Unternehmen investiert weiter

Pflitsch wächst seit 2020 um 25 Prozent

Aktuell sind 350 Mitarbeiter für Pflitsch tätig – am Hauptstandort an der Wupper und im Gewerbegebiet West 2.
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Aktuell sind 350 Mitarbeiter für Pflitsch tätig – am Hauptstandort an der Wupper und im Gewerbegebiet West 2.

Ab Januar soll es im Werk 2 eine Kantine geben.

Von Wolfgang Weitzdörfer

Hückeswagen. Es sind gute Nachrichten aus Hückeswagen, die in diesen komplizierten Zeiten für ein wenig Erleichterung sorgen. Denn wenn es Arbeitgebern gut geht, wenn sie trotz Corona-Auswirkungen, Rohstoff-, Material- und Energiekrise eher an Investitionen denken als an Entlassungen, dann sind das fraglos gute Nachrichten.

Kürzlich hat das Unternehmen Pflitsch seine Mitarbeiterversammlung abgehalten – statt im Casino, wie die Jahre zuvor, dieses Mal in der Mehrzweckhalle. Was durch eine der guten Nachrichten des Kabelverschraubers bedingt ist, wie die beiden Geschäftsführer Roland Lenzing und Mathias Stendtke mitteilen. „Wir sind zu groß geworden für das Casino – und müssen daher auf die Mehrzweckhalle ausweichen.“ Aktuell seien 350 Mitarbeiter für Pflitsch tätig, inklusive der 27 Auszubildenden, die derzeit ihre Ausbildung am Hauptstandort an der Wupper sowie im zweiten Haus im Gewerbegebiet West 2 an der Georg-Schaeffler Straße absolvieren.

Dort hat der Spezialist für Kabelkanäle Anfang 2019 das Werk von Magna Powertrain übernommen – im Oktober 2019 ist dort der Betrieb aufgenommen worden. Natürlich hat auch Pflitsch mit den diversen Krisen dieser Zeit zu kämpfen. Dennoch könne man zufrieden nach vorne blicken. „Die Zukunftsbereiche sind Automotive – natürlich der ganze Bereich der E-Mobilität – und der Sektor Erneuerbare Energien“, sagt Stendtke. Und ergänzt: „Wir kommen mit Rückenwind aus den vergangenen Wochen und Monaten – und hoffen, dass uns jetzt nichts dazwischenkommt.“ In der Pandemie habe man sehr gut gehaushaltet, ohne sich dabei „zu Tode zu sparen“. Man wolle künftig auf zunehmende Automatisierung der Arbeitsprozesse setzen. „Dabei geht es aber nicht darum, Mitarbeiter zu entlassen, sondern sie vielmehr weiter zu qualifizieren“, sagt Stendtke. Und Lenzing betont: „Unsere Mitarbeiter sind unser höchstes Gut.“

Bekenntnis zum Standort Hückeswagen

Und die Frauen und Männer, die an der Wupper und in Winterhagen arbeiteten, hätten auch dafür gesorgt, dass die Unternehmensziele nicht nur erreicht, sondern sogar übertroffen worden seien. „Wir sind im Vergleich zu 2020 um 25 Prozent gewachsen“, sagt Stendtke. Einzig bei der Einhaltung der Wunschtermine der Kundschaft – die bei 80 Prozent gelegen habe – habe sich die Krisensituation bemerkbar gemacht. „Da sind wir schon mal bei über 90 Prozent gewesen“, sagt Stendtke.

Ebenfalls über 90 Prozent – es seien sogar 96 Prozent gewesen – der Mitarbeiter habe sich zudem im Zuge der jüngsten Mitarbeiterbefragung dergestalt geäußert, dass ihre Arbeit bei Pflitsch für sie sinnvoll sei. „Auf 100 wird man zwar vermutlich nie kommen, wir wollen aber unter anderem mit der Prozessoptimierung genau daran arbeiten“, sagt Lenzing.

Das grundsätzliche Bekenntnis zum Standort Hückeswagen zeige sich auch daran, dass auch künftig hier investiert werden solle. Auch wenn ein Thema den Oberbergischen Kreis nicht unbedingt besonders attraktiv erscheinen lasse – die leidige Last der Gewerbesteuer. „Der Kreis gehört hier zu den Regionen mit den höchsten Sätzen in Deutschland. Hier sind wir langfristig auf die Unterstützung der Stadt angewiesen“, betont Stendtke. Dennoch werde man im Januar des kommenden Jahres eine Kantine im Werk 2 in Betrieb nehmen. „Sie wird ‚Feuer & Flamme‘ heißen“, sagt Lenzing.

Die Kantine solle mittelfristig nicht nur für Werksmitarbeiter geöffnet sein, sondern auch für Mitarbeiter anderer Unternehmen in West 2. „Langfristig könnten wir uns auch eine allgemeine Öffnung vorstellen, so dass man die Kantine und das Außengelände für Veranstaltungen mieten kann“, sagt Lenzing. Aber natürlich sei die Kernkompetenz nicht die Gastronomie.

„Wir sind überall dort vertreten, wo Kabel verlegt werden“, sagt Lenzing. Dabei habe man die Zeichen der Zeit früh genug erkannt – und im Bereich Automotive nicht ausschließlich auf den Verbrenner gesetzt. „Was an Auftragsvolumina bei den Autos mit Verbrenner-Motoren zurückgeht, kommt in den Bereichen Erneuerbare Energien und E-Mobilität zurück“, sagt Stendtke. Dieser ganze Bereich sei ein weiteres Betätigungsfeld – und definitiv eines mit Zukunft.

www.pflitsch.de

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