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Vortrag zur Christenverfolgung

Hilfswerk informierte in Hückeswagen.

Das christliche Hilfswerk Open Doors gibt seit 2020 jedes Jahr einen Weltverfolgungsindex heraus. Darin wird ein Überblick über die Religionsfreiheit gegeben, genauer: über die Freiheit, den christlichen Glauben in nicht nur in dieser Hinsicht repressiven Ländern leben zu können. Open Doors wurde 1955 gegründet. Den Anfang machte der Niederländer Anne van der Bijl, auch als Pater Andrew bekannt, in dem er in seinem Käfer Bibeln hinter den Eisernen Vorhang, vor allem nach Polen, geschmuggelt hat. Heute arbeiten mehr als 1000 festangestellte Mitarbeiter bei Open Doors. Das Hilfswerk geht davon aus, dass 360 Millionen Christen weltweit von Verfolgung betroffen sind.

An Sonntagvormittag war Alex Lindt, ein Mitarbeiter von Open Doors, aus Bonn in die Kreuzkirche gekommen, um über die aktuelle Situation der Christenverfolgung zu berichten. Er selbst sei oft in den Ländern, in denen Verfolgung herrsche, etwa in Laos, Vietnam, Nigeria, Saudi-Arabien – und auch in der traurigen Nummer eins der Länder, in denen Christen drangsaliert werden: Nord-Korea. „Dort gibt es faktisch keine Religionsfreiheit. Es gibt Show-Kirchen, in denen Statisten und Schauspieler den Anschein der freien Religionsausübung erwecken. Das dürfen wir Ausländer dann sehen“, sagte Lindt. Bei der Arbeit von Open Doors gehe es zum einen darum, den Menschen zur Seite zu stehen, ihre Geschichten zu erzählen und weiterzugeben, aber auch darum, wertzuschätzen, welche Freiheiten man selbst, hier im sicheren Deutschland, habe. „Wir gehören zu den sieben reichsten und privilegiertesten Prozent der Menschheit“, sagte er.

17 Stunden für den Weg zu einem Gottesdienst in Bhutan

Das betonte Lindt auch noch einmal in seinem Vortrag, der sich an einen Film mit Beiträgen von verfolgten Christen anschloss. „Ich war vor einiger Zeit in Bhutan, einem Königreich, in dem christliche Kirche nur im Untergrund stattfinden darf. Da war ein Mädchen, das 17 Stunden zu einem Gottesdienst unterwegs gewesen ist. Hier war vielleicht heute jemand 17 Minuten unterwegs?“

Eine andere Geschichte einer Christin in Saudi-Arabien war ähnlich eindrucksvoll. „Ihr Mann weiß nicht, dass sie Christin ist. Viermal im Jahr kann sie Gottesdienst feiern – bei ihrem Arzt, der gleichzeitig Pastor ist. Und als Frau darf sie alleine zum Arzt gehen. Das sind ihre Highlights“, sagte Lindt. Schwer, da nicht die Hoffnung oder den Glauben zu verlieren. Das, was jeder auch hier machen könne, sei das Gebet für die verfolgten Mitchristen. -wow-

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