Wupperauen sind wieder freigegeben

Das Betreten der Wiesenflächen der Wupperauen war seit der Hochwasserkatastrophe im Juli nicht erlaubt. Foto: Wolfgang Weitzdörfer
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Das Betreten der Wiesenflächen der Wupperauen war seit der Hochwasserkatastrophe im Juli nicht erlaubt.

Letzte Bodenproben waren nicht mit Schadstoffen belastet

Von Wolfgang Weitzdörfer

Auch wenn das aktuell extrem schmuddelige Wetter kaum zu längeren Spaziergängen, Fahrradtouren oder gar Picknicks einlädt – dem einen oder anderen wird aufgefallen sein, dass die Wupperauen wieder frei zugänglich sind. Rund vier Monate waren die Grünflächen entlang der Wupper als Folge der Hochwasserkatastrophe vom 14. und 15. Juli dieses Jahres gesperrt gewesen.

Allerdings nicht wegen des Wassers an sich – schließlich sind die Wupperauen ja als Überschwemmungsgebiet angelegt worden, das das Wasser, das im Hochwasserfall über die Ufer des Flusses tritt, abfangen soll. Das klappte auch – allerdings konnte man nicht damit rechnen, dass aus den Unternehmen und Firmen entlang des Flusses im Zuge des Jahrhunderthochwassers zahlreiche Schadstoffe und vor allem ölhaltige Substanzen mitgerissen wurden.

Radfahrer mussten die Straße nutzen, um die Trasse zu kommen

Lange Wochen konnten in der Folge weder Fußgänger noch Radfahren den Weg durch die Wupperauen nutzen – ganz zu schweigen vom gemütlichen Sitzen auf den Grünflächen oder dem Spielenlassen der Hunde auf der Hundewiese nebenan. Das hatte dazu geführt, dass vor allem die Fahrradfahrer die Straße nutzen mussten, um auf die Bahntrasse nach Wipperfürth zu kommen – was nicht ganz ungefährlich war.

Am 1. Oktober wurde immerhin der Weg für Fußgänger und Radfahrer freigegeben, das Betreten der Wiesenflächen waren indes nach wie vor verboten. Jetzt endlich, Ende November, teilte Verwaltungsmitarbeiter Waldemar Kneib auf Anfrage dieser Redaktion mit, dass die Wupperauen ab sofort wieder komplett freigegeben seien.

Die Freigabe sei vom Oberbergischen Kreis gekommen. „Die Ergebnisse der letzten Bodenproben, die am 10. November genommen wurden, waren am 22. November beim Kreis.“ Zu Beginn habe der Kreis nur von zwei Stellen Proben genommen – mehr sei nicht nötig gewesen, weil die Wupperauen so großflächig verschmutzt gewesen seien. Zuletzt sei die Fläche vom Bergischen Kreisel bis zur Brücke hinter dem Firmenparkplatz von Klingelnberg in sechs Teilflächen aufgeteilt worden, aus denen auch Proben entnommen worden seien.

„Alle sind unbedenklich gewesen – der Grad der Verschmutzung ist über die vergangenen Wochen in mehreren Proben kontinuierlich geringer geworden. Mit dem Ergebnis der jüngsten Proben sind die Wupperauen wieder als uneingeschränkt nutzbar freigegeben“, sagte Kneib.

Auch wenn die Proben letztlich vom Kreis – und da von den Unteren Wasser- und Bodenbehörden – vorgenommen worden seien, habe auch die Stadt Hückeswagen das ihrige dazugetan, um die Wupperauen von den ölhaltigen Substanzen zu befreien.

„Es war zwar von Anfang an klar, dass die Verschmutzung für den Menschen nicht wirklich gefährlich sind. Aber wir haben natürlich dennoch den kompletten Bewuchs am und beim Ufer zurückgeschnitten, auch der Rasen wurde mehrfach geschnitten – und der Grünschnitt wurde dann als Sondermüll entsorgt“, sagte Kneib.

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