Bever-Talsperre

Wiedersehensfreude beim DLRG-Sommerfest

Ein geselliger Treffpunkt für Bekannte und Freunde war nach coronabedingter Pause endlich wieder das DLRG-Sommerfest.
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Ein geselliger Treffpunkt für Bekannte und Freunde war nach coronabedingter Pause endlich wieder das DLRG-Sommerfest.

Nach zweijähriger Zwangspause wurde am Wochenende am Ufer der Bever-Talsperre wieder mit Musik und Feuerwerk gefeiert.

Von Heike Karsten

Hückeswagen. Vorbei sind die Zeiten, in denen die DLRG-Hückeswagen über ihre Internetseite Pommes, Bier und Erbsensuppe nur virtuell verkaufte, um zumindest etwas Geld in die Vereinskasse zu bekommen. Am Wochenende wurde zum ersten Mal seit Beginn der Corona-Pandemie das Sommerfest wieder ganz real an der Wachstation gefeiert. Die Lebensretter setzten dabei auf all das, was sich schon in der Vergangenheit bewährt hat. „Wir werden eher an Traditionen festhalten, anstatt das Sommerfest neu zu erfinden“, sagte Ortsgruppen-Vorsitzender Adrian Borner.

Yong-Hun Kim war mit Schwiegermutter Libia Zimmermann am Grillstand im Einsatz.

Nach einem leicht verhaltenden Start mit einem kurzen Regenschauer am Samstagnachmittag füllten sich die Bänke gegen Abend zusehends. Die Musik der Band Framework und das vom Wasser aus gezündete Feuerwerk waren dabei die Höhepunkte des ersten Festtages. Klaus-Peter Fischbeck wartete mit Vorfreude auf die Öffnung der Cocktailbar, in der Mark Steyer und Christian Grünberg mit Strohhut und bunt gemusterten Hemden die letzten Vorbereitungen trafen. „Hier gehen pro Abend zwischen 300 und 350 Cocktails raus“, sagten die Barkeeper auf Zeit.

Klaus-Peter Fischbeck zählte zu den treuen Besuchern des Sommerfests. „Ich bin immer hier, wenn die DLRG feiert. Hier trifft man Leute, die man monatelang nicht gesehen hat“, freute sich der Hückeswagener. Die Ortsgruppe unterstützen wollten mit ihrem Besuch auch Regina Triesch und Manfred Schell. „Es haben alle darauf gewartet, das es wieder losgeht, und man nutzt im Moment doch jede Gelegenheit“, sagte das Paar aus Remscheid. 

Das Rahmenprogramm war auf alle Altersgruppen und Familien ausgerichtet – angefangen vom Kinderschminken, über die Hüpfburg bis zur großen Tombola mit mehr als 1000 Preisen. Die Stand-up-Paddling-Schule Kaiao von Frank Noack stellte SUP-Boards zur Verfügung, mit denen die Festbesucher den beliebten Trendsport auf dem Wasser ausprobieren konnten.

Segelschule und SUP-Station stellten Boote und Boards zum Testen zur Verfügung, was gern genutzt wurde.

Ebenso bot die Schule für Sportschiffer ein kostenfreies Probesegeln an. Dagmar Quirijnen und ihre Freundin nutzten das Angebot. „Es war wunderbar und Entspannung pur. Ich kann es nur jedem empfehlen“, schwärmte die Wipperfürtherin von der Segelrunde auf der Talsperre und von den Ausbildungsangeboten der Segelschule.

Erstmals hatte Segelschulen-Inhaber Rainer Lonnemann zusätzlich Tretboote mit dabei, die für eine entspannte Bootstour auf dem Wasser ausgeliehen werden konnten. Die Idee kam bei den Sommerfest-Besuchern sehr gut an. Lonnemann zeigte sich erleichtert darüber, dass die Segelschule nach zwei Jahren Corona-Pandemie nun langsam wieder anläuft: “Wir sind gerade dabei, uns zu erholen.“

Politiker übernehmen Schichten am Bierstand

Regenerieren muss sich auch die DLRG-Ortsgruppe. „Über die Pandemie haben wir natürlich auch Helfer und Mitglieder verloren, was kein Wunder ist, wenn man über zwei Jahre lang nicht mehr vor Ort war“, räumte Adrian Borner ein. Schwierig seien derzeit auch die Schwimmkurse, da das Hückeswagener Bürgerbad aufgrund von Sanierungsarbeiten über einen langen Zeitraum geschlossen bleiben muss. „Wir sind nach Kürten ausgewichen. Den Weg dorthin nehmen aber nicht alle Eltern in Kauf“, fügte der Vorsitzende hinzu. Über die Schwimmkurse generieren die Lebensretter jedoch ihren Nachwuchs, der nun ebenfalls fehlt.

Finanzielle Mittel benötigt die Ortsgruppe unter anderem für den Bau der neuen Fahrzeughalle mit Lagerfläche. In der nächsten Woche rechnet die DLRG mit der Bewilligung des Leaderantrags; dann kann das Bauvorhaben endlich starten. „Durch die lange Wartezeit haben wir schon jetzt eine Preissteigerung von etwa 20 Prozent“, kündigte Geschäftsführer Heiko Altendorf an. „Wir brauchen ein erfolgreiches Fest, wenn wir den Bau stemmen wollen“, fügte Adrian Borner hinzu. Der bisherige Schuppen wurde bereits abgerissen. Die darin verstauten Fest-Utensilien wie Zelte und Planen mussten erst einmal wieder zusammengesucht werden. „Nach zwei Jahren Pause war bei den Vorbereitungen noch etwas Sand im Getriebe“, berichtete Heiko Altendorf. Durch die Hilfe der Mitglieder, deren Familien und Freunde der DLRG konnte das Festwochenende aber wieder in gewohnter Weise gestemmt werden.

Am Sonntag übernahmen einige Politiker Schichten im Bierstand – darunter Peter Biesenbach, Christian Berger und Carsten Brodesser von der CDU. Aber auch Vertreter der lokalen Parteien SPD, FDP und die Grünen engagierten sich beim Sommerfest. Für die musikalische Unterhaltung sorgte am Sonntag das Duo „Plenty Faces“, während die Gäste am Essensstand für die obligatorische Erbsensuppe und die bergischen Waffeln anstanden. Da auch das Wetter zumindest am Samstag mitspielte, war die Stimmung bestens. Zufrieden zeigten sich das Organisationsteam und der Vorstand. „Wir haben schon Ideen für die Zukunft, wie beispielsweise die Überlegung, den Freitag als Festtag wieder mit dazu zu nehmen“, kündigte Adrian Borner an. Was davon jedoch umgesetzt werden wird, stehe noch in den Sternen. „Für die Umsetzung muss uns in erster Linie die Pandemie in Ruhe lassen“, fügte der Vorsitzende hinzu.

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