Katholische Pfarrgemeinde

Stille in der Kleiderkammer hat ein Ende

In der Kleiderkammer ist die Auswahl nach zweijähriger Corona-Zwangspause wieder groß.
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In der Kleiderkammer ist die Auswahl nach zweijähriger Corona-Zwangspause wieder groß.

Angebot der katholischen Pfarrgemeinde kehrte nach der Corona-Pause zurück.

Von Wolfgang Weitzdörfer

Hückeswagen. Noch ist am Samstagmorgen wenig los. Aber dennoch merkt man, dass Helferinnen in der Kleiderkammer der katholischen Pfarrgemeinde St. Mariä Himmelfahrt voller Vorfreude sind. Endlich, nach mehr als zwei Jahren der Corona-Zwangspause, durften die „Kammerzofen“, wie die Frauen auch liebevoll genannt werden, wieder ihrer ehrenamtlichen Aufgabe nachgehen.

Eine Ausnahme hat es allerdings bereits im April gegeben. Damals war die Kleiderkammer für zwei Tage geöffnet gewesen. An einem Tag hatten speziell Kleidung und Spielzeug für die ukrainischen Familien und Kinder abgegeben werden können, die dann am zweiten Tag abgeholt werden konnten. Aber sonst habe zwei Jahre Stille in der Kleiderkammer geherrscht, wie „Kammerzofe“ Margarete Deja sagt.

Die Freude über den Neustart ist ihr deutlich anzumerken. „Wir freuen uns wirklich sehr, dass wir endlich wieder loslegen können“, sagt sie. Lang genug habe die Auszeit jetzt gedauert. Einige der Frauen hätten in der Zwischenzeit das Ehrenamt auch niedergelegt, hauptsächlich aus Altersgründen. „Daher würden wir uns über die eine oder andere helfende Hand sehr freuen. Insgesamt sind wir jetzt aktuell sechs Helferinnen“, sagt sie.

Hückeswagener haben die Kleiderkammer nicht vergessen

Ein wenig gearbeitet hätten sie in den vergangenen zwei Jahren dann allerdings doch – aber unter Ausschluss der Öffentlichkeit. „Wir haben ein großes Lager, in dem wir viele Kleidungsstücke haben. Zuletzt haben wir die Sommerware aussortiert und nach oben gebracht. Zwischendurch haben wir auch ab und zu Spendern die Tür aufgemacht, aber eben nicht regelmäßig“, sagt sie. Eigentlich sei der Neustart schon für Anfang Januar geplant gewesen – Corona habe dem aber auch erneut einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Die „Kammerzofen“ wuseln gut gelaunt durch die beiden Räume und stellen die gespendeten Kleidungsstücke und Spielsachen auf. Ein wesentlicher Teil, der zu einem Besuch in der Kleiderkammer dazugehört hat, ist der kleine Frühstückstisch. „Wir haben den allerdings jetzt noch nicht wieder im Angebot. Aus zwei Gründen – einmal sind unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Frühstückstisch auch zwei Jahre älter geworden und waren vorher schon betagt. Außerdem müssen wir sehen, wie sich das unter Corona-Bedingungen wieder einführen lässt“, sagt Margarete Deja. Abgesehen davon sei es erst der erste Tag seit der langen Pause. „Wir werden sehen, wie es sich alles wieder entwickelt. Zunächst einmal ist es gut und wichtig, dass wir unser Kernangebot wieder anbieten können“, sagt sie.

Die Hückeswagener selbst hätten die Kleiderkammer über die zwei Jahre hinweg nicht vergessen. „Zuletzt war auch eine Familie aus Norddeutschland wieder mit ihrem VW-Bus da. Sie haben noch Verbindungen nach Hückeswagen und kommen einmal im Jahr zu uns – mit einem vollgepackten Auto“, sagt Margarete Deja schmunzelnd.

Die Kleiderspenden seien das ganze Jahr über extra für die Kleiderkammer in St. Mariä Himmelfahrt gesammelt worden. „Das ist schön, dass das auch in Corona weiter funktioniert hat“, sagt Margarete Deja.

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