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Spikeball ist der neue Trendsport

Spikeball-Training: (v.l.) Manuel Efremov, Philipp Schultes, Jeremy Weischeid und Ilyas Berg kämpfen um Punkte.
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Spikeball-Training: (v.l.) Manuel Efremov, Philipp Schultes, Jeremy Weischeid und Ilyas Berg kämpfen um Punkte.

Jeden Freitag laden Jeremy Weischeid und Philipp Schultes zum Training im ATV ein.

Von Heike Karsten

In Parks, an Stränden und auf Wiesen sind die schwarz-gelben „Trampolinnetze“ immer öfter zu sehen. Um das Netz herum spielen sich vier Personen einen kleinen gelben Ball zu, der bei jeder dritten Berührung auf das Netz geschmettert wird. Spikeball heißt die neue Trendsportart, die aus den USA kommt und in diesem Sommer auch in Deutschland immer mehr Anhänger findet. Eigentlich heißt die Sportart Roundnet, denn Spikeball ist nur der Markenname des Spielgeräts.

Der Spielverlauf verspricht spektakuläre und schweißtreibende Ballwechsel, was gleichzeitig viel Spaß garantiert. Ab sofort wird Spikeball auch in der Sporthalle des ATV auf dem Fürstenberg gespielt.

Jeremy Weischeid (20) und Philipp Schultes (19) haben Gefallen an der neuen Sportart gefunden und möchten noch mehr Menschen damit begeistern. Das sollte nicht schwerfallen, denn die Regeln sind leicht zu lernen. „Sie sind ähnlich wie die beim Volleyball“, erklären die beiden Trainer. Weischeid hat den Trendsport bei seinem Auslandsaufenthalt auf dem Missionsschiff „Logos Hope“ der christlichen Hilfsorganisation Operation Mobilisation kennengelernt. Unter den 250 Personen an Bord seien auch viele Amerikaner gewesen, die Spikeball auf dem Schiff, aber auch am Strand gespielt hätten.

Acht junge Männer sind zum ersten Training gekommen

Gleich zum ersten Treffen in der ATV-Halle sind acht junge Männer gekommen, die zwei Teams bilden. Einige von ihnen sind ehemalige oder aktive Handballer des ATV. „Es ist gut, wenn man ein bisschen Ballgefühl mitbringt“, betont Schultes. Kondition und Koordination sind für dieses schnelle Reaktionsspiel ebenso von Vorteil. „Man kann es aber auch ganz locker spielen“, versichert Weischeid und macht damit auch älteren Interessierten und vor allem Anfängern Mut, zu einem Probetraining vorbeizukommen.

Benötigt werden nur das runde Netz und ein handgroßer, weicher Gummiball. Das Spielmaterial stellt der 20-Jährige derzeit noch privat zur Verfügung, bis der Verein damit selbst ausgestattet ist. „Wir möchten für das Training auch den Übungsleiterschein machen“, kündigen die beiden Hückeswagener an. Für die Sportart selbst gibt es keine Trainerausbildung, kein Lehrbuch. Geübte beherrschen aber zahlreiche Spielvariationen und Tricks. Denn Ziel ist es, nach spätestens drei Ballberührungen im eigenen Team den Ball so auf das Netz zu schlagen, dass das gegnerische Team ihn nicht erreichen kann.

Beim Spiel in der Halle quietschen die Sportschuhe, und nicht nur einmal werfen sich die Spieler auf den Boden, um noch an den Ball zu kommen. Nach zwei Stunden sind die Spikeball-Spieler ins Schwitzen gekommen. Sie haben Kalorien verbrannt und viele Muskelgruppen trainiert. Wer die neue Sportart ausprobieren möchte, ist eingeladen, freitags in der ATV-Halle, Fürstenbergstraße 22, vorbeizuschauen. Trainiert wird von 17 bis 19 Uhr. Das Mindestalter beträgt 16 Jahre. Frauen sind bei dem Spiel keineswegs benachteiligt, wie Spieler Huub Offermann bestätigt: „Durch die schnellen Richtungswechsel kommt es überhaupt nicht auf Kraft, dafür aber auf Geschicklichkeit und Koordination an.“ Der ATV ist Vorreiter, da es derzeit in kleineren Städten kaum Angebote gibt. „Gemeinsam möchten wir den Sport entdecken und vorantreiben“, kündigen die Trainer an.

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