Verkehr

Weiß auf Grau: Behindertenstellplätze werden neu markiert

Haupt- und Finanzausschuss lehnt blaue Farbe ab.

Von Wolfgang Weitzdörfer

Hückeswagen. Es ist ein Thema, über das bereits ausgiebig diskutiert wurde und über das jetzt in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses eine Entscheidung getroffen wurde – die Markierungen der Behindertenstellplätze im Stadtgebiet. Derer gibt es im Stadtgebiet 23 – 15 im Stadtzentrum, acht weitere in der näheren Umgebung. Bereits im Februar war die Verwaltung gebeten worden, die Stellplätze zu begutachten und auf ihre Sichtbarkeit hin zu überprüfen. „Dabei ist deutlich geworden, dass der Bedarf zur Erneuerung der Stellplatzmarkierung bei einem Großteil der Parkplätze gegeben ist – bei 18 der 23“, sagte Verwaltungsmitarbeiter Waldemar Kneib.

Bei den meisten Stellplätzen sei die Markierung am Boden verblasst oder gar nicht mehr sichtbar. Nur am Etapler Platz, an der Bahnhofstraße sowie an der Islandstraße seien die Markierungen noch gut sichtbar, sagte Kneib. „Hier besteht kein Handlungsbedarf, wobei bei den Stellplätzen an der Islandstraße im Zuge des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts nachgearbeitet werden soll“, sagte der Verwaltungsmitarbeiter. Es sei vorgesehen, die Markierungen an den Stellplätzen in den Wupperauen, am Bürgerbüro, am Aldi-Parkplatz, an den Parkplätzen vor dem Kodi-Markt und vor dem Rossmann-Markt sowie am Sportplatz Schnabelsmühle, am Friedhof Am Kamp, an der Mehrzweckhalle, vor dem Bürgerbad, an der Pauluskirche und am Schlossplatz zu erneuern. 300 Euro soll das pro Stellplatz kosten.

Während die Notwendigkeit der Markierung einhellig so gesehen wurde, wurde über die Art der Markierung noch einmal diskutiert. Denn der Vorschlag, den die Verwaltung brachte – eine weiße Umrandung sowie ein Rollstuhlpiktogramm, ebenfalls in Weiß – stieß bei den Ausschussmitgliedern nicht auf einhellige Zustimmung. Der Arbeitskreis Inklusion habe zur besseren Sichtbarkeit eine farbige Markierung gefordert. Damit sich diese von den anderen Markierungen für Parkplätze abhebe. Wenn man dem nicht Rechnung trage, würde man sich vom Antrag des Arbeitskreises entfernen, hieß es. Bernhard Römer von der Lebenshilfe und Mitglied im Arbeitskreis, sagte: „Es geht nicht nur ums Nachziehen der Linien, sondern auch die Hervorhebung – die Einheitlichkeit ist ebenfalls sehr wichtig.“

Politiker drängen auf schnelle Lösung

Auf den Vorschlag, eine blaue Markierung sogar vollflächig einzusetzen, sagte Bauamtsleiter Andreas Schröder: „Blaue Farbe auf grauem Asphalt – das halte ich für absolut kontra und verstehe ich auch nicht.“ Willi Endresz hingegen signalisierte Zustimmung zum Vorschlag der Verwaltung, da seine Partei der Ansicht sei, dass nun vor allem schnell etwas geschehen müsse. Dem stimmte auch Bürgermeister Dietmar Persian zu. „Es ist keine Missachtung der Arbeit des Arbeitskreises Inklusion, ich bin ebenfalls der Ansicht, dass nun etwas geschehen muss, da die Markierungen bei einigen der Stellplätze gar nicht mehr erkennbar sind.“

Zuletzt wurde mit sieben zu drei Ja-Stimmen positiv abgestimmt – mit der Maßgabe, dass das Piktogramm im entsprechend groß gehalten umgesetzt werden soll.

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