Sanierung

TV Winterhagen spart mit sanierter Halle Geld

Die TVW-Halle wurde saniert. In der Halle wurden neue Deckenbeleuchtungen und neue Oberlichter eingebaut, die von Matthias Kranjc, Jürgen Hausmann, Frank Marquardt und Dennis Eske (v. l.) begutachtet werden.
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Die TVW-Halle wurde saniert. In der Halle wurden neue Deckenbeleuchtungen und neue Oberlichter eingebaut, die von Matthias Kranjc, Jürgen Hausmann, Frank Marquardt und Dennis Eske (v. l.) begutachtet werden.

Vorstand und Sportler sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

Von Heike Karsten

Mit einem zufriedenen Lächeln schaut Jürgen Hausmann auf die Sporthalle des TV Winterhagen. „Wir haben jetzt rundum alles energetisch isoliert“, sagt der zweite Vorsitzende des Vereins. Gerade in den aktuellen Zeiten, wo die Energiekosten im wahrsten Sinne des Wortes durch die Decke gehen, ist das ein großer Vorteil für den Verein. Heizkosten werden gespart, die Abschläge für die Gasheizung halten sich in Grenzen. Und auch die Stromkosten konnten durch eine neue LED-Beleuchtung in der Halle gesenkt werden.

In den Sommerferien wurden die restlichen Arbeiten von Handwerkern aus der Region ausgeführt und abgeschlossen. Die Firma Kurtz und Paffrath tauschte die Lampen in der Halle aus, der Wermelskirchener Dachdeckerbetrieb und Fassadenbau Koch und Kranjc kümmerte sich um die Isolierung der Rückwand und des Dachbodens, die Firma Riedesel setzte an der Rückwand vier neue Fenster ein. Nur drei Wochen lang hatte der Sportbetrieb dafür in den Schulferien pausieren müssen. „Alles hat absolut termingerecht geklappt. Es wurde sehr sorgfältig und sauber gearbeitet“, betonen die Vorsitzenden Dennis Eske und Jürgen Hausmann. Da sich der Vorstand frühzeitig am Anfang des Jahres bei den Handwerksbetrieben angemeldet hatte, gab es auch keine Probleme durch die derzeit langen Lieferzeiten für Fenster und Baumaterial.

Kurtz und Paffrath hatte mit Hilfe eines fahrbaren Gerüsts die Deckenbeleuchtung in der Sporthalle von Leuchtstoffröhren auf LED-Licht ausgetauscht. Die Beratung und das Material lieferte die Firma Holzmann aus Radevormwald. „Mit Auf- und Abbau waren wir in drei Tagen fertig“, berichtet Frank Marquardt von Kurtz und Paffrath. Die Firma Koch und Kranjc hatte den Dachboden mit EPS- (Styropor) und OSB-Platten gedämmt. Die Rückwand des Gebäudes wurde mit Mineralwolle und Aluminiumwelle verkleidet. Trotz der gestiegenen Kosten für das Material hatte die Firma den Angebotspreis beibehalten. „Unter Freunden und für den Verein“, sagt Matthias Kranjc.

2017 hatte der Verein bereits die Außenwand verkleiden lassen

Der Vorstand ist nun guter Dinge, dass die vereinseigene Halle nach der energetischen Sanierung und aufgrund der guten Bausubstanz in den kommenden Jahren keine weiteren Sanierungskosten verursachen wird. „Dank der Isolierung gehen wir davon aus, dass wir mindestens 20 Prozent Energieeinsparungen haben werden“, hofft Jürgen Hausmann. Das bedeutet auch, dass die Sportler weiterhin die Duschen mit warmem Wasser nutzen dürfen. Aus Spargründen hatte die Stadt angekündigt, in den städtischen Hallen nur noch kaltes Wasser zur Verfügung zu stellen.

Möglich wurden die Arbeiten durch Rücklagen des Vereins und durch das Förderprogramm „Moderne Sportstätte 2022“ des Landes Nordrhein-Westfalen. Sie zielt konkret auf die Modernisierung und Sanierung von Sportstätten, die sich im Eigentum von Sportvereinen oder Sportverbänden befinden beziehungsweise gepachtet oder langfristig gemietet sind.

Insgesamt wurden 300 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Staatssekretärin Andrea Milz freut sich, mit den erteilten Förderentscheiden den Vereinen tatkräftig unter die Arme greifen zu können. „Wir haben uns zum Ziel gesetzt, einen spürbaren Beitrag zur Modernisierung unserer Sportstätten in Nordrhein-Westfalen zu leisten. Dies ist uns mit diesem Förderprogramm gelungen. Nun können wir den Sanierungsstau deutlich reduzieren“, sagte Milz. Für die Arbeiten in und an der TVW-Halle in den Sommerferien waren noch mal 46 000 Euro geflossen. Etwa zehn Prozent der Kosten muss der Verein aus eigener Kasse zahlen.

2017 hatte der Verein bereits die Außenwand der 60 Jahre alten Halle an der Vorderseite für etwa 30 000 Euro verkleiden lassen. Im Zuge dieser Sanierungsmaßnahme wurden auch die Glasbausteine im Treppenhaus entfernt und durch neue Fenster ersetzt. Ebenso wurden die Schneefangbalken auf dem Dach erneuert. Eine Kostensenkung in Höhe von 16 bis 18 Prozent konnte der Verein schon nach dem Einbau einer neuen Fußbodenheizung 2015 verzeichnen.

Hintergrund

Idee: Nach dem Zweiten Weltkrieg kam im Januar 1952 die Idee auf, den Turnbetrieb beim TV Winterhagen wieder aufleben zu lassen und eine eigene Halle zu bauen.

Hallenbau: Anfang Juni 1955 lag dem Verein die Baugenehmigung vor – und der Turnhallenbau konnte mit dem ersten Spatenstich begonnen werden. Am 22. Oktober 1955 war das Richtfest. Nach weiteren zehn Monaten, am 21. August 1956, konnte die erste Turnstunde in der neuen Turnhalle abgehalten werden.

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