-Anzeiger und Radio RSG Kandidaten, die sich in vorbildlicher Weise für ihre Mitmenschen einsetzen. Wer will, kann dazu ab heute ganz einfach seinen Vorschlag im Internet abgeben – unter www.rga.de/buergerpreis. Diese Gelegenheit besteht bis einschließlich Sonntag, 25. April.

Danach entscheidet zunächst eine Jury darüber, welche vier Alltagshelden aus den Vorschlägen für den Ehrenamtspreis 2021 nominiert werden, die der RGA im Anschluss wie üblich in Wort und Bild vorstellen wird. Dabei beginnt dann auch die Phase der Abstimmung.

Wer die meisten Stimmen erhält, tritt die Nachfolge von Elisabeth Erbe an. Sie hat sich dem Retten von Lebensmitteln verschrieben. Dazu knüpfte sie ein enges Netzwerk mit Supermärkten und Interessenten, die Waren entgegennehmen, die ansonsten im Müll gelandet werden. Für dieses Engagement erhielt Elisabeth Erbe 2020 den Bürgerpreis.

Sieger sind aber auch diesmal alle vier Kandidaten: Denn mit der Nominierung ist bereits ein Preisgeld von 500 Euro für die jeweilige Initiative verbunden. Der Gewinner kann sich über 1000 Euro freuen.

Die Bedeutung der Auszeichnung unterstreicht der RGA-Chefredakteur Stefan M. Kob: „Wenn es den Bürgerpreis nicht schon gäbe, er müsste dringend erfunden werden. Denn ohne ehrenamtliches Engagement wäre unsere Stadt wirklich arm. Das merken wir gerade jetzt in diesen schweren Zeiten, in denen der Einsatz für die Gemeinschaft noch schwieriger geworden ist.“

„Die Pandemie hat uns mit Nachdruck aufgezeigt, wie wichtig unser Zusammenhalt ist.“

Michael Wellershaus, Chef der Stadtsparkasse Remscheid

Dem schließt sich Michael Wellershaus, Vorstandsvorsitzender der Remscheider Stadtsparkasse an. „Die Pandemie hat uns mit Nachdruck aufgezeigt, wie wichtig unser Zusammenhalt ist – auch in Remscheid.“ Menschliche Zuwendung, unbürokratische Hilfe, beherztes Zupacken und Anpacken, wo es nötig ist, seien unbezahlbare Grundpfeiler unseres Zusammenlebens. Er freue sich auf viele Bewerbungen und Vorschläge. „Ich kann die Remscheiderinnen und Remscheider nur ermutigen, uns ihre ganz persönlichen Alltagsheldinnen und -helden für den Bürgerpreis 2021 vorzustellen,“ hebt Michael Wellershaus hervor.

Auch in diesem Jahr übernimmt Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz die Schirmherrschaft über den Bürgerpreis, der eine Ermutigung sei, sich für das Gemeinwohl zu engagieren. „In diesen Zeiten der Kontaktbeschränkungen drohen gerade ältere Menschen zu vereinsamen. Umso dankbarer bin ich, dass sich so viele Nachbarschaftshilfe leisten und eben nicht nur mit Gleichgültigkeit durch den Tag gehen.“ Er erlebe nach wie vor ein großes Maß an Solidarität in Remscheid, was sich auch in zahlreichen Initiativen widerspiegele. Als aktuelles Beispiel führt der OB die neue Foodsharing-Initiative im Honsberger Lindenhof an, die das Angebot von Elisabeth Erbe ergänzt. „Ich war von der großen Resonanz beeindruckt, die das neue Angebot gefunden hat“, erklärt Burkhard Mast-Weisz. Passend zur aktuellen Lage will der Bürgerpreis 2021 mit einem ganz besonderen Motto Hoffnung wecken: Es lautet #gemeinsamallem- gewachsen.

Die bisherigen Preisträger

Die bisherigen Preisträger heißen: 2020: Elisabeth Erbe, Foodsharing-Initiative.

2019: Bettina Stiel-Reifenrath, Praxis ohne Grenzen. 2018: Monika Biskupek, Jugendorchester Moments of music. 2017: Karin Lenhard- Moyzyczyk, Lebenshilfe. 2016: Angelika Hidalgo, Freunde und Förderer der Hilda-Heinemann-Schule. 2015: Günter Dannenberg, Bürgerbusverein.

Um Kandidaten vorzuschlagen, ist lediglich ein Klick im Internet nötig – unter rga.de/buergerpreis erscheint ein kleiner Fragebogen. Dabei geht es um das Engagement des jeweiligen Alltagshelden, der sich für seine Mitmenschen in Remscheid einsetzt.

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