Musik

Trio startet Jazzparty im Kultur-Haus Zach

Jazzpack-Musiker traten Samstag auf.

Von Wolfgang Weitzdörfer

„Saturday night’s alright to party“ – am Samstagabend lässt sich’s gut feiern. So lautet ein beliebter Spruch in der Musikszene. Im Kultur-Haus Zach ließ sich am Samstagabend tatsächlich eine richtig gute Jazz-Party feiern. Das Jazzpack-Trio – Dirk Prignitz am Saxofon, Lars Willige am Bass und Detlev Haimerl an der Gitarre – hatte den Weg aus der Dom- in die Schloss-Stadt gefunden, um anspruchsvolle und eingängige Kompositionen zu spielen. Darunter waren sowohl Stücke aus eigener Feder als auch Fremdkompositionen. Dabei brauchten die drei gar nicht viel Drumherum auf der Bühne, denn die Musik und das Können sprachen ganz und gar für sich.

Interessant war, dass das Trio ganz ohne Schlagzeug auskam. Aber der Rhythmus kam vom Bass, auch die gezupften Gitarrenakkorde sorgten für ein rhythmisches Grundgerüst, auf dem vor allem das Saxofon solistisch und melodiös herumturnte. Abgesehen davon war dank der reduzierten Besetzung – und vermutlich einer Kombination aus glattem Bühnenboden und entsprechend harten Schuhsohlen – auch das Klacken der Schuhe der Musiker zu hören, wenn diese den Rhythmus mitstampften. Ein zu Beginn des Konzerts durchaus auch ein wenig gewöhnungsbedürftiges Geräusch, an das man sich aber mit zunehmender Spieldauer gewöhnen konnte, was aber wohl nicht jedem im Publikum gefiel.

Die Musik stand im Mittelpunkt – und sonst nichts

Aber abgesehen davon hatte das Trio durchaus ein gutes Händchen bei der Songauswahl bewiesen. Etwa „Stolen Moments“ von Oliver Nelson, einem Song, der schon in den 1960er-Jahren geschrieben wurde. Oder auch den „Work Song“ von Nat Adderley.

Überhaupt stand das gemeinsame Musizieren an diesem Abend im Mittelpunkt. Und klar, der Jazz, gerade in der Trio-Variante, lebte von den solistischen Ausflügen. Trotzdem hatte man zu keinem Zeitpunkt den Eindruck, dass hier irgendwer sich beweisen wollte. Die Musik war das, worum es ging. Sei es in der Henry-Mancini-Komposition „Days Of Wine And Roses“, dem im besten Sinne coolen Joe-Henderson-Stück „Recorda Me“ oder dem von wunderbaren chromatischen Läufen lebenden „Caravan“.

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