Justhof

Teilnehmer lassen sich den Whisky schmecken

Sie hatten Spaß beim ersten Whisky-Tasting: Steffen Eutin aus Odenthal, Stipe Jukic und Johannes Dahm aus Remscheid (v. l.) Foto: Bernd Büllesbach
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Sie hatten Spaß beim ersten Whisky-Tasting: Steffen Eutin aus Odenthal, Stipe Jukic und Johannes Dahm aus Remscheid (v. l.)

Zum ersten Mal gab es im Justhof ein Whisky-Tasting für Anfänger. Teilnehmer erfuhren viel rund um das hochprozentige Getränk.

Von Bernd Büllesbach

Mit der prosaischen Bezeichnung „Wasser des Lebens“ meint der Schotte „seinen“ Whisky. Um das zu erfahren, wurde in der Gaststätte „Justhof“ am Samstagabend Pub-Atmosphäre geschaffen. Daran waren beteiligt als Gastgeber Stefan Kalischke und Denis Schmitz aus Wipperfürth, der Gastronom Michael Rademacher und die Band „No. 4 Mill Street“ aus Hückeswagen. Mit authentischer irisch-schottischer Folkmusik schufen sie die Grundstimmung für ein besonderes Event. 25 Gäste hatten immerhin 55 Euro bezahlt, um an dem Whisky-Tasting „Arround the World“ teilzunehmen, inklusive eines Menüs.

Stefan Kalischke erläuterte über eine Power Point Präsentation zuerst Grundsätzliches zum Thema Single Malt, die zwei Bedingungen erfüllen müssen. Sie stammen zum ersten aus einer einzigen Brennerei, sind also kein Verschnitt aus mehreren Whiskysorten. Zum zweiten wird als Getreide ausschließlich gemälzte Gerste verwendet. Hinzu kommt ihre besonders lange Lagerung. Die Reifungszeit währt oft ein Jahrzehnt und länger.

Um eben die besonderen Geschmacksnuancen zu erfahren, ergriffen die Gäste das erste Glas von insgesamt sechs zu verkostenden Whiskys. Wobei die Gläser eher einem Cognacschwenker glichen, als einem kubischen Whisky-Glas. „Dadurch, dass sich das Glas nach oben verjüngt, sind die Aromen besser zu genießen“ erklärte Kalischke und forderte auf: „Lassen Sie die Gedanken schweifen, erraten Sie die Aromen.“

Der „Paul John Brilliance“ aus Indien offenbarte Aromen von Nougat, Orangenblütenhonig und Anklängen von Vanille. Der Geschmack erinnerte an Gerste, Demerarazucker, Kakao und Kräuter. Die John Brennerei wurde 1992 von Paul P. John in Goa im Süden Indiens gegründet und produziert Whisky nach britischem Vorbild. Der Preis für die Flasche liegt bei etwa 45 Euro schon im oberen Drittel des Angebots. „Wir sind keine Snobs, die meinen, unter 100 Euro gibt es keinen guten Whisky“ erklärte Denis Schmitz die Auswahl.

Reise um die Welt mit Whisky aus Japan, Indien und Schweden

Weiter ging die Reise um die Welt mit einem japanischen Whisky. Den favorisierte Johannes Dahn sofort. Der „Nikka Black Pure“ überzeugte Dahm mit seinen Aromen von Frische und Backpflaumen, im Geschmack leichte Eiche und nussig. Aus dem Land „Der aufgehenden Sonne“ ging es wieder zurück auf die Insel. Der präsentierte „Readbreast“ ist zwölf Jahre alt und kommt aus Irland. Das ist ein Whisky mit enormer Tiefe und Substanz. Der hohe Sherry-Fassanteil führt zu einem würzigen und fruchtigen Aroma. Der „Glenmorangie Lasanta“ durfte die letzten beiden Jahre seiner Reifezeit in Oloroso Sherry-Fässern aus der Region Jerez in Spanien verbringen, nachdem er zehn Jahre in Ex-Bourbon-Fässern aus amerikanischer Weißeiche lagerte und dort die klassischen Scotch- Aromen erlangte. Der „DeCavo Handcrafted“ stammt aus Deutschland und braucht sich nicht hinter den bereits vorgestellten Sorten zu verstecken. Er ist an diesem Abend mit 50 Euro aber auch der teuerste Whisky.

Schweden bildete das letzte Land in der „Reise um die Welt“ und war mit „Mackmyra Svens Röck“ der Geschmacksfavorit von Kurt Bauer aus Hückeswagen. Leicht rauchig und würzig mit Noten von Wacholder im Aroma. Der Geschmack ist rauchig und leicht salzig mit Eiche, Wacholder, Anis mit einem Hauch von Tabakblättern und Gewürzen. Außerdem hat der schwedische Whisky noch einen besonderen Vorteil: Bei einem Preis von 30 Euro war er der preiswerteste unter den sechs Sorten.

TASTING FOR BEGINNERS

TIPPS Die Freunde Denis Schmitz und Stefan Kalischke haben im vergangenen Jahr eine GbR gegründet. Die Tastings werden ab sechs Personen angeboten. Mit dem Tasting „Whisky for Beginners“ erklären sie Herkunft, Herstellung und geben Tipps zum Genießen.

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