Hämmern

Restaurant-Ruine verschwindet

Das Gelände der 2009 abgebrannten ehemaligen Gaststätte Peter Hebbinghaus in Hämmern soll nun eingeebnet werden.
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Das Gelände der 2009 abgebrannten ehemaligen Gaststätte Peter Hebbinghaus in Hämmern soll nun eingeebnet werden.

In Hämmern rücken die Bagger an.

Von Stephan Büllesbach

Wipperfürth. Vielen Hückeswagener wird’s auf dem Weg nach Wipperfürth schwer ums Herz, wenn sie ausgangs von Hämmern am Abzweig zum Sportplatz vorbeifahren. Denn dort zeugt nur noch ein inzwischen zugewucherter Schutthaufen vom einst beliebten Restaurant „Peter Hebbinghaus“, das zum Schluss unter neuem Eigentümer das China-Restaurant „Dynastie“ war. Das war samt angrenzender Scheune in der Nacht zum 8. April 2009 in Flammen aufgegangen; im August des selben Jahres wurde der Gebäudekomplex abgerissen. Seither tut sich auf dem Gelände – nichts. Lediglich Bäume und Sträucher sind gewachsen. Jetzt wird die Bauruine an der B 237 in Hämmern beseitigt.

„Die Wipperfürther Wohnungs- und Entwicklungsgesellschaft (WEG) hat das verwahrloste Grundstück erworben und wird nun mit der Wiederherrichtung beginnen“, teilt Tanja Reinhold, Sprecherin der Stadt Wipperfürth, mit. „Der Wildwuchs wird entfernt und die Reste der ehemaligen Gaststätte abgebrochen.“

An-schließend soll das Grundstück neu eingeebnet werden. Nach dem Verdichten des Bodens und Verfüllen der ehemaligen Kellerräume könne auch der Bauzaun wieder entfernt werden. Ein ortsansässiges Tiefbauunternehmen wurde mit den Fällungen, Aufräumarbeiten und Erdarbeiten beauftragt.

„Endlich wird der Schandfleck von Hämmern der Vergangenheit angehören“, betont Wipperfürths Bürgermeisterin Anne Loth. „Ich freue mich, dass die Arbeiten nun beginnen und das Grundstück wiederhergerichtet werden kann.“

Was genau damit später einmal geschehen soll, ist noch unklar. „Die weiteren Pläne für das Grundstück sind noch nicht konkret“, antwortet Tanja Reinhold auf Anfrage unserer Redaktion. Allerdings habe die Löschgruppe Hämmern der Feuerwehr Platzbedarf für ein Feuerwehrgerätehaus angemeldet, wozu nun der Planungsprozess beginnen soll.

Peter Hebbinghaus, der die elterliche Gaststätte beinahe 40 Jahre betrieben hatte, hatte das Gebäude samt des gut 4200 Quadratmeter großen Grundstücks 2006 an einen Remscheider Wirt verkauft, der dort das China-Restaurant „Dynastie“ einrichtete. Das aber brannte gut drei Jahre später völlig aus, die Schadenshöhe betrug etwa 400.000 Euro. Die Polizei ermittelt umgehend wegen Brandstiftung, und schon wenige Stunden nach der Tat war ein damals 32-jähriger chinesischer Staatsbürger festgenommen worden. Nach weiteren Verdächtigen, den vermutlichen Haupttätern, wurde gefahndet, allerdings erfolglos. Polizei und Staatsanwaltschaft gingen davon aus, dass sie sich nach China abgesetzt hatten. Den 32-Jährigen verurteilte das Amtsgericht Wipperfürth später wegen gemeinschaftlicher Brandstiftung zu 18 Monaten Haft auf Bewährung.

Im April 2011 hatte das Amtsgericht auf Antrag der Stadt Wipperfürth die Zwangsversteigerung des Grundstücks eingeleitet. Die Idee eines Investors, auf dem Grundstück sieben Einfamilienhäuser zu errichten, lehnte die Politik im April 2012 ab.

Im Dezember 2012, bei der dritten Zwangsversteigerung, ersteigerte das Wipperfürther Bauunternehmen Hermannbau PEW das Grundstück für 30.000 Euro. Das ist jetzt ins Eigentum der WEG übergegangen.

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