Musikschule

Sie verbinden Musik mit Koordination

Die Dozenten der Schlagzeug-Abteilung (v. l.): Bernd Paffrath, Arne Gröschel, Ben Oligschläger, Vera Seedorf und Miguel de la Loma. Foto: Flora Treiber
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Die Dozenten der Schlagzeug-Abteilung (v. l.): Bernd Paffrath, Arne Gröschel, Ben Oligschläger, Vera Seedorf und Miguel de la Loma.

Schlagzeug-Abteilung der Rader Musikschule ist breit aufgestellt

Von Flora Treiber

Radevormwald. Die Schlagzeug-Abteilung der Rader Musikschule ist breit aufgestellt. Fünf Dozenten decken nicht nur das klassische Schlagzeug der Pop-und Rockmusik ab, das man als „Drumset“ bezeichnet, sondern auch andere Percussioninstrumente wie Congas, Bongos, Timbales und Maracas. Bernd Paffrath gelingt der Spagat zwischen der Tanz- und Schlagzeugabteilung, denn bei dem Stepptänzer kommt es ebenfalls auf den richtigen Rhythmus an. Zu der Schlagzeug-Abteilung gehören derzeit 80 Schüler.

Arne Gröschel und Ben Oligschläger unterrichten am Schlagzeug und können mit dem Vorurteil, das Drumset sei eine Männerdomäne, aufräumen. „Wir unterrichten Jungs und Mädchen, und beide haben gleich viel Power, um Schlagzeug zu spielen. Die Koordination von Mädchen ist in den frühen Lebensjahren sogar oft besser, und die braucht man am Schlagzeug“, erklärt Arne Gröschel. Er unterrichtet seit 2012 an der Musikschule in Radevormwald und war an dem Popband-Projekt der Städtischen Realschule beteiligt. Sein Kollege Ben Oligschläger ist seit diesem Jahr als Dozent in Radevormwald tätig.

„Das Gehör spielt beim Steppen eine wichtige Rolle.“

Bernd Paffrath, Dozent

Die Drumsets der Musikschule stehen in den ehemaligen Schulhoftoiletten des Theodor-Heuss-Gymnasiums. Die Räume wurden zwar zum Proberaum umgebaut und schallgedämmt, sind aber trotzdem noch sanierungsbedürftig. „Das Gute ist, dass wir hier genug Platz haben. Bald sollen hier noch einige Arbeiten stattfinden, für die wir auch gerade wichtige Punkte auf einer Liste sammeln. Etwas einladender könnte der Raum sein“, sagt Arne Gröschel. Er und Ben Oligschläger beraten ihre Schüler und Eltern, wenn es um Schallschutz und die Suche nach dem richtigen Schlagzeug geht. „Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg“, sagt Arne Gröschel, der schon Schlagzeuge in kleinen Kinderzimmern gesehen hat. „Eine Alternative zu einem normalen Schlagzeug ist ein elektronisches Instrument, weil die meistens kleiner sind. Unsere Schüler spielen direkt auf einem kompletten Drumset und können auch mit dem Unterricht beginnen, wenn sie noch kein eigenes Schlagzeug haben“, sagt Ben Oligschläger. Die Schüler von Miguel de la Loma spielen auf Trommeln. Die lateinamerikanische Stilistik unterrichtet er in Groß- und Kleingruppen – und das bereits seit 2013. „Auf der Conga ist es ähnlich wie am Schlagzeug, es geht um Koordination und Rhythmus. Dazu sind auch Quereinsteiger herzlich eingeladen“, sagt der Musiker aus Wuppertal.

Genau wie Ben Oligschläger ist auch Vera Seedorf relativ neu im Team der Musikschule. Sie ist ebenfalls Expertin auf dem Gebiet der Percussion und der Mallet-Instrumente. Dieser Begriff bezeichnet Stabspiele. Die junge Musikerin ist für die Trommel-AG an der katholischen Grundschule Lindenbaum zuständig und wird nach den Herbstferien Gruppenkurse an der Musikschule anbieten. Für kleine Kinder empfiehlt sie den Zugang zur Musik über die musikalische Früherziehung. „Das ist eine tolle Basis, auf der Kinder aufbauen können. Nach der musikalischen Früherziehung sollten Mädchen und Jungen mehrere Instrumente ausprobieren, um das richtige für sich zu finden“, sagt die 27-Jährige. Die Musikschule bietet zu diesem Zweck Schnupperstunden an.

Bernd Paffrath, der 1997 Weltmeister im Solostepptanz wurde, beschreibt sich und seine Schüler mit einem Augenzwinkern als „laufende Trommeln“. Die Verwandtschaft zwischen Percussion und Stepptanz ist naheliegend. „Wir zählen genauso, wie Musiker am Schlagzeug. Das Gehör spielt beim Steppen eine wichtige Rolle“, sagt er. Die Stepptanzklasse der Musikschule gibt es seit 2002 und hatte zu der Hoch-Zeit der Ballettklasse über 20 Schüler. „Unter der Leitung von Mari Di Lena war die Tanzabteilung mit über 120 Schülern sehr groß. Das hat sich auch positiv auf den Stepptanz ausgewirkt.“

Hintergrund

Die Musikschule Radevormwald hat ihren neuen Standort in der Hermannstraße 21 bezogen und ist unter Tel. (0 21 95) 9 42 98 76 zu erreichen. Alle Unterrichtsfächer und die Dozenten der Musikschule kann man online entdecken. Die Angebote richten sich an Anfänger und Fortgeschrittene in jedem Alter. Neben dem Instrumentalunterricht hat die Musikschule auch eine Tanzabteilung. Die Musikschule wird von Michael Borner und Bert Fastenrath geleitet.

www.radevormwalder-musikschule.de

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