Ostafrika

Wertkaffee hilft den Menschen in Afrika

Geschäftsführer Chris Pfeiffer (l.) hatte im Mai die Kaffeebauern Linah und Paul Lilan aus Kenia zu Gast.
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Geschäftsführer Chris Pfeiffer (l.) hatte im Mai die Kaffeebauern Linah und Paul Lilan aus Kenia zu Gast.

Drei Hückeswagener importieren fair gehandelte Produkte kenianischer Bauern.

Von Wolfgang Weitzdörfer

Hückeswagen. Vor fünf Jahren hatten Jörn, Chris und Michael Pfeiffer die Idee, fair gehandelten Kaffee aus Kenia zu importieren und zu verkaufen. Aus der ersten Idee ist 2017 die eigene Firma Wertkaffee geworden, 2018 kam der erste Container mit Kaffee aus den Bergen der Nandi Hills im ostafrikanischen Land Kenia in Deutschland an.

Jetzt blicken die Jungunternehmer auf fünf erfolgreiche Jahre zurück, in denen sie ihr Unternehmen 2020 um eine Manufaktur im ehemaligen Vereinsheim sowie ein Jahr später um Büroräume in Köln erweitert haben. Zur Jubiläumsfeier hatte das Hückeswagener Unternehmen dorthin eingeladen. „Wir wollten zusammen mit unseren Freunden, Stammkunden und Wegbegleitern feiern – und hatten dazu einen Barista engagiert, der unseren Kaffee zubereitet hat“, sagt Chris Pfeiffer, der schon seit einiger Zeit Geschäftsführer von Wertkaffee ist und selbst auch schon mehrfach vor Ort in Kenia war.

Die erste Idee zum Kaffee-Projekt sei bereits 2016 entstanden, erzählt Chris Pfeifer. Ein wesentlicher Teil des Projekts sei die Unterstützung für ein Hilfsprojekt in Kenia, das den Namen „Crossroads“ trägt und sich mit jungen Menschen beschäftigt, die aus dem Gefängnis kommen und resozialisiert werden sollen. „Sie werden dabei unterstützt, ihr Leben in den Griff zu bekommen und künftig ohne Konflikte mit dem Gesetz leben zu können“, sagt Chris Pfeiffer. Das Motto, dass sich die Hückeswagener Kaffee-Importeure auf die Fahnen geschrieben hat, bringt diese Zweigleisigkeit zum Ausdruck: „Wer don’t just make Coffee, we make good things work“ – auf deutsch sinngemäß: „Wir machen nicht nur guten Kaffee, sondern bringen gute Dinge auf den Weg.“

In fünf Jahren schon über 30.000 Euro gesammelt

Für dieses Projekt, das mitten in den Nandi Hills im Westen des ostafrikanischen Landes angesiedelt ist, wird bei der Kaffee-Produktion Geld gesammelt. „Wir haben insgesamt in den vergangenen fünf Jahren schon 30.680 Euro gesammelt“, sagt Chris Pfeiffer. Die Spenden kämen über den verkaufen Kaffee zusammen – ein Euro pro Kilo fertigen Kaffees und 25 Cent pro Kilo Rohkaffees würden gespendet. Das zeige den Erfolg des Kaffee-Projekts – und auch, dass die Akzeptanz des fair gehandelten Kaffees aus Kenia steige.

Der Auftrag, wie es Chris Pfeiffer bezeichnet, den man mit dem Mehrwert-Kaffee verfolge, sei indes noch nicht erfüllt. So habe man im vergangenen Jahr die Bezugsquellen von Kaffee aus Indien und Brasilien auf die Standards des kenianischen Kaffees anpassen können. „In unseren Espresso-Sorten Majaliwa und Furaha sind Anteile aus brasilianischen und indischen Kaffeebohnen enthalten. Es ist jetzt so, dass die Bohnen so angebaut und produziert werden, dass sie die gleichen Ansprüche an Entlohnung und Arbeitsbedingungen erfüllen, wie sie bei unseren kenianischen Kaffeebauern gelten“, betont Chris Peiffer. „Es ist nicht nur durchaus ein Markt für fair gehandelten Kaffee vorhanden. Es entwickelt sich auch eine schöne Community hier vor Ort“, sagt Chris Pfeiffer. Das habe sich auch bei der Feier zum Firmenjubiläum gezeigt.

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