Hilfsangebote

Russisch sprechende Menschen gesucht

Vor dem Kreishaus weht als Zeichen der Solidarität aktuell auch die ukrainische Nationalflagge. Foto: OBK
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Vor dem Kreishaus weht als Zeichen der Solidarität aktuell auch die ukrainische Nationalflagge.

Oberbergischer Kreis informiert im Internet zu den Hilfsangeboten in den 13 Städten und Gemeinden.

Von Markus Schumacher

Hückeswagen. Auch im Oberbergischen Kreis sind binnen weniger Tage Strukturen zur Unterstützung geflüchteter Ukrainerinnen und Ukrainern entstanden. Auf www.obk.de/ukraine bündelt der Oberbergische Kreis erste ihm bekannte Hilfeleistungen der 13 kreisangehörigen Städten und Gemeinden sowie von Hilfsorganisationen.

Diese Seite soll weiter gefüllt werden. „Interessierte Hilfsorganisationen, die ihre Aktionen auf www.obk.de/ukraine veröffentlicht sehen wollen, senden uns bitte alle relevanten Informationen per Mail an webmaster@obk.de zu (Betreff: Hilfe für Ukraine)“, schreibt Jessica Schöler. Benötigt würden: Name der Hilfsorganisation; welche Hilfeleistung wird angeboten?; was wird aktuell besonders benötigt?. Falls Sachspenden angenommen werden: Abgabeort und Abgabezeiten; Kontaktdaten und Ansprechperson (z. B. Telefon, Mail, Internetseite).

Die Hilfe sollte zielgerichtet und koordiniert ablaufen. „Die Hilfsbereitschaft in Deutschland ist groß“, weiß Schöler, „aber nicht jede Hilfe ist auch sinnvoll und kommt dort an, wo sie gebraucht wird. „Von unkoordinierten Aktionen in Eigenregie werde deshalb abgeraten. Geldspenden könnten im Gegensatz zu Sachspenden aktuell bedarfs- und zielgerichteter für die Menschen in Not eingesetzt werden. Damit könnten Hilfsgüter dort gekauft werden, wo sie benötigt werden. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) informiert dazu auf seiner Internetseite www.bbk.bund.de mit einer Sonderseite.

Kreisverwaltung nimmt keine Sach- oder Geldspenden entgegen

Die Kreisverwaltung selbst nimmt keine Sach- oder Geldspenden entgegen. Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) stellt auf seiner Internetseite einer Liste mit Stellen bereit, an die man sich wenden kann, um den Menschen in der Ukraine mit Geldspenden zu helfen. Schöler: „Dort erhalten Sie auch Tipps, um sicherzugehen, dass die Hilfe auch da ankommt, wo sie gebraucht wird.“ Angesichts der unübersichtlichen Lage und der sich überschlagenden Ereignisse rät die Kreisverwaltung dringend dazu, Informationsquellen kritisch zu prüfen und seriöse Informationsangebote zu nutzen. Auch zu diesem Thema informiert das BBK online mit einer Sonderseite.

Um Geflüchteten im Bedarfsfall schnell Unterstützung zukommen lassen zu können, sucht das Kommunale Integrationszentrum Oberbergischer Kreis ukrainisch und/oder russisch sprechende Personen, die sich ehrenamtlich engagieren möchten.

Es soll eine niederschwellige Unterstützung in der Herkunftssprache gewährleistet werden, um eine gute Kommunikation zu ermöglichen und den Ankommensprozess zu vereinfachen. Interessierte sollten das 18. Lebensjahr vollendet haben und neben den Sprachkenntnissen in Ukrainisch und Russisch, über sichere Kenntnisse der deutschen Sprache in Wort und Schrift verfügen.

Das Kommunale Integrationszentrum wird die Engagierten in einer kurzen Einführungsveranstaltung auf das Ehrenamt vorbereiten. Interessierte Personen können sich per E-Mail an ukraine@obk.de melden.

Der Oberbergische Kreis beobachte die Situation in der Ukraine und die erschütternde Entwicklung der Lage sehr aufmerksam.

Hintergrund

Die Unterbringung von geflüchteten Personen sei allerdings Aufgabe der kreisangehörigen Städte und Gemeinden sowie der kreisfreien Städte, teilt der Kreis mit. Auf den Internetseiten des Kreises finde man die Ansprechpersonen zum Thema „Wohnraum“ in den Kommunen.

www.obk.de/ukraine

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