Hückeswagen

Werbegemeinschaft steht vor „neuen Wegen“

2023 könnte man mit dem Stadtmarketing fusionieren

Von Wolfgang Weitzdörfer

Das 52. Jahr ihres Bestehens könnte auch das letzte der Werbegemeinschaft werden. Denn für 2023 bahnt sich ein Zusammenschluss mit dem Stadtmarketing an, wie auf der Hauptversammlung deutlich wurde. Gut zwei Stunden drehte sich die Diskussion im Saal des Kolpinghauses um den Tagesordnungspunkt „Beschluss über das Ende der Werbegemeinschaft und das Gehen von neuen Wegen.“

Modehändler Dirk Sessinghaus sagte: „Wir haben das absichtlich ein wenig drastisch ausgedrückt.“ Der Arbeitskreis der Werbegemeinschaft habe sich durch diese Formulierung eine erhöhte Teilnahme der Mitglieder erhofft. Eine Hoffnung, die sich nicht erfüllte.

„Wir sind hier, um zu sehen, wo wir stehen“, betonte Sessinghaus. Der Arbeitskreis schrumpfe immer weiter, und die Arbeit werde immer schwerer. „Wir sind schon lange auf der Suche nach Nachwuchs – aber leider ohne Erfolg.“ Wenn niemand Neues dazu komme, könne die Arbeit der Werbegemeinschaft nicht weitergeführt werden.

Alexander Still, der für die Sparkasse in der Werbegemeinschaft sitzt und Kassierer im Stadtmarketing ist erläuterte: „Es gibt in beiden Gruppierungen Engagement und Schnittmengen. Die Idee ist, Werbegemeinschaft und Stadtmarketing zusammenzubringen.“ Grundsätzlich ändere sich nicht so viel. Vielmehr gehe es vor allem darum, Synergien zu nutzen, um effektiver arbeiten zu können.
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Es sei einfacher, alseinen Verein neu zu gründen

Alle Mitglieder der Werbegemeinschaft seien ohnehin bereits ebenfalls Mitglieder im Stadtmarketing. „Es geht aber nicht darum, dass die Werbegemeinschaft vom Stadtmarketing ‚geschluckt‘ würde“, versicherte er. „Es ist einfach so, dass das Stadtmarketing ein Verein ist, der umbenannt und mit neuem Vorstand versehen werden soll.“ Das sei der einfachere Weg, da die Neugründung eines Vereins mit vierstelligen Kosten verbunden sei. Still sieht durchaus die Sorge, etwas Bekanntes aufgeben zu müssen, um etwas Neues zu beginnen. „Aber was ist die Alternative?“, stellte Stephan Lapp in den Raum. „Wenn wir uns nicht neu aufstellen, wird es kein aktives Leben im Einzelhandel in Hückeswagen mehr geben.“

Das neue Konstrukt soll unter dem Namen „Wir sind Hückeswagen“ firmieren. Das sollte bereits zum 1. Januar starten, berichtete Rechtsanwältin Petra Rutkowski. „Aber das war doch zu kurzfristig. Wir wollen jetzt für die Idee werben und dann in die Umsetzung gehen, sobald es sinnvoll möglich ist.“

Uwe Heinhaus wollte wissen, ob es bereits ein Konzept gebe. Stills Antwort: „Es gibt Schlagworte, Ideen, aber kein fertiges Konzept in der Schublade.“ Wichtig sei, dass die Projekte der Werbegemeinschaft weitergeführt werden sollten – neben der Entwicklung neuer Ideen gehe es vor allem darum, die Arbeit auf mehrere Schultern zu verteilen.

Lapp betonte: „Die Idee ist, mit allen 50 Mitgliedern in Ruhe zu reden. Heute ist der Startschuss gefallen, um Mitstreiter für die Neugründung zu gewinnen.“

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