Kreuzung

Statt einer neuen Ampel gibt es neue Staus

Vor allem im Berufsverkehr bilden sich Staus vor der Ampel an der Kreuzung an der Stadtbibliothek.
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Vor allem im Berufsverkehr bilden sich Staus vor der Ampel an der Kreuzung an der Stadtbibliothek.

Anlage an der Kreuzung nahe der Stadtbibliothek sollte eigentlich 2021 erneuert werden – Verzug durch Grundschulneubau.

Von Stephan Büllesbach

Hückeswagen. Sie ist seit Jahren für viele Autofahrer und auch so manche Anwohner, die durch die Abgase und Motorengeräusche der stehenden Fahrzeuge genervt sind, ein einziges Ärgernis: die Ampelanlage auf der B 237 an der großen Kreuzung Friedrich- / Bach- / Heiden- /Lindenbergstraße nahe der Stadtbibliothek. Vor allem im Berufsverkehr geht häufig gar nichts mehr, und Staus auf der Bundesstraße in beide Richtungen bis hinter die Einfahrt zum Brunsbachtal oder zum Kindergarten Rappelkiste an der Bachstraße sind die Folgen. Immer wieder war die Ampelschaltung in den vergangenen Jahren auch ein Thema des „Bürgermonitors“ unserer Redaktion. Doch trotz der Mitteilung des Landesbetriebs Straßen von 2020, dass die Ampelanlage neu geplant wird, hat sich nichts getan.

Seit circa zehn Jahren ärgere ich mich fast täglich über diese Ampelschaltung.

Anwohner

So meldete sich erneut ein Hückeswagener nun in unserer Redaktion, um seinen Unmut Luft zu machen: „Seit circa zehn Jahren oder länger ärgere ich mich fast täglich über die Ampelschaltung am Stadtpark / Bücherei.“ Jedes halbe Jahr heiße es, dass das Problem bekannt sei, ein Teil bestellt und die Ampel bald ausgebessert werde. „Passiert das wohl noch in diesem Jahrzehnt, dass endlich dafür gesorgt wird, dass dort der Verkehr zügiger läuft ohne Benzin- und Zeitvergeudung und Belastung der Umwelt?“, will er wissen.

Wegen des Neubaus der Löwen-Grundschule ändert sich der Schulweg. Daher soll dieser Bereich der Friedrichstraße umgestaltet werden.

In der Tat ist das Problem beim Landesbetrieb bekannt, der verantwortlich ist unter anderem für die Bundesstraßen. Vorgesehen ist sogar die Erneuerung der Ampelanlage. Aber weil die Stadt nun im Zuge des Neubaus der Löwen-Grundschule im nahen Brunsbachtal, die in zwei Wochen in Betrieb gehen wird, vor einer sich verändernden Schulweg-Situation steht, soll der Bereich erst an die neuen Bedürfnisse baulich angepasst werden. Und das will der Landesbetrieb erst abwarten.

Die Ampeln an der Stadtbibliothek und wenige Meter weiter an der August-Lütgenau-Straße (Kreisstraße 1) aus dem Jahr 1996 waren laut Rainer Herzog, Sprecher der Gummersbacher Regionalniederlassung des Landesbetriebs Straßen, im Erneuerungsprogramm der Niederlassung für 2021 vorgesehen. In diesem Zusammenhang sollte eine Planungsanpassung, angeordnet vom Oberbergischen Kreis, umgesetzt werden. „Diese Planungsüberarbeitung und die Erneuerung der Anlage waren für 2022 geplant“, versichert Herzog.

Da aber die Stadt wegen des Schulneubaus im Brunsbachtal mehrere Änderungen der Kreuzung und der Einmündung mit der K 1 plant sowie eine Überarbeitung der bereits vorliegenden Signalplanung vorgesehen war, wurde der Umbau der Anlagen durch den Landesbetrieb zunächst einmal zurückgestellt. „Eine detailliertere Bauablaufplanung der Gesamtmaßnahme, die von der Stadt Hückeswagen als Verursacher durchgeführt werden muss, liegt uns bisher nicht vor“, betont der Landesbetrieb-Sprecher.

Bauamtsleiter Andreas Schröder bestätigt seine Aussage. Dass die Stadt im Bereich der Ampelanlagen Veränderungen vorsieht, „resultiert aus der Analyse der Schulwege zur neuen Löwen-Grundschule“. Nach Einschätzung des Gutachters sei der Weg über die Bundesstraße über die vorhandenen Querungsmöglichkeiten zu umständlich, da je nach Wegebeziehung bis zu drei Querungen mit Ampelschaltung und eine weitere ohne Ampel (Heidenstraße) zu benutzen seien. „Empfohlen wird eine direkte Verbindung zwischen Bibliothek und Stadtpark“, sagt Schröder. Darüber hinaus wird der Rechtsabbieger von der Friedrich- auf die August-Lütgenau-Straße als „äußerst ungünstig für querende Kinder“ eingestuft.

Konkrete Planungen gibt es von beiden Seiten noch nicht

Dazu führt die Stadt nun Gespräche mit dem Landesbetrieb. Ausgelotet werden soll laut Schröder dabei, ob und welche Maßnahmen ergriffen werden können, um die Situation in diesem Bereich zu verbessern. „Da wir uns in einer für hiesige Verhältnisse sehr komplexen Verkehrssituation befinden, sind wir bislang nur in Vorgesprächen, konkrete Planungen gibt es noch nicht“, stellt der Bauamtsleiter klar. In diesem Zusammenhang sei es aber folgerichtig, dass eine Überarbeitung der Ampel zunächst zurückgestellt werde. „Dies wurde mit der Stadt auch kommuniziert.“

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