Verein will 2022 wieder durchstarten

Packen im 3-Städte-Depot an: (v.l.) Manfred Schröder, Barbara Mosblech, Gerd Jansen und Frank Franzke. Foto: Artur Krzyzanowski
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Packen im 3-Städte-Depot an: (v.l.) Manfred Schröder, Barbara Mosblech, Gerd Jansen und Frank Franzke.

3-Städte-Depot sucht für den Neustart noch engagierte Senior-Fachkräfte aus Industrie und Handwerk

Von Stephanie Arens-Licciardi

HÜCKESWAGEN Die kleinen und großen Maschinen scheinen im Tiefschlaf; schon lange verklungen scheint hier das gleichmäßige Geratter des Bandwirkstuhls und der mächtige Klang des Ambosses. Barbara Mosblech und Karl-Heinz Vossenbrechner vom 3-Städte-Depot e.V. stehen im schummerigen Herbstlicht in der Halle des Vereins in der Peterstraße 75 und begutachten „ihre“ Schätzchen. „Hier gibt es noch eine Menge Aufräumarbeiten und Reparaturen zu erledigen“, erzählt Barbara Mosblech. „Seit dem Unwetter im Juli, als die komplette Halle fast einen Meter unter Wasser stand, hat sich hier kaum etwas getan. Keine Aktionen und Angebote fanden mehr statt, dafür Aufräum- und Reparaturarbeiten.“

Pandemie und Hochwasser haben dem Verein hart getroffen

Das Jahr 2021 hat den Verein hart getroffen. „Uns haben zwei Ereignisse weit zurückgeworfen: Die Corona-Pandemie und das Hochwasser im Sommer“, sagt der erste Vorsitzende, Karl-Heinz Vossenbrecher. Doch Aufgeben oder gar resignieren, das ist für den Vorsitzenden und seine Mitstreiterinnen und Mitstreiter keine Option. Durchstarten lautet die Devise.

In einer aktuell anlaufenden Plakataktion in Hückeswagen und Umgebung werben die Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler für ein Engagement in ihrem Verein. „Wir suchen, wie nahezu fast jeder Verein, händeringend nach Unterstützern. Gesucht werden vor allem Menschen zwischen 65 und 83 Jahren, die sich mit Eintritt ins Rentenalter ehrenamtlich engagieren möchten“, so Vossenbrecher. So wirbt das 3-Städte-Depot e.V. um Seniorfachkräfte, die aus Industrie und Handwerk stammen und „ein gewisses Faible und Know-how für alte Maschinen der Region mitbringen.“

Jeden Montag treffen sich die knapp 15 Mitglieder zum Aufräumen, reparieren, Austausch oder einfach nur so. „Zu tun gibt es immer etwas“, lacht Barbara Mosblech. „Uns geht es dabei um Spaß, Überzeugung und ein Stück Dollerei bei unserer Tätigkeit“. Mosblech, die sich seit 2019 gemeinsam mit dem ersten Vorsitzenden für den Erhalt und Vermittlung im Kultur- und Bildungsbereich einsetzt: „Uns ist es ein Anliegen, Wissen zu bewahren, zu erhalten und dieses gleichzeitig an die jüngere Generation zu vermitteln.“

Zudem planen die Vorsitzenden künftig, die Hallenpforten jeden zweiten Samstag für Interessierte sowie Technik- und Handwerkfans zu öffnen. „Spätestens 2022 möchten wir wieder richtig durchstarten“, so Mosblech. „Wir haben viele Ideen in der Pipeline und hoffen, dass wir, personell breiter aufgestellt, bald wieder richtig loslegen können.“

Wer Interesse an einem Ehrenamt als Senior-Fachkraft hat, kann sich auf der vereinseigenen Internetseite unter informieren.

www.3-staedte-depot.com

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