Thema

Politik fragt nach einem Plan B für das Jugendzentrum

Leitungsstellen sind mit kurzer Bewerbungsfrist ausgeschrieben.

Von Wolfgang Weitzdörfer

Für die Jugendarbeit der Schlossstadt ist es ein herber Schlag, als klar wurde, dass sich Stadtjugendpflegerin Andrea Poranzke ab Januar nur noch um Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing kümmern würde. Damit nicht genug: Auch ihr Kollege David Visse wird zum Jahresbeginn das Jugendzentrum verlassen. Dabei war er schon als Nachfolger Andrea Poranzkes auserkoren. Im Sozialausschuss war das weitere Vorgehen in dieser Sache nun Thema.

„Die beiden Stellen sind ausgeschrieben, aktuell mit einer sehr kurzen Bewerbungsfrist bis zum 13. November“, sagte Mario Moritz von der Stadtverwaltung. Man werde die Stellen breit bewerben, auf möglichst vielen Portalen. „Die Lage ist angespannt, aber wir hoffen, dass beides möglichst übergangslos besetzt wird.“

Allerdings könne es durchaus zu einem „Vakuum im Jugendzentrum“ kommen, wie Moritz es ausdrückte. „Aber wir haben die Stellen bewusst so offen wie möglich ausgeschrieben. Auf diese Weise kann die neue Leitung ein ganz eigenes Konzept einbringen und entwickeln.“ Zwar sei es keineswegs die Wunschvorstellung der Verwaltung gewesen, das komplette Leitungsteam austauschen zu müssen, aber man könne darin nun auch eine Chance für einen Neustart im Juze sehen.

SPD: Im schlimmsten Fall müsse es einen Notbetrieb geben

Regine Gembler (SPD) wollte wissen, ob es einen Plan B gebe für den Fall, dass es nicht übergangslos weitergehe. „Wir haben überlegt, ob wir mit den Honorarkräften etwas anbieten können, aber das lässt sich nicht darstellen“, sagte Moritz. Ein Grund sei, dass während des Betriebs des Jugendzentrums eine pädagogische Fachkraft anwesend sein müsse, die Honorarkräfte aber oft entweder noch in der Ausbildung oder eben keine pädagogischen Fachkräfte seien.

Shirley Finster (Grüne) warf ein, dass den Eltern möglichst frühzeitig Bescheid gegeben werden müsse, da sie die Kinderbetreuung in den Sommerferien planen müssten. „Das haben wir auf dem Schirm, daher haben wir die Bewerbungsfrist auch so kurzfristig angesetzt, um möglichst bald Bescheid zu wissen“, versicherte Moritz. „Unser Ziel ist es, dass wir den Familien auch weiterhin ein gewohnt umfangreiches Betreuungsangebot in den sechs Wochen Ferien bieten können.“

Ernst Philipp Wüster (Die Partei) gab zu bedenken, dass die Honorarkräfte gegebenenfalls abspringen könnten, wen das Jugendzentrum vorübergehend schließen müsste. „Es ist sicherlich nicht einfach, in der aktuellen Zeit gleich zwei Stellen besetzen zu müssen.“ Moritz stimmte auch hier zu, zeigte sich dennoch zuversichtlich, dass sowohl eine Schließung als auch ein Abspringen der Honorarkräfte verhindert werden könne. „Ich habe bereits mit dem Team gesprochen. Ich hoffe sehr, dass wir das Team im Fall des Falles halten können.“ Regine Gembler betonte noch einmal, dass es der SPD-Fraktion ein großes Anliegen ist, „zumindest einen Notbetrieb anbieten zu können. Eine Schließung wäre der worst case.“

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