Fachgeschäft

„Schaben & Co.“ bleibt hinter Erwartungen zurück

René Weiß, Inhaber von „Schaben & Co.“ an der Weierbachstraße, zusammen mit seiner Lebensgefährtin Meike Hild, die ihn im Laden tatkrätig unterstützt.
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René Weiß, Inhaber von „Schaben & Co.“ an der Weierbachstraße, zusammen mit seiner Lebensgefährtin Meike Hild, die ihn im Laden tatkrätig unterstützt.

Online-Tierfachhändler hatte stationäres Geschäft eröffnet – Betreiber räumt unglücklichen Namen ein

Von Wolfgang Weitzdörfer

Hückeswagen. Ein gutes halbes Jahr ist „Schaben & Co.“, das Fachgeschäft für Reptilien und Insekten des Hückeswageners René Weiß, nun schon im ehemaligen Kiosk an der Weierbachstraße/Ecke Kölner Straße. Ein halbes Jahr, in dem sich zwar die Corona-Lage einigermaßen entspannt hat, das sich für den 29-jährigen gelernten Metzger indes als nicht ganz einfach erwiesen hat. „Leider werden wir von den Menschen in Hückeswagen nicht in der Art und Weise wahrgenommen, wie ich mir das erhofft habe“, sagt René Weiß – und klingt dabei ein wenig frustriert, wenn er anfügt: „Langsam gehen mir auch die Ideen aus.“ Nicht nur hat er sein Sortiment um Hunde- und Katzennahrung ergänzt, um noch ein wenig mehr Kunden anzulocken. „Wir haben jetzt auch eine 50-Prozent-Aktion gestartet“, sagt der Hückeswagener.

Natürlich brauche ein neues Geschäft eine gewisse Anlaufphase, ehe es auf gesunden Beinen stehe. „Aber wenn die unter den Bedingungen der Corona-Pandemie stattfindet, wird es natürlich nicht unbedingt leichter“, sagt René Weiß. Dabei ist Schaben & Co. gar nicht einmal so neu. Als Onlineshop gibt es den Handel schon seit mehreren Jahren. Das stationäre Geschäft habe er eröffnet, weil ihm die Arbeit von zu Hause aus zu aufwendig geworden sei. Nun merke er indes auch im Onlinebereich Einbrüche. „Die sind zwar nicht so ausgeprägt, aber durchaus spürbar. Der Markt ist einfach überschwemmt – und es ist gut, dass ich damit nicht erst vor kurzer Zeit angefangen habe, sondern schon länger dabei bin“, sagt der Hückeswagener, der nach wie vor seinem gelernten Beruf als Metzger nachgeht.

Es sei nicht so, als würden gar keine Kunden ins Geschäft an der Kölner Straße kommen. „Aber es fehlt einfach so ein bisschen das Tüpfelchen auf dem i“, sagt der 29-Jährige. An den Preisen könne es nicht liegen, betont René Weiß. „Ich bin mit vielen Waren günstiger als die meisten Mitbewerber, da ich direkt beim Großhandel beziehe – und letztlich verdiene ich immer noch an den verkauften Waren“, sagt er. Ans Aufhören denke er indes nicht. „Natürlich machen wir weiter, der Onlineshop läuft ja auch. Aber es ist im Moment ganz klar immer noch ein Hobby und kein vollständiger Beruf“, sagt René Weiß.

René Weiß stellt sein Sortiment nun breiter auf

Manchmal glaube er, dass das Problem vielleicht auch der Geschäftsname sein könnte – „Schaben & Co.“. Den wolle er aber nun auch nicht mehr ändern. „Der Online-Shop heißt auch so – und wir haben uns damit auch einen gewissen Namen gemacht“, sagt der Hückeswagener. Nur werde damit eben nicht direkt klar, dass es neben Insekten, Reptilien sowie Nahrung und Zubehör für Reptilien auch den ganzen Bereich der Hunde- und Katzennahrung gebe. „Dafür müssen und werden wir nun auf jeden Fall noch mehr Werbung machen. Denn wir können unserer Kundschaft diesbezüglich auch alles besorgen“, betont Weiß. Um diesen Bereich noch bekannter zu machen, wolle er auf die verschiedenen Formen der Sozialen Netzwerke zurückgreifen.

Aber auch die klassischeren Methoden werde er weiterhin nutzen. So zum Beispiel das Altstadtfest im September. „Wir werden auf jeden Fall am Sonntag geöffnet haben – und wollen auch mit einem Stand im Island vertreten sein“, sagt der 29-Jährige. Wobei er auch beim Feierabendmarkt vertreten gewesen sei. Allerdings mit eher überschaubarem Erfolg. „Verkauft haben wir nichts, dafür ist der Aufwand, nach Feierabend noch alle Waren zur Islandstraße zu schaffen und danach wieder aufzuräumen, allerdings doch etwas hoch“, sagt René Weiß.

Wenn er sich etwas wünschen könne: „Dass die Leute einfach mal hereinschauen, sich umsehen und vielleicht so auch die Scheu vor den Reptilien ablegen können – und unser breitgefächertes Angebot kennenlernen. Das fehlt mir eben, dass man einfach mal reinkommt, wenn man vorbeikommt“, sagt René Weiß.

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