Hohe Unfallgefahr

Tempo-30-Schilder werden auf dem Beverdamm oft ignoriert

Der Beverdamm ist seit anderthalb Wochen auf einer Länge von 500 Metern eine Tempo-30-Zone.
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Der Beverdamm ist seit anderthalb Wochen auf einer Länge von 500 Metern eine Tempo-30-Zone.

Bis zum 31. Oktober gilt Tempo 30 auf dem Beverdamm. Dadurch sollen Unfälle vermieden werden. Spaziergänger befürworten Tempolimit.

Von Heike Karsten

Hückeswagen. Viel Verkehr herrschte am Wochenende auf dem Beverdamm. Spaziergänger, Fahrradfahrer, Motorräder und Autos kamen sich auf der schmalen Strecke immer wieder entgegen. Um die Gefahr eines Unfalls zu minimieren, gilt dort seit anderthalb Wochen ein Tempolimit von 30 Kilometern pro Stunde.

Dieses scheint jedoch bei den Verkehrsteilnehmern noch nicht angekommen zu sein – die Schilder werden übersehen oder einfach ignoriert. „Hier fuhren gerade einige Heranwachsende mit ihren aufgemotzten Autos nicht gerade langsam über den Damm“, berichtete ein 64-jähriger Fahrradfahrer aus Burscheid, der wegen eines Platten pausieren musste. Er selbst würde mit seinem E-Bike überwiegend Fahrradwege nutzen.

Auf der Fahrbahn kann es schon mal eng werden

Einige motorisierte Verkehrsteilnehmer achteten auf die neue Geschwindigkeitsbegrenzung und hielten sich daran. Aber das fällt selbst Anwohnern in Großberghausen schwer. „Als ich mit 30 über den Damm fuhr, wurde ich von Motorradrädern überholt“, berichtete ein Anwohner. Das Tempolimit von 50 auf 30 Stundenkilometer herunterzusetzen, sei jedoch keine Forderung der Anwohner gewesen. „Wir sind froh und dankbar dafür“, fügte er hinzu. Als Lärmreduzierung sei das Tempolimit jedoch nicht geeignet. „Die wenigen Verkehrsteilnehmer, die mit knallendem Auspuff und aufheulendem Motor über den Damm fahren, tun das auch weiterhin“, sind die Anwohner überzeugt.

Entschieden wurde das neue Tempolimit einvernehmlich vom Oberbergischen Kreis und der Stadt Hückeswagen zusammen mit der Polizei. Es gilt in der Zeit vom 1. März bis 31. Oktober – also genau dann, wenn die Fahrbahn durch viele Ausflügler besonders stark frequentiert ist. So war es auch am Wochenende.

Die kleinen Kinder einer jungen Familie, die mit dem Fahrrad unterwegs war, mussten auf der Fahrbahn fahren, weil der Fußweg gerade mal für die Breite eines Kinderwagens ausreicht. „Wenn dann noch Autos von vorne und hinten kommen, wird es eng und gefährlich“, äußerte sich der Familienvater besorgt.

Die Bever-Talsperre dient vom Damm aus auch immer wieder als Fotohintergrund. Am Samstag hatte sich eine sechsköpfige Gruppe junger Menschen an der Leitplanke positioniert, während die Handykamera mit Selbstauslöser auf der Leitplanke der gegenüberliegenden Straßenseite aufgestellt wurde.

Das Tempolimit fand die Gruppe gut: „So kann man beim Fahren das Panorama genießen“, lautete die einhellige Meinung.

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