Haus Zach

Unplugged-Konzert mit einer tollen Song-Auswahl

Benedikt Anhalt (r.) und Lars Olaf Mayland.
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Benedikt Anhalt (r.) und Lars Olaf Mayland.

Jens Olaf Mayland und Benedikt Anhalt im Haus Zach.

Von Wolfgang Weitzdörfer

Es war ein beinahe sanfter Start ins musikalische neue Jahr im Kultur-Haus Zach: Jens Olaf Mayland am ganz reduzierten Schlagzeug und Benedikt Anhalt an der Gitarre hatten das Konzert als „Live-Probe“ bezeichnet, mit dem Zusatz „Unplugged“. Als die beiden dann in den epischen Bruce-Springsteen-Song „The River“, einstiegen, war klar, in welche Richtung der Abend gehen könnte. Die beiden Musiker spielen sonst in der Johnny-Cash-Tribute-Band Just Cash. Und ihre Titel präsentierte das gut gelaunte Duo mit viel Leidenschaft. Ob es nun „Supergirl“ war, Charts-Hit der Band Raemonn aus dem Jahr 2000, der Cat-Stevens-Klassiker „Wild World“ oder „Fields Of Gold“ von Sting. Die zwei Musiker schafften es, den Song mit Gänsehautgarantie zu interpretieren.

Dass das auch ein wenig flotter genauso gut klang, konnte man dann etwa bei Del Amitris „Nothing Ever Happens“ hören. Da sorgte Jens Olaf Mayland mit dem Shaker-Ei, der Basstrommel und der mit dem Besen gespielten Snaredrum für einen gelungenen Rhythmus, während Benedikt Anhalt mit etwas mehr Schmutz in der Stimme sang. Aus dem zweiten Springsteen-Song des Abends, „Dancing In The Dark“, machte das Duo indes eine Mischung aus Lagerfeuer-Schlager und Leonard-Cohen-Grabeshymne in der ersten Strophe – was diesem im Original so quirligen wie lebendigen Stück Musik als kontrapunktische Interpretation ganz hervorragend stand. In diese Richtung ging auch „A Case Of You“ der großen Joni Mitchell, das der Gitarrist ganz alleine präsentierte.

Zwischendurch konnte man sich über die launigen Kommentare des Duos freuen. Genau wie über die Spontan-Gespräche mit dem Publikum. „Tschuldigung, eine kurze Frage zum Ablauf“, sagte etwa ein Besucher nach einer guten halben Stunde. „Ja, gerne?“, kam es von der Bühne. „Plant ihr eine Pause?“, fragte der Zuschauer. „Ja. Willst du auch noch wissen, wie viele Songs noch kommen?“, fragte Benedikt Anhalt. Eine herrliche kleine Situation.

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