Sechs Musiker spielen ein tolles Konzert

Beim Abschlusskonzert in der Pauluskirche spielten (v. l.) Harald Klein, Sabina Waßmuth, Rosemarie Zeitschner, Lothar Vandenherz, Inga Kuhnert (vorne) und Elvira Persian. Foto: Heike Karsten
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Beim Abschlusskonzert in der Pauluskirche spielten (v. l.) Harald Klein, Sabina Waßmuth, Rosemarie Zeitschner, Lothar Vandenherz, Inga Kuhnert (vorne) und Elvira Persian.

Erfolgreicher Abschluss der Hückeswagener Orgeltage in der Pauluskirche

Von Heike Karsten

Mit den letzten kräftigen Schlussakkorden der Improvisation von „Hymn to Freedom“ von Oscar Peterson holte Musiker Lothar Vandenherz nochmal alles aus der runderneuerten Stahlhuth-Orgel in der Pauluskirche heraus. „Jetzt ist auch der letzte Renovierungsstaub aus der Orgel herausgepustet“, scherzte Vandenherz im Anschluss. Er war einer der sechs Organisten, die sich für das Abschlusskonzert der Orgeltage Hückeswagen zusammengetan hatten.

Zu hören waren unter anderem Stücke von Felix Mendelsohn Bartholdy, Max Reger und natürlich vom Orgelvirtuosen des Barocks, Johann Sebastian Bach. „Heute gibt es ein abwechslungsreiches Programm von Musikern, die haupt-, nebenberuflich oder als Hobby Orgel spielen“, kündigte Kantorin Inga Kuhnert an. Sie selbst spielte gemeinsam mit Elvira Persian eine „Fantasie“ von Adolf Friedrich Hesse als vierhändiges Stück. Ebenso beeindruckend waren die lauten und leisen Orgelklänge von Harald Klein, Rosemarie Zeitschner, Sabina Waßmuth und Lothar Vandenherz.

Elvira Persian dankte der Kantorin für die liebevolle und kreative Organisation der Orgeltage. Sie waren dazu gedacht, die Kirchenorgel nach der aufwendigen Renovierung in allen Facetten vorzustellen. So erhielt die Orgel eine elektrische Traktur, wodurch sie auch vom E-Piano aus spielbar ist. „Inga Kuhnert hat bei der Renovierung viele gute und wichtige Entscheidungen getroffen“, fügte Persian hinzu. Zum gemeinsamen Abschlusslied erklangen gleich vier verschiedene Orgeln in der Pauluskirche, unter anderem auch das zusammengebaute Organetto aus dem Bausatz von Matthias Wagner.

Inga Kuhnert zeigte sich nach dem Abschlusskonzert zufrieden mit der Aktion, auch wenn einige Angebote, wie der Orgelbaukasten für Erwachsene, die Orgelgeschichte für Kinder und das Orgel-Café mangels Anmeldungen ausfallen mussten. „Die Orgelführung holen wir irgendwann nach“, kündigte die Kantorin an. Ihr persönlicher Höhepunkt der Orgeltage war die Nachtmusik bei Kerzenschein am späten Freitagabend. „Hier war die Atmosphäre sehr schön“, sagte Kuhnert.

Die Spenden waren vor allem für die Renovierung der Orgel bestimmt

Einige Besucher waren gleich zu mehreren Konzerten der Orgeltage gekommen. „Sie waren ganz begeistert von den Klängen, da die Orgel jetzt auf den Raum bezogen intoniert ist“, berichtet Kuhnert von den vielen positiven Rückmeldungen. Einigen Registern sei die Schärfe genommen worden, andere hingegen wurden aus dem Hintergrund geholt. So hatten auch die sanften Klänge ihren besonderen Reiz. „Die Orgel kann viel mehr als laut“, bestätigte Elvira Persian.

Die Orgeltage haben eindrucksvoll gezeigt, dass sich der Arbeits- als auch der finanzielle Aufwand für die Renovierung des Kircheninstruments gelohnt haben. Der Eintritt war bei allen Konzerten kostenfrei – die gesammelten Spenden waren überwiegend für die Renovierung der Orgel bestimmt.

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