Stadt sucht weiteren Wohnraum

Die Unterkunft an der Peterstraße ist für Geflüchtete aus der Ukraine hergerichtet worden. Foto: Persian
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Die Unterkunft an der Peterstraße ist für Geflüchtete aus der Ukraine hergerichtet worden.

45 Geflüchtete aus der Ukraine sind in Hückeswagen gemeldet

Von Markus Schumacher

Der Krieg in der Ukraine sorgt für weiter steigende Flüchtlingszahlen in Europa. „Auch in Hückeswagen sind die ersten Geflüchteten angekommen“, teilt Torsten Kemper von der Stadtverwaltung mit. Viele von ihnen seien derzeit privat untergekommen, aber auch in der Flüchtlingsunterkunft an der Peterstraße seien bereits Belegungen vorgenommen worden.

Fachbereichsleiter Alexander Stehl präzisiert: „Nach Stand heute sind 45 Personen aus der Ukraine in Hückeswagen als Geflüchtete gemeldet. Davon sind bisher 20 Personen in der städtischen Unterkunft in der Peterstraße untergebracht worden, der Rest in privaten Unterkünften.“

„Das Land bemüht sich darum, die Geflüchteten gleichmäßig auf die Kommunen zu verteilen.“

Dietmar Persian, Bürgermeister

Aufgrund der weiterhin unberechenbaren Lage in der Ukraine sei mit weiteren Geflüchteten zu rechnen. Bürgermeister Dietmar Persian: „Wir gehen davon aus, dass wir in dieser und den kommenden Wochen mit der Ankunft von weiteren Personen rechnen können. Gerade in den Großstädten ist die Zahl der Angekommenen in den letzten Tagen stark gestiegen und dort gibt es Probleme, alle Personen unterzubringen. Das Land bemüht sich daher darum, die Geflüchteten gleichmäßig auf die Kommunen zu verteilen.“

Mit der Unterkunft an der Peterstraße habe die Stadt zunächst einige Kapazitäten für weitere Zuweisungen, aber dennoch werden weitere Unterkunftsmöglichkeiten gesucht. Persian: „Wir haben schon einige Objekte im Blick und prüfen derzeit, ob diese geeignet sind bzw. wann diese zur Verfügung gestellt werden können.“

Zusätzlich werde weiterhin auch privater Wohnraum gesucht. Alexander Stehl betont aber, dass es sich nicht um kurzfristige Unterkunftsmöglichkeiten handeln sollte: „Was wir benötigen, sind Wohnungen, in denen die Menschen für einen längeren Zeitraum bleiben können. Keiner kann derzeit absehen, wie lange der Krieg in der Ukraine dauert und ob und wann eine Rückkehr wieder möglich sein wird. Wir brauchen daher verlässliche Unterkunftsmöglichkeiten, in denen die Menschen auch eine gewisse Privatsphäre haben.“ Personen, die entsprechende Wohnungen in Hückeswagen anbieten könnten, werden weiterhin gebeten, sich an folgende E-Mail-Adresse zu wenden:

helfen@hueckeswagen.de

Die Stadt nehme dann Kontakt auf und werde die Wohnungen besichtigen, damit passgenaue Zuweisungen vorgenommen werden können.

Die Geflüchteten, die in Hückeswagen ankommen, benötigten außerdem vielfach Unterstützung bei den täglichen Aufgaben. Dabei sei natürlich die Sprache oftmals eine große Hürde. Die Stadt freue sich daher, wenn Menschen mit ukrainischen oder russischen Sprachkenntnissen sich melden würden, um Geflüchtete zu unterstützen. Auch hier reicht eine E-Mail an obige Adresse.

Aktuelle Infos für Geflüchtete und Helfer hat die Schloss-Stadt Hückeswagen auf einer Sonderseite für die Ukraine-Hilfe zusammengefasst. Die Seite ist über die Startseite der Stadt oder direkt erreichbar über:

www.hueckeswagen.de/ukrain

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