Bauarbeiten

Wipperfürth baut den Busbahnhof um

Der Wipperfürther Busbahnhof ist deutlich in die Jahre gekommen und soll neugestaltet und modernisiert werden. Dafür stehen zwei Varianten zur Auswahl.
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Der Wipperfürther Busbahnhof ist deutlich in die Jahre gekommen und soll neugestaltet und modernisiert werden. Dafür stehen zwei Varianten zur Auswahl.

Umbau der Innenstadt ist mit Neugestaltung des Marktplatzes vor zwei Jahren abgeschlossen.

Von Stephan Büllesbach

Wipperfürth. Wenn Hückeswagener an Wipperfürth denken, kommen ihnen in erster Linie der Marktplatz mit seiner Gastronomie, die weiterführenden Schulen und der Radweg in den Sinn – und der Busbahnhof. Denn wer mit dem Bus in der Hansestadt unterwegs ist, macht Halt auf dem Sugeres-Platz, wie der Busbahnhof nach Wipperfürths französischer Partnerstadt heißt. Dabei dürfte jedem auffallen, in welch schlechter Verfassung der Platz ist. Das wissen auch Verwaltung und Politik der Nachbarstadt. Daher soll der Platz nun neu und den Anforderungen der Zeit entsprechend gestaltet werden.

Seit gut 20 Jahren gibt es Überlegungen über eine Neugestaltung. Offenbar macht die Stadt nun ernst mit ihren Plänen. „Die gewünschte Umgestaltung ist ein wichtiger Baustein für eine zukunftsorientierte Stadt- und Mobilitätsentwicklung in der Hansestadt und hat angesichts der innerstädtischen Lage auch entsprechende Auswirkungen auf die angrenzenden Räume“, heißt es auf der Internetseite der Stadt.

Verlegung an die Ohler Wiesen war auch ein Thema

Kurzzeitig gab es mal die Idee, den Busbahnhof an die Ohler Wiesen zu verlegen, aber davon scheinen die Verantwortlichen wieder abgekommen zu sein. Zumal der aktuelle Standort am zentralsten liegt. Entstehen soll am jetzigen Standort ein attraktiver, moderner, nachhaltiger und barrierefreier Busbahnhof, „der den aktuellen Regeln der Technik, den Anforderungen des Busbetriebs, aber auch den Anforderungen an eine Mobilstation mit Elementen wie einem Kiosk und einer behindertengerechten Toilettenanlage gerecht wird“. Im Fokus der Umgestaltung liegt zudem eine veränderte Verkehrsführung, was letztlich zu einer erhöhten Verkehrssicherheit insbesondere für Fußgänger, Radfahrer und den Schülerverkehr führen soll.

Denn weil die Straße aktuell direkt am Gaulbach entlangführt, kommt es beispielsweise im Schüler- und Berufsverkehr fast täglich zu langen Staus, weil die Schüler dort von den Bussen über den Zebrastreifen und die Brücke über den Bach Richtung der Schulen am Mühlenberg marschieren, weswegen die Autofahrer anhalten müssen.

Die besondere Schwierigkeit bei der Planung ist die begrenzte Verfügbarkeit der Flächen, umfasst das ganze Areal doch lediglich etwa 6000 Quadratmeter. Darauf sollen neben den Bushaltestellen aber auch noch Aufenthaltsräume, E-Ladestationen, Abstellmöglichkeiten für Fahrräder, Car- und Bike-Sharing sowie Verkaufs- und Informationsmöglichkeiten berücksichtigt werden.

Variante 1: Sie sieht die Anordnung der Bushalteplätze mit barrierefreien Bussteigkanten in „Sägezahnaufstellung“ in parallel außen an der Fahrbahn verlaufenden Busbuchten in beide Fahrtrichtungen vor. Je Fahrtrichtung werden fünf Halteplätze geschaffen. Die Fahrbahnen sollen um die bestehende Insel in der Mitte das Platzes herumgeführt werden. Über Querungshilfen gelangen die Fußgänger auf die Insel.

Blickfang würde ein eingeschossiger Pavillon in Holzbauweise sein, in dem ein Kiosk sowie barrierefreie Toilettenanlagen und Mobilitätsberatungsangebote sowie möglicherweise eine Verkaufsstelle für Fahrkarten und die Organisation von Leihangeboten untergebracht werden. Auf der Insel soll außerdem ein vollautomatischer Fahrrad-Parkturm entstehen, in dem 56 bzw. bis zu 120 gesicherte Fahrradabstellplätze geschaffen werden. Dieser wird durch weitere, teils offene überdachte Abstellanlagen und Fahrradboxen mit Lademöglichkeiten ergänzt. Die zur Ostlandstraße hin gelegene südliche Hälfte soll für Taxis, Car-Sharing, Elektroladesäulen, Behindertenstellplätzen und Parkplätze genutzt werden.

Beteiligung für Bürger aufdem Wochenmarkt möglich

Variante 2: Dieser Entwurf sieht vor, dass der Busbahnhof an den Gaulbach und die Fahrbahn an die Bebauung der Innenstadt verlegt wird – das Ganze würde somit im Vergleich zum aktuellen Stand getauscht. Dadurch könnten die Schüler direkt in Richtung der Schulen laufen, ohne dass sie die Straße überqueren müssen. Entlang der „Mittelinsel“ sollen sechs Haupthaltestellen entstehen.

Auf der zentralen Wartefläche sind ein Wetterschutz vorgesehen und könnten ein Kiosk mit Fahrkartenverkauf und eine behindertengerechte WC-Anlage entstehen. Mittels zweier Querungshilfen sollen Fußgänger die Fahrbahn überqueren. „Dadurch sollen Stau- und Unfallpotenziale möglichst gering gehalten werden“, schreibt die Stadt. Parkplätze gibt es dort dann nicht mehr; sie sollen an andere Stellen im Innenstadtbereich verlagert werden.

Aktuell läuft noch bis August eine Bürgerinformation und -beteiligung über das Internet. Für Freitag, 12. und 26. August, jeweils 9 bis 12 Uhr, wird es Informations- und Beteiligungsmöglichkeiten auf dem Wochenmarkt geben. Für Dienstag, 30. August, 17.30 bis 19 Uhr, ist eine Bürgerinformation und -beteiligung in der Alten Drahtzieherei vorgesehen.

Im September soll sich schließlich die Politik für eine Planungsvariante aussprechen, und einen Monat später könnten dann die weiterführenden Planungen, wie Ausführungsplanung und Ausschreibung der Bauleistungen, eingeleitet werden.

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