Infektionsschutzgesetz

Schulen blicken gelassen Richtung Herbst

An den Schulen haben die Jungen und Mädchen Selbsttests erhalten. Sie sollen sich nun fürs Erste zu Hause auf Corona testen.
+
An den Schulen haben die Jungen und Mädchen Selbsttests erhalten. Sie sollen sich nun fürs Erste zu Hause auf Corona testen.

Am 1. Oktober soll das neue Infektionsschutzgesetz verkündet werden.

Von Wolfgang Weitzdörfer

Corona? Mittlerweile scheint es, als sei die Pandemie wieder Geschichte. Dass dem nicht so ist, dürfte den meisten Menschen trotzdem klar sein. Der Blick in den Herbst ist daher nicht verkehrt. Gerade auch, was die Situation in den Schulen angeht. Sind die Leitungen in Gedanken bei einem neuerlichen Corona-Herbst oder sehen sie der ganzen Sache eher gelassen entgegen?

Realschule: Leiterin Brigitte Skörries fühlt sich gut vorbereitet für den Fall eines „heißen Corona-Herbsts“. Nach den geltenden Regeln sollen sich die Schüler anlassbezogen zu Hause testen. „Das heißt, wenn sie Symptome haben, sollen sie sich morgens testen“, erläutert sie. „Wir haben auch genügend Tests zur Verfügung gestellt bekommen. Wir sind also vorbereitet“, versichert Skörries. Dazu würde auch gehören, regelmäßig zu lüften „Und natürlich hoffen wir, dass es keine große Welle geben wird.“

Montanusschule: Den Eltern sei die Empfehlungen aus dem Schulministerium in Briefform weitergeleitet worden, sagt Schulleiter Klaus Kruska. „Es geht dabei darum, dass geraten wird, weiterhin Masken zu tragen. Das ist aber nur ganz vereinzelt bei Schülerinnen und Schülern der Fall. Ansonsten ist es in Bezug auf Corona bei uns momentan sehr ruhig.“ Die Tests am ersten Tag seien recht gut angenommen worden, die Kinder hätten ihr Testkontingent für vier Wochen mitbekommen. „Wir haben noch niemanden mit Corona gehabt im neuen Schuljahr.“

Erich-Kästner-Schule: Cordula Schneider, die Leiterin der Förderschule Nordkreis, sieht die aktuelle Phase als eine Zwischenzeit an. „Wir müssen erst einmal den 1. Oktober abwarten, wenn die Neuauflage des Infektionsgesetzes verkündet wird. Dann wird sich zeigen, was zu tun ist.“ Im Moment werde auf Freiwilligkeit und die Erfahrungen der Corona-Vergangenheit gesetzt. Die Kinder hätten fünf Tests mit nach Hause bekommen, und die Schule habe am ersten Schultag ein Testangebot für alle Kinder gegeben. „Ansonsten tragen die allermeisten Kolleginnen und Kollegen weiter FFP2-Masken, die Schüler könnten das ebenfalls machen“, sagt Cordula Schneider. Sie rechnet mit Herausforderungen im Herbst, sieht diese aber eher mit verstärkten Ausfällen im Kollegium: „Ich hoffe, dass wir es ohne größere Unterrichtsausfälle hinbekommen werden.“

Grundschule Wiehagen: „Wir sind ja mittlerweile gut geübt“, versichert Schulleiterin Claudia Paradies. Auch wenn sie hofft, dass es nicht zu schlimm wird, sei man auf alles vorbereitet. „Schlimmstenfalls auch auf Distanzunterricht.“ Da nicht genügend Tests geliefert worden seien, hätten die Kinder nur drei statt fünf Tests mit nach Hause bekommen. „Aber der August ist auch schon halb vorbei, daher wird das reichen“, glaubt sie. Auch in der Schule könnten anlassbezogen Tests vorgenommen werden – sollte ein Kind etwa über Halsschmerzen oder eine laufende Nase klagen.

Löwen-Grundschule: Claudia Sträter will erst einmal abwarten, was das aktualisierte Infektionsschutzgesetz bringen wird. „Wir werden sehen, welche neuen Regeln es im Herbst geben wird. Aktuell wird auf Eigenverantwortung gesetzt – sowohl bei den Kindern und Eltern als auch in der Schule.“ Masken könnten in der Schule getragen werden, müssten das aber nicht. Allerdings werde man auch in der neuen Löwen-Grundschule auf das Lüften nicht verzichten. „Wir können die Fenster öffnen und machen das auch“, sagt die Leiterin.

Berufskolleg: Im privaten Berufskolleg verfährt man wie vor den Sommerferien. „Die Schülerinnen und Schüler kommen mit Maske in die Schule, werden getestet und nehmen die Maske erst nach negativem Ergebnis ab“, sagt Geschäftsführerin Gabriele Döbler. Auch die Lüftungs- und Hygienemaßnahmen sollen so wie früher gehandhabt werden: Jeden Morgen werden vor Unterrichtsbeginn alle Kontaktflächen desinfiziert. „Wir müssen es jetzt einfach auf uns zukommen lassen, sind aber entsprechend vorbereitet.“ So hätte die Schule ein Budget für die Anschaffung neuer Masken-Kontingente bekommen, so dass alle Schüler jederzeit versorgt seien.

St.-Angela-Gymnasium Wipperfürth: Die Schüler, darunter viele aus Hückeswagen, haben zum Schuljahresbeginn ihr Kontingent an Tests bis zu den Herbstferien im Oktober erhalten. Ansonsten würde man auch hier mit Empfehlungen arbeiten, versichert Konrektor Michael Schmitz. „Es werden aber nur vereinzelt Masken getragen, bei den jüngeren Schülerinnen und Schülern mehr als bei den älteren.“ Insgesamt blickt er gelassen auf den Herbst. „Wir haben ja praktisch alle Maßnahmen schon erlebt. Das macht alles etwas entspannter.“

EvB-Gymnasium: Auch am zweiten Wipperfürther Gymnasium ist die Stimmung entspannt, wie Schulleiter Erhard Seifert versichert. „Wir haben die Tests am ersten Schultag sowohl angeboten als auch zum Mitnehmen verteilt.“ Diese würden im Vierwochenrhythmus ausgegeben. Masken würden nur noch vereinzelt getragen. „Es ist recht ruhig, aber ich gehe davon aus, dass es sich zum Herbst und Winter hin wieder ändern wird. Wir sind aber auf jeden Fall vorbereitet.“

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Unfall zwischen Hückeswagen und Rade: Zwei Personen verletzt - Rettungshubschrauber im Einsatz
Unfall zwischen Hückeswagen und Rade: Zwei Personen verletzt - Rettungshubschrauber im Einsatz
Unfall zwischen Hückeswagen und Rade: Zwei Personen verletzt - Rettungshubschrauber im Einsatz
Dicke Raupe wird ein Weinschwärmer
Dicke Raupe wird ein Weinschwärmer
Dicke Raupe wird ein Weinschwärmer
Blumberg sorgt selbst für Fachkräfte
Blumberg sorgt selbst für Fachkräfte
Blumberg sorgt selbst für Fachkräfte
Eine Kneipe für Rader und Hückeswagener
Eine Kneipe für Rader und Hückeswagener
Eine Kneipe für Rader und Hückeswagener

Kommentare