Anwohner ärgern sich

Straßenlaternen brennen im Hellen

Um 6 Uhr leuchtete die Straßenlaterne an der Feldstraße noch.
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Um 6 Uhr leuchtete die Straßenlaterne an der Feldstraße noch.

Eine gestörte Steuerungsanlage war verantwortlich.

Von Joachim Rüttgen

Hückeswagen. Da staunte Leserin Bettina Wiederhöft: Als sie am Donnerstagmorgen mit dem Rad auf dem Weg zur Arbeit war, brannten zwischen 6.10 und 6.25 Uhr noch die Straßenlaternen an der Feldstraße. Auch an der August-Lüttgenau-Straße, in Westhofen und im Gewerbegebiet Winterhagen leuchteten die Laternen, obwohl es ja schon hell war.

Diese Erfahrung machte auch Stefan Stawicki, der mit seinem Wagen um 6.30 Uhr unterwegs war. „Geärgert habe ich mich darüber, dass an der B 483 in Höhe Herweg die Straßenbeleuchtung brannte. Noch mehr geärgert habe ich mich darüber, dass scheinbar im gesamten Innenstadtbereich die Straßenbeleuchtung brannte. Wäre es da nicht möglich, mit dem Sparen anzufangen und die Beleuchtung dann abzustellen, wenn es hell ist?“, fragt er sich. Das findet auch Bettina Wiederhöft. „Ist es wirklich erforderlich, dass um diese Uhrzeit, wenn es schon hell ist, und in den Ferien, wo kaum ein Fußgänger unterwegs ist, im Rahmen des Energiesparens die Beleuchtung an ist? Kann die nicht nachts ganz ausbleiben, oder zumindest in der ersten Dämmerung abgeschaltet werden? Die Stadt erarbeitet ein Energiesparkonzept. Ist die Beleuchtung noch nicht in dieses Konzept eingeflossen?“, fragt sie sich.

Ausfall der Tonrundsteueranlage der Westnetz GmbH

Die Bergische Energie- und Wasser GmbH (BEW) in Wipperfürth bestätigte auf Anfrage, dass es am Donnerstagmorgen erneut zu einem Ausfall der Tonrundsteueranlage der Westnetz GmbH gekommen ist. Pressesprecherin Sonja Gerrath erfuhr von Sebastian Kersten, Abteilungsleiter Netzbau und Netzbetrieb, auch, dass die Ausfälle am Sonntagabend und am Donnerstagmorgen unabhängige Störungsursachen hatten. Demnach war am Sonntag in Hückeswagen, Wermelskirchen und Wipperfürth die Spannungsversorgung der Steuerungsanlage ausgefallen, während am Donnerstag die Steuerungsanlage selbst gestört war.

Die Tonrundsteueranlage sei in einer 110-kV-Anlage der Westnetz verbaut. „Die Rundsteuersignale nutzen wir als BEW bzw. BEW Netze, aber auch andere benachbarte Netzbetreiber nutzen diese Signale“, erläutert Gerrath. Insgesamt habe die BEW etwa 450 Rundsteuerempfänger verbaut. Über diese würden viele Lampen ein- und ausgeschaltet. „Es ist also nicht in jeder Lampe ein Rundsteuerempfänger“, sagt die Sprecherin. Mit Hilfe der Anlage ließen sich von einer zentralen Stelle die Schaltzeiten bedarfsgerecht ändern. So erfolge die Ein- und Ausschaltung je nach Dämmerung zu unterschiedlichen Uhrzeiten. „Uns ist daran gelegen, die Straßenbeleuchtung möglichst sparsam und energieeffizient zu betrieben, so ist bereits der Großteil der Leuchten mit LED- Technik versehen“, erläutert Sonja Gerrath.

Ebenso wichtig sei die Sicherheit. So würden unbeleuchtete Zebrastreifen oder Fußgängerüberwege mehr Gefahren bergen als eine beleuchtete Variante. Daher habe die BEW am Sonntag wichtige Punkte von Hand eingeschaltet. Auch zu Wartungs- und Testzwecken würde die Straßenbeleuchtung auch mal tagsüber eingeschaltet.

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