Stadtradeln

Tourismusbeauftragte Heike Rösner: „Jeder Kilometer zählt“

2021 erreichte Hückeswagen beim Stadtradeln kreisweit die meisten Kilometer pro Einwohner – Los geht’s diesmal am 4. September.

Von Joachim Rüttgen

Hückeswagen. Wer glaubt, über einen Zeitraum von drei Wochen auf sein Auto verzichten zu können und stattdessen aufs Fahrrad umzusteigen, sollte sich unbedingt für die Aktion Stadtradeln in Hückeswagen anmelden. Vom 4. bis 24. September nimmt auch die Schloss-Stadt daran teil: „21 Tage radeln fürs Klima“, sagt die Tourismusbeauftragte Heike Rösner. Einige Gruppen hätten sich schon angemeldet, darunter die Kolpingsfamilie, der Tennisclub, die Foodsharer, die Johannesstift-Biker, der ATV und eine Gruppe mit dem Namen „Reis“. In 44 Tagen geht es los.

„Jeder Kilometer zählt“, wirbt Heike Rösner, denn dass die Hückeswagener begeisterte Radfahrer sind, haben sie seit der ersten Teilnahme 2018 jedes Jahr eindrucksvoll unter Beweis gestellt. 2021 kamen bei der Aktion 99 137 gefahrene Kilometer zusammen – das entspricht der 2,47-fachen Länge des Äquators. 2020 waren es 81 816 Kilometer und die 2,04-fache Länge des Äquators. 37 Teams mit 379 aktiven Radlern beteiligten sich im vergangenen Jahr, 2020 waren es 35 Teams und 326 aktive Radler. Im Oberbergischen Kreis waren es 213 Teams mit 2006 aktiven Radlern und 484 090 gefahrenen Kilometern.

Die fahrradaktivste Stadt war 2021 Hückeswagen mit 6,38 Kilometern pro Einwohner, noch vor Wipperfürth, die zwar auf 102 280 gefahrene Kilometer kam, aber damit nur 4,67 Kilometer pro Einwohner erradelte. Radevormwald landete auf Platz vier unter zwölf beteiligten Kommunen mit 36.222 Kilometern und 1,64 Kilometern pro Einwohner. Auch 2020 kamen auf die Einwohnerzahl hochgerechnet die meisten Kilometer in Hückeswagen zusammen mit 5,35.

Ob Privatleute oder Firmen – alle sind aufgerufen, mitzumachen. Heike Rösner würde sich wünschen, auch mal einen Stadtradel-Star in Hückeswagen zu küren, der tatsächlich symbolisch seinen Autoschlüssel abgibt und drei Wochen nur mit dem Fahrrad fährt. Ihr gehe es da gar nicht um die Kilometer, sondern um die Bereitschaft, das einfach mal auszuprobieren.

Schulen sollen sich stärker beteiligen

„Ich finde, das soll kein Wettkampf sein, sondern alle sollen sich drauf einlassen“, sagt sie. Es zählen nur Fahrradkilometer, Inliner sind nicht zugelassen. Schön findet die Tourismusbeauftragte, dass Dreijährige Kilometer genauso sammeln wie über 80-Jährige. Auch Rösner hat ein Team aufgestellt – „ein offenes Team für alle, die keine feste Zugehörigkeit haben“, sagt sie. Auch Paare können ein Team bilden. Schön fände sie es auch, wenn sich die Schulen intensiver beteiligen würden. Da gebe es noch Potenzial. Klima passe doch in jeden Lehrplan. Eröffnet wird die Stadtradelaktion sehr wahrscheinlich am Sonntag, 4. September, ab 10 Uhr in den Wupperauen.

www.stadtradeln.de/oberbergischer-kreis

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