Pandemie

Testzentrum in Kobeshofen ist geschlossen

Die Remscheiderin Tuba Günes führt das Testzentrum an der Bahnhofstraße.
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Die Remscheiderin Tuba Günes führt das Testzentrum an der Bahnhofstraße.

Nachfrage wird geringer – Anspruch auf kostenlose Angebote ist eingeschränkt.

Von Heike Karsten

Hückeswagen. Das Corona-Testzentrum der Firma Fleischwaren Blumberg war eine der ersten Anlaufstellen für kostenlose Schnelltests in der Schloss-Stadt. In Kobeshofen und auch in Wiehagen wurden Teststellen eingerichtet. Nach dem Wegfall des Testcontainers auf dem Penny-Parkplatz in Wiehagen hat nun seit dem 1. Dezember auch das Testzentrum Nord in Kobeshofen bis auf Weiteres geschlossen.

Stefan Haas-Nowak, Leiter Qualitätssicherung bei Firma Blumberg, erklärt die kurzfristige Entscheidung des Unternehmens: „Wir hatten die Öffnungszeiten zuletzt schon auf Montag, Freitag und Samstag von 7 bis 12 Uhr heruntergefahren. Am vergangenen Samstag kamen gerade einmal sechs Personen zum Testen. Das rechnet sich nicht mehr.“

Hinzu komme, dass die in den Testzentren gemachten Schnelltests durch die neue Corona-Verordnung ab sofort mit 1,50 Euro weniger vergütet werden. Dabei hatte das Unternehmen vor etwa zwei Wochen noch 1200 neue Test-Kits geordert. Diese würden jetzt intern genutzt. „Unseren Mitarbeitern werden wir auch weiterhin Testmöglichkeiten ermöglichen“, sagt Haas-Nowak.

Die Räumlichkeiten als auch die Zulassungsnummer für das Testzentrum in Kobeshofen sollen aber weiterhin bestehen bleiben. „Wenn Bedarf besteht, können wir von einen auf den anderen Tag wieder öffnen“, kündigt Haas-Nowak an.

In der Innenstadt bieten noch die Montanus-Apotheke und das Testzentrum Hückeswagen im ehemaligen Weinlädchen an der Bahnhofstraße Corona-Schnell- und PCR-Tests an. Die Remscheiderin Tuba Günes hat das Hückeswagener Testzentrum im Dezember 2021 übernommen und möchte den Hückeswagenern ihren Service auch weiterhin durchgehend an sieben Tagen die Woche anbieten.

Kostenfrei sind die Tests jedoch nur noch zu bestimmten Zwecken, wie beispielsweise für einen anstehenden Besuch in einem Krankenhaus oder Altenheim. 80 Prozent aller Personen würden sich auch aus genau diesem Grund testen lassen.

Wer aus dem Raster der subventionierten Tests herausfällt, muss zehn Euro zahlen. „Die Leute ärgern sich sehr darüber“, berichtet die Geschäftsführerin, die viele Hückeswagener bereits mit Namen kennt und oft mit ihnen ins Gespräch kommt. „Keiner möchte Geld bezahlen. Aber wenn sich immer weniger Menschen testen lassen, bricht eventuell vor Weihnachten noch eine dicke Corona-Welle aus. Das macht mir schon Sorgen“, betont Tuba Günes.

Im Testzentrum der Montanus-Apotheke wird noch von Montag bis Samstag auf die Coronaviren getestet. Zwar wird jede Person, von der ein Nasenabstrich genommen wird, nach dem Grund für diesen Test gefragt. „Noch kosten die Tests bei uns aber nichts“, sagt Apotheken-Mitarbeiterin Rita Junker.

Auch die PCR-Tests müssen nicht bezahlt werden, wenn denn der Schnelltest vorab positiv war. Da diese Testergebnisse aber derzeit kaum noch für Veranstaltungen oder auch Reisen gefordert werden, sei auch hier die Nachfrage stark rückläufig.

Hintergrund

In der Schloss-Stadt gibt es für Corona-Schnelltests derzeit noch folgende Anlaufstellen:

Montanusapotheke, Islandstraße 50, Montag bis Freitag, 8 bis 18.15 Uhr, samstags von 8.30 bis 12.45 Uhr.

Testzentrum Hückeswagen, (Globale 40 Marketing GmbH), Bahnhofstraße 3, Montag bis Freitag, 7 bis 16 Uhr, samstags und sonntags von 9 bis 16 Uhr.

Außerdem gibt der Oberbergische Kreis die Frauenarztpraxis Dr. Stein am Etapler Platz 2 und das Ärzteteam Beckert und Lode am Brunnenweg 2 als Teststationen an.

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